Maßnahmen planen, Reihenfolge festlegen – je Schritt Kosten, Einsparung und Klassensprung sehen
Vereinfachte Modellrechnung: Heizperioden-Bilanzverfahren mit den pauschalen U-Werten der amtlichen Baualtersklassen (BAnz AT 04.12.2020 B1), Einstufung nach GEG Anlage 10, Kosten als marktübliche Richtwerte. Reale Angebote, Förderung und ein iSFP können deutlich abweichen. Keine Rechts- oder Förderberatung.
Der Sanierungsfahrplan-Rechner zeigt dir Schritt für Schritt, was jede energetische Maßnahme an deinem Haus bringt: Du wählst Dämmung, Fenster, Lüftung und Heizungstausch aus, legst die Reihenfolge fest und siehst je Schritt die Investition, die jährliche Einsparung, die Amortisation und den Sprung auf der Energieeffizienzklassen-Skala A+ bis H (GEG Anlage 10). Kostenlos, ohne Anmeldung – die Eingaben verlassen deinen Browser nicht.
Die klassische Sanierungslogik: Erst die Gebäudehülle verbessern (oberste Geschossdecke und Kellerdecke als günstigste Maßnahmen zuerst, dann Fenster und Fassade), erst danach die Heizung tauschen. Der Grund: Nach der Dämmung sinkt die Heizlast – die neue Wärmepumpe kann kleiner dimensioniert werden, läuft mit niedrigeren Vorlauftemperaturen und damit deutlich effizienter. Der Rechner bildet genau das ab: Ändere die Reihenfolge und beobachte, wie sich Einsparung und Amortisation der einzelnen Schritte verschieben.
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist das offizielle, staatlich geförderte Beratungsinstrument: Ein zugelassener Energieberater nimmt dein Gebäude vor Ort auf und erstellt einen standardisierten Fahrplan mit Maßnahmenpaketen – inklusive iSFP-Bonus bei der späteren Förderung von Einzelmaßnahmen. Dieser Rechner ersetzt den iSFP nicht, sondern liefert dir vorab ein realistisches Gefühl dafür, welche Maßnahmen sich lohnen und in welcher Reihenfolge – die ideale Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Energieberater oder Handwerksbetrieb.
Als Faustregel gilt: günstige Hüllen-Maßnahmen zuerst (oberste Geschossdecke, Kellerdecke – oft unter 100 €/m² und in Eigenleistung machbar), dann Fenster und Fassade, zum Schluss die Heizung. So wird die neue Heizung auf die gedämmte Hülle ausgelegt. Ausnahme: Wenn die alte Heizung akut ausfällt oder eine Austauschpflicht nach § 72 GEG besteht, kommt der Heizungstausch vor. Der Rechner lässt dich beide Varianten durchspielen.
Grobe Richtwerte für ein Einfamilienhaus: oberste Geschossdecke und Kellerdecke je einige Tausend Euro, Fenstertausch und Dachdämmung im mittleren fünfstelligen Bereich, Fassadendämmung (WDVS) ebenfalls, Wärmepumpe komplett installiert im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Eine Komplettsanierung liegt schnell bei 100.000 € und mehr – wird aber durch Förderung und eingesparte Energiekosten erheblich abgefedert. Der Rechner rechnet mit anpassbaren Marktrichtwerten.
Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit 15 % bezuschusst (max. 30.000 € förderfähige Kosten je Wohneinheit und Jahr). Mit vorliegendem iSFP verdoppelt sich das Budget auf 60.000 €, und seit der BEG-Reform vom 21.07.2026 gibt es den iSFP-Bonus von 5 % auf den Kostenanteil oberhalb von 30.000 €. Der Heizungstausch läuft separat über die Heizungsförderung der KfW (30 % Basis plus Boni, Deckel 70 % von max. 28.000 €). Alternativ: Steuerbonus § 35c EStG, 20 % über drei Jahre. Die Sätze ändern sich regelmäßig – verlass dich auf den tagesaktuellen Stand bei KfW/BAFA oder deinem Energieberater.
Eine Wärmepumpe läuft auch im teilsanierten Altbau – entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur. Nach Dämmung von Dach, Fenstern und ggf. Fassade sinkt die Heizlast so weit, dass vorhandene Heizkörper oft mit 50–55 °C auskommen und die Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet. Der Rechner zeigt den Unterschied: Setze den Heizungstausch einmal an den Anfang und einmal ans Ende des Fahrplans und vergleiche die Jahreskosten.
Nein. Der Rechner ist eine unverbindliche Modellrechnung zur Orientierung. Den geförderten iSFP erstellt ein zugelassener Energieberater nach einer Vor-Ort-Aufnahme – nur damit gibt es den iSFP-Bonus bei der BEG-Förderung. Nutze das Ergebnis als Vorbereitung für die Energieberatung.