Sanierungsfahrplan-Rechner

Maßnahmen planen, Reihenfolge festlegen – je Schritt Kosten, Einsparung und Klassensprung sehen

Gebäude
Ist-Zustand
Maßnahmen
Fahrplan
Heute kWh/(m²·a)

Dein Gebäude

Einfamilienhaus
freistehend
Doppelhaushälfte
eine gemeinsame Wand
Reihenhaus
Mittel- oder Endhaus
Mehrfamilienhaus
ab 3 Wohnungen
Kein Keller
Bodenplatte auf Erdreich
Unbeheizter Keller
Kellerdecke ist die Grenze
Beheizter Keller
Wohn-/Hobbyraum im UG
DG ausgebaut
Dachschräge ist die Grenze
DG unbeheizt
oberste Geschossdecke
Flachdach
ohne Dachraum

Ist-Zustand von Hülle & Heizung

Was ist heute schon gedämmt oder erneuert? Ohne Angabe gilt der typische Zustand deines Baujahrs.

Ungedämmt
Originalzustand
~6–10 cm
ältere Dämmung / Kern
~12–16 cm WDVS
übliche Sanierung
≥ 18 cm
Neubau-Niveau
Ungedämmt
Originalzustand
~10–14 cm
ältere Sanierung
~18–24 cm
übliche Sanierung
≥ 28 cm
Neubau-Niveau
Ungedämmt
Originalzustand
~5–8 cm
unterseitig gedämmt
≥ 10 cm
gut gedämmt
Einfachglas
U ≈ 5,0
Kasten-/Verbund
U ≈ 2,6
Isolierglas
2-fach ~1970–95
U ≈ 2,9
Wärmeschutz 2-fach
ab ~1995
U ≈ 1,5
3-fach
U ≈ 0,95
Gas-Brennwert
Brennwerttherme/-kessel
Öl-Brennwert
Brennwertkessel
Niedertemperaturkessel
Gas oder Öl, ~1985–2005
Alter Standardkessel
meist vor 1990
Wärmepumpe Luft
Luft-Wasser
Wärmepumpe Erdreich
Sole/Grundwasser
Holz / Pellets
Zentralkessel
Fernwärme
Übergabestation
Strom direkt
Nachtspeicher
Heizkörper
Fußboden
Gemischt
Über die Heizung
Elektrisch dezentral

Maßnahmen wählen & ordnen

Wähle die Maßnahmen für deinen Fahrplan. Die Reihenfolge kannst du mit den Pfeilen ändern – Flächen und Kosten sind mit üblichen Marktwerten vorbelegt und lassen sich anpassen.

€/kWh
€/kWh
Dein Fahrplan
Gesamtinvestition
alle Maßnahmen, brutto
Einsparung
pro Jahr, bei heutigen Preisen
Endenergie
kWh/(m²·a) vorher → nachher
CO₂-Minderung
pro Jahr
Dein Weg durch die Effizienzklassen
Endenergie in kWh/(m²·a) nach jedem Sanierungsschritt – die Balkenfarbe zeigt die erreichte Klasse (GEG Anlage 10).
Die Schritte im Detail
Einsparung jeweils gegenüber dem vorherigen Schritt, bei heutigen Energiepreisen. Statische Amortisation ohne Förderung und Preissteigerung.
Nr.MaßnahmeInvestitionkWh/(m²·a)KlasseEinsparung/aAmortisation
Förderung & gute Reihenfolge
Kein iSFP: Dieser Fahrplan ist eine unverbindliche Modellrechnung mit pauschalen Kosten- und Kennwerten. Der geförderte individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) wird von einem zugelassenen Energieberater nach Vor-Ort-Aufnahme erstellt – und ist die Voraussetzung für den iSFP-Förderbonus.

Vereinfachte Modellrechnung: Heizperioden-Bilanzverfahren mit den pauschalen U-Werten der amtlichen Baualtersklassen (BAnz AT 04.12.2020 B1), Einstufung nach GEG Anlage 10, Kosten als marktübliche Richtwerte. Reale Angebote, Förderung und ein iSFP können deutlich abweichen. Keine Rechts- oder Förderberatung.

Sanierungsfahrplan-Rechner: Sanierung in der richtigen Reihenfolge

Der Sanierungsfahrplan-Rechner zeigt dir Schritt für Schritt, was jede energetische Maßnahme an deinem Haus bringt: Du wählst Dämmung, Fenster, Lüftung und Heizungstausch aus, legst die Reihenfolge fest und siehst je Schritt die Investition, die jährliche Einsparung, die Amortisation und den Sprung auf der Energieeffizienzklassen-Skala A+ bis H (GEG Anlage 10). Kostenlos, ohne Anmeldung – die Eingaben verlassen deinen Browser nicht.

Warum „Hülle vor Heizung"?

Die klassische Sanierungslogik: Erst die Gebäudehülle verbessern (oberste Geschossdecke und Kellerdecke als günstigste Maßnahmen zuerst, dann Fenster und Fassade), erst danach die Heizung tauschen. Der Grund: Nach der Dämmung sinkt die Heizlast – die neue Wärmepumpe kann kleiner dimensioniert werden, läuft mit niedrigeren Vorlauftemperaturen und damit deutlich effizienter. Der Rechner bildet genau das ab: Ändere die Reihenfolge und beobachte, wie sich Einsparung und Amortisation der einzelnen Schritte verschieben.

Was ist ein iSFP – und was ist dieser Rechner?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist das offizielle, staatlich geförderte Beratungsinstrument: Ein zugelassener Energieberater nimmt dein Gebäude vor Ort auf und erstellt einen standardisierten Fahrplan mit Maßnahmenpaketen – inklusive iSFP-Bonus bei der späteren Förderung von Einzelmaßnahmen. Dieser Rechner ersetzt den iSFP nicht, sondern liefert dir vorab ein realistisches Gefühl dafür, welche Maßnahmen sich lohnen und in welcher Reihenfolge – die ideale Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Energieberater oder Handwerksbetrieb.

Häufig gestellte Fragen

Welche Sanierungsreihenfolge ist die richtige?

Als Faustregel gilt: günstige Hüllen-Maßnahmen zuerst (oberste Geschossdecke, Kellerdecke – oft unter 100 €/m² und in Eigenleistung machbar), dann Fenster und Fassade, zum Schluss die Heizung. So wird die neue Heizung auf die gedämmte Hülle ausgelegt. Ausnahme: Wenn die alte Heizung akut ausfällt oder eine Austauschpflicht nach § 72 GEG besteht, kommt der Heizungstausch vor. Der Rechner lässt dich beide Varianten durchspielen.

Was kostet eine energetische Sanierung?

Grobe Richtwerte für ein Einfamilienhaus: oberste Geschossdecke und Kellerdecke je einige Tausend Euro, Fenstertausch und Dachdämmung im mittleren fünfstelligen Bereich, Fassadendämmung (WDVS) ebenfalls, Wärmepumpe komplett installiert im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Eine Komplettsanierung liegt schnell bei 100.000 € und mehr – wird aber durch Förderung und eingesparte Energiekosten erheblich abgefedert. Der Rechner rechnet mit anpassbaren Marktrichtwerten.

Wie funktioniert die Förderung (BEG und iSFP-Bonus)?

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit 15 % bezuschusst (max. 30.000 € förderfähige Kosten je Wohneinheit und Jahr). Mit vorliegendem iSFP verdoppelt sich das Budget auf 60.000 €, und seit der BEG-Reform vom 21.07.2026 gibt es den iSFP-Bonus von 5 % auf den Kostenanteil oberhalb von 30.000 €. Der Heizungstausch läuft separat über die Heizungsförderung der KfW (30 % Basis plus Boni, Deckel 70 % von max. 28.000 €). Alternativ: Steuerbonus § 35c EStG, 20 % über drei Jahre. Die Sätze ändern sich regelmäßig – verlass dich auf den tagesaktuellen Stand bei KfW/BAFA oder deinem Energieberater.

Lohnt sich die Wärmepumpe erst nach der Dämmung?

Eine Wärmepumpe läuft auch im teilsanierten Altbau – entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur. Nach Dämmung von Dach, Fenstern und ggf. Fassade sinkt die Heizlast so weit, dass vorhandene Heizkörper oft mit 50–55 °C auskommen und die Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet. Der Rechner zeigt den Unterschied: Setze den Heizungstausch einmal an den Anfang und einmal ans Ende des Fahrplans und vergleiche die Jahreskosten.

Ist das Ergebnis ein offizieller Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Nein. Der Rechner ist eine unverbindliche Modellrechnung zur Orientierung. Den geförderten iSFP erstellt ein zugelassener Energieberater nach einer Vor-Ort-Aufnahme – nur damit gibt es den iSFP-Bonus bei der BEG-Förderung. Nutze das Ergebnis als Vorbereitung für die Energieberatung.