Steckdosenplaner
Grundriss laden, Maßstab festlegen, Steckdosen, Schalter und Leuchten dorthin setzen, wo sie hin sollen. Am Ende stehen Plan, Legende und Stückliste auf dem Papier — die Grundlage für das Gespräch mit dem Elektrobetrieb. Der Grundriss bleibt dabei auf deinem Gerät.
Zwei Schritte bis zum ersten Symbol
1. Grundriss als Bild laden — hierher ziehen oder über den Knopf oben.
2. Maßstab an einer bekannten Strecke festlegen.
Wofür dieser Plan gut ist
Beim ersten Termin mit dem Elektrobetrieb geht es fast immer gleich los: „Wo soll denn alles hin?“ Wer das vorher aufgeschrieben hat, spart sich zwei Ortstermine und die Diskussion darüber, was besprochen war. Genau dafür ist dieses Werkzeug da — es hält fest, wo du welchen Anschluss haben möchtest, und in welcher Höhe.
Was es nicht ist: eine Ausführungsplanung. Es rechnet keine Querschnitte, teilt keine Stromkreise auf und prüft keine Schutzmaßnahmen. Diese Arbeit macht die Elektrofachkraft, und sie muss sie machen — Änderungen an der festen Installation sind keine Heimwerkerarbeit.
So gehst du vor
- Grundriss laden. Ein Foto oder ein Bildausschnitt der Architektenzeichnung reicht. Am besten gerade fotografiert und so, dass eine Bemaßung mit im Bild ist. Wenn du erst einmal schauen willst, wie sich das anfühlt: es liegt ein Beispielgrundriss bereit.
- Maßstab festlegen. Zwei Punkte auf einer Strecke anklicken, deren Länge du kennst, und das Maß eintragen. Ohne diesen Schritt sind alle Abstände im Plan wertlos — deshalb weist das Werkzeug darauf hin, bis es erledigt ist. Steht er, lässt sich rechts in der Werkzeugleiste über Raster ein Hilfsnetz zuschalten — 10 cm bis 1 m, jeder volle Meter kräftiger. Es hilft beim Abschätzen und wird nicht mitgedruckt.
- Räume aufziehen. Freiwillig, aber es lohnt sich: mit „Raum aufziehen“ ein Rechteck grob über jeden Raum ziehen. Ab dann kennt das Werkzeug die Wände und richtet alles Weitere danach aus: Symbole legen sich an die Wand, und beim Messen und Bemaßen rasten die Punkte auf Wandkanten und Raumecken ein.
- Symbole setzen. Links ein Symbol wählen, in den Plan klicken. Das Werkzeug bleibt aktiv, du kannst also gleich die nächste Steckdose setzen. Zu jedem Symbol lassen sich rechts Raum, Höhe, Wandabstand, Stromkreis, Schaltung und eine Bemerkung hinterlegen.
- Doppeldosen und Kombinationen. Mehrfachsteckdosen gibt es nicht als eigenes Symbol — sie entstehen so, wie sie auch auf der Wand entstehen: zwei Steckdosen im Plan ineinanderziehen, und beide sitzen in einem Rahmen. Genauso lassen sich eine Steckdose, eine TV-Dose und eine Netzwerkdose zusammenlegen oder mehrere Schalter zu einer Batterie. Die Legende schreibt aus, welche Einheit an welcher Stelle sitzt. Die Umschalttaste beim Loslassen legt das Symbol einfach daneben, statt es einzureihen. Steckdosen im selben Rahmen stoßen bündig aneinander, sobald sie auf demselben Stromkreis liegen — ihre Kontaktbalken bilden dann einen durchgehenden Strich. Liegen sie auf verschiedenen Kreisen oder steht noch keiner fest, bleibt eine Fuge dazwischen: was an zwei Sicherungen hängt, darf im Plan nicht wie ein Gerät aussehen.
- Reihen aus Deckenpunkten. Einbauspots, Deckenauslässe und Wandauslässe liegen selten einzeln. Ist eines dieser drei Werkzeuge gewählt, erscheint in der Werkzeugleiste das Häkchen Als Reihe. Damit fragt der nächste Klick nach Richtung, Abstand und Anzahl und setzt die ganze Flucht auf einmal. Ein Glied ziehen verschiebt die Reihe als Ganzes, und beim Verknüpfen gilt der Klick ab dem getroffenen Glied für alle folgenden — der Klick auf den ersten Spot schaltet also die ganze Reihe. Am ausgewählten Glied steht der Abstand zum Nachbarn im Plan; die Knöpfe − und + daneben stellen die Teilung der ganzen Reihe. Ohne Häkchen bleibt alles wie bisher: ein Klick, ein Symbol.
- Verknüpfen. Über „Verknüpfen“ erst den Schalter anklicken, dann die Leuchte, den Wandauslass oder die schaltbare Steckdose, die er einschaltet. Damit steht im Plan, welcher Schalter was tut.
- Drucken. Der Ausdruck bringt den Plan auf ein Blatt A4 quer, mit der Übersicht daneben — Schaltungen, Stromkreise, Symbolschlüssel — und dahinter dasselbe noch einmal groß über die ganze Seite. Es folgen die Legende mit allen Angaben, ein Blatt mit den Schaltungen und eine Stückliste über das ganze Projekt. Damit lässt sich eine Anfrage schreiben.
Zu den Symbolen
Die Symbole in diesem Werkzeug sind bewusst einfache Grundformen mit Kürzel: Kreis für Steckdosen, Quadrat für Schalter, Raute für Beleuchtung, Sechseck für Kommunikation, Dreieck für Melder, Rechteck für Festanschlüsse, Doppelrechteck für die Verteilung. Sie sind an die üblichen Schaltzeichen angelehnt, geben sie aber nicht normgerecht wieder. Für die Verständigung mit dem Elektriker reicht das vollkommen — die Legende schreibt ohnehin aus, was gemeint ist.
Die Höhenangaben
Jedes Symbol bringt eine übliche Einbauhöhe über Fertigfußboden mit: rund 30 cm für Steckdosen, etwa 105 cm für Schalter, rund 115 cm für Steckdosen über der Arbeitsplatte. Das sind gebräuchliche Richtwerte aus der Praxis, keine verbindlichen Vorschriften. Sie lassen sich bei jedem Symbol überschreiben, und das ist oft auch nötig: Möbelhöhen, ein Fliesenspiegel, eine Fensterbank oder der Wunsch nach Barrierefreiheit verschieben diese Werte. Was am Ende gilt, legst du mit deinem Elektrobetrieb fest.
Schaltungen: welcher Schalter schaltet was
Ein Plan, in dem Schalter und Leuchten nur nebeneinander stehen, lässt die wichtigste Frage offen — was schaltet dieser Schalter eigentlich? Dafür gibt es die Schaltungen. Eine Schaltung fasst zusammen, was zusammengehört: den Schalter und das, was er einschaltet, also die Leuchte, den Wandauslass oder die schaltbare Steckdose. Sie bekommt eine Marke — einen Kleinbuchstaben —, und der steht im Plan neben beiden Symbolen. Auf dem Papier ist damit zu sehen, welche Lampe an welchem Schalter hängt.
Am schnellsten geht es über Verknüpfen in der Werkzeugleiste: erst den Schalter anklicken, dann alles, was er schaltet. Ein zweiter Klick auf dieselbe Leuchte löst die Verbindung wieder. Die Schaltung legt das Werkzeug dabei selbst an, den Namen kannst du danach ändern. Wer lieber einzeln arbeitet, findet dasselbe Feld rechts in den Eigenschaften jedes Symbols.
Drei Fälle deckt das ab. Ein Schalter, eine Leuchte ist der Normalfall. Hängen zwei Schalter an derselben Marke, wird dieselbe Leuchte von zwei Stellen aus geschaltet — eine Wechselschaltung. Und ein Serienschalter trägt zwei Marken, weil er zwei Dinge unabhängig voneinander schaltet.
Schalter, bei denen noch nicht feststeht, was sie tun sollen, bekommen im Plan einen gestrichelten Ring, und die Statuszeile zählt sie mit. Im Ausdruck stehen sie unter den offenen Punkten — damit die Frage beim Termin auf den Tisch kommt und nicht später auf der Baustelle.
Was auf dem Planblatt steht
Mit dem ersten Blatt wird gearbeitet — auf der Baustelle blättert niemand. Neben dem Grundriss steht deshalb alles, was zum Lesen des Plans nötig ist: die Schaltungen mit ihren Marken und den Nummern, die sie schalten, die Stromkreise mit Absicherung und Leitungstyp, die Einbauhöhen, die vom Richtwert abweichen, und der Schlüssel zu den Kürzeln. Passt die Übersicht nicht neben den Grundriss, rückt sie darunter. Vollständig steht ohnehin alles auf den Blättern dahinter.
Hinter jedem Planblatt liegt dasselbe noch einmal, aber so groß, wie die Seite hergibt: ohne die Übersicht daneben, ohne Kürzel an den Symbolen, mit einer Kopfzeile von einer Zeile. Nummer und Schaltmarke bleiben stehen — ohne sie ließe sich zu keinem Punkt mehr nachschlagen, was er ist. Ist der Grundriss höher als breit, kommt dieses eine Blatt im Hochformat, weil der Plan dann deutlich größer wird. Das ist das Blatt, das an die Wand kommt; abschalten lässt es sich unter „Anzeige und Ausdruck“.
Was im Plan zu sehen ist, entscheidest du unter Anzeige und Ausdruck in der rechten Spalte: Nummern, Kürzel, Schaltmarken, Bemaßungen, Wandabstände, Kombinationsrahmen und die Farben der Stromkreise. Diese Häkchen gelten für die Ansicht und für das Papier zugleich — du druckst den Plan, mit dem du gearbeitet hast, und nicht einen anderen. Darunter lässt sich einzeln abwählen, was in der Übersicht neben dem Plan erscheinen soll.
Räume aufziehen — und was daraus folgt
Mit „Raum aufziehen“ ziehst du ein Rechteck grob über einen Raum. Das muss nicht genau sein; es reicht, wenn die Kanten ungefähr auf den Wänden liegen. Ein Raum über Eck bekommt zwei Rechtecke — der Knopf am Raum in der Liste hängt eine weitere Fläche an.
Ab dann weiß das Werkzeug, wo die Wände sind, und nimmt dir vier Dinge ab:
- Die Beschriftung weicht der Wand aus. An der oberen Wand hängen Nummer, Marke und Kürzel unter dem Symbol, an der unteren klappen sie nach oben — statt in der schwarzen Wand zu verschwinden.
- Symbole richten sich aus. Ziehst du eine Steckdose an eine Kante, springt sie auf die Wandlinie und dreht sich mit dem Rücken zur Wand. Die Umschalttaste lässt sie dort, wo du sie loslässt.
- Die Raumzuordnung passiert von selbst. Ein Symbol in der Fläche gehört dem Raum — du musst es nicht mehr einzeln zuordnen. Wer im Eigenschaftenfeld von Hand einen Raum wählt, behält ihn; ab dann wird dieses Symbol nicht mehr nachgeführt.
- Die Fläche rechnet sich aus dem Maßstab statt getippt zu werden — und damit stimmen auch die Richtwerte beim Ausstattungsabgleich ohne weiteres Zutun.
In der Raummitte steht ein feines Kreuz. Dorthin gehört im Regelfall der Leuchtenauslass, und Deckensymbole — Auslass, Spot, Melder — rasten beim Setzen darauf ein, wenn sie nah genug kommen. Auch das hebt die Umschalttaste auf.
Die Rechtecke selbst sind Hilfslinien und kommen nie aufs Papier. Auf dem Ausdruck steht in der Raummitte nur der Name mit der Fläche — und wenn dein Grundriss die Raumnamen schon enthält, schaltest du das unter „Anzeige und Ausdruck“ ab.
Ausstattung prüfen
Wer mag, kann die gesetzten Symbole je Raum gegen Richtwerte für die Ausstattung halten — drei Stufen, von der Grundausstattung bis zum Komfort. Die Anzeige ist eine Ampel mit Klartext, sie ändert nichts an deinem Plan und schaltet auch nichts frei.
Die Werte stammen aus derselben Tabelle wie im Elektroplanung-Fragebogen und orientieren sich an den Ausstattungsstufen für Wohngebäude. Sie sind als Orientierung zu verstehen, nicht als geprüfte Normwerte. Maßgeblich ist die Norm in ihrer aktuellen Fassung.
Beide Werkzeuge zusammen
Der Elektroplanung-Fragebogen sammelt das Was: Heizung, Smart Home, Wallbox, Ausstattungswunsch je Raum. Dieses Werkzeug hier ergänzt das Wo. Am sinnvollsten nimmt man beides mit zum Termin — den Fragebogen als PDF, den Plan auf Papier.
Wo die Daten bleiben
Der Grundriss und alle Eingaben werden ausschließlich im Browser verarbeitet und im lokalen Speicher deines Geräts abgelegt. Nichts davon wird an einen Server übertragen — das Werkzeug hat gar keine Gegenstelle, mit der es sprechen könnte. Wer den Plan weitergeben oder auf einem anderen Gerät weiterarbeiten möchte, exportiert ihn als JSON-Datei; der Grundriss steckt dann mit in der Datei. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Ein Hinweis dazu: Der lokale Speicher des Browsers ist kein Archiv. Er wird geleert, wenn du die Browserdaten löschst, und im privaten Fenster überlebt er die Sitzung nicht. Für alles, was dir wichtig ist, nimm den Export.
Häufige Fragen
Kann ich mehrere Etagen planen?
Ja. Jede Etage bekommt einen eigenen Grundriss, einen eigenen Maßstab und eine eigene Symbolnummerierung. Räume gehören ebenfalls zur Etage — ein Bad im Erdgeschoss und eines im Obergeschoss sind zwei verschiedene Räume.
Warum kann ich kein PDF hochladen?
Weil das Werkzeug ohne fremde Bibliotheken auskommen soll. Der Umweg ist kurz: den Plan im PDF-Betrachter anzeigen, einen Bildschirmausschnitt aufnehmen und diesen laden. Achte darauf, dass eine Bemaßung mit im Bild ist, dann geht der Maßstab schnell.
Was passiert, wenn ich den Grundriss austausche?
Die gesetzten Symbole bleiben an ihren Bildkoordinaten stehen. Passt das neue Bild nicht zum alten, stehen sie an der falschen Stelle — das Werkzeug fragt deshalb nach, bevor es ein vorhandenes Bild ersetzt.
Funktioniert das auf dem Handy?
Ansehen und drucken ja, zeichnen nur eingeschränkt. Symbole millimetergenau zu setzen ist eine Aufgabe für Maus oder mindestens ein Tablet mit Stift. Am Telefon lässt sich ein vorhandener Plan durchsehen und ausdrucken.