Dämmungsrechner

Lohnt sich die Dämmung? Einsparung, Amortisation und optimale Dämmstärke – mit GEG-Check

Außenwand (WDVS)
außen, inkl. Gerüst & Putz
Kerndämmung
Einblasdämmung, zweischalige Wand
Oberste Geschossdecke
begehbar, zum kalten Dachboden
Dachschräge innen
Zwischensparren + Aufdopplung
Aufsparrendämmung
inkl. Neueindeckung
Flachdach
Aufdachdämmung
Kellerdecke
unterseitig, zum kalten Keller
W/m²K
14 cm
€/m²
€/kWh
%/a
Amortisation
mit Preissteigerung
U-Wert
vorher → nachher, W/(m²K)
Einsparung
pro Jahr
Investition
gesamt, brutto
Amortisation und Einsparung nach Dämmstärke
Die ersten Zentimeter bringen am meisten – ab einem gewissen Punkt verlängert jeder weitere cm die Amortisation kaum spürbar sinkender Verluste. Der Marker zeigt deine gewählte Stärke.
Amortisation (Jahre) Einsparung (€/Jahr) Deine Wahl
Langfrist-Bilanz
Energie
kWh Endenergie pro Jahr
CO₂-Minderung
pro Jahr
Bilanz über 30 Jahre
Ersparnis minus Investition
Förder-Hinweis
Stand 08/2026
→ Ganzen Fahrplan planen

Vereinfachte Rechnung: Einsparung = ΔU × Fläche × Temperaturkorrekturfaktor × 70 kKh/a Heizgradstunden × Anlagenaufwandszahl. Reale Einsparungen hängen von Wärmebrücken, Nutzerverhalten und Ausführungsqualität ab. U-Wert-Vorbelegung nach amtlichen Baualtersklassen (BAnz AT 04.12.2020 B1), Anforderungswerte nach GEG Anlage 7. Keine Rechts- oder Förderberatung.

Dämmungsrechner: Lohnt sich die Dämmung wirklich?

Der Dämmungsrechner beantwortet die wichtigste Frage vor jeder Dämm-Maßnahme: Wann hat sich die Investition bezahlt gemacht? Du wählst das Bauteil – Fassade, Kerndämmung, Dach, oberste Geschossdecke, Flachdach oder Kellerdecke –, die Dämmstärke und deine Heizung. Der Rechner zeigt U-Wert vorher/nachher, die jährliche Einsparung in kWh und Euro, die Amortisationszeit mit und ohne Energiepreissteigerung, die CO₂-Minderung und als Kurve die optimale Dämmstärke. Dazu prüft er, ob die geplante Dämmung die GEG-Anforderungen (Anlage 7) erfüllt.

Typische Kosten und Amortisationszeiten

Marktübliche Komplettpreise 2026 (inkl. Montage) und realistische Amortisationsspannen bei heutigen Energiepreisen:

MaßnahmeKostenAmortisationEinordnung
Oberste Geschossdecke (begehbar, 20 cm)40–80 €/m²2–8 JahreDie rentabelste Maßnahme – oft in Eigenleistung machbar
Kerndämmung / Einblasdämmung25–50 €/m²3–6 JahreSehr günstig, aber nur bei zweischaligem Mauerwerk möglich
Kellerdecke unterseitig (10 cm)22–83 €/m²7–9 JahreWarme Füße inklusive; DIY deutlich schneller rentabel
Fenster 3-fach (zum Vergleich)600–1.400 €/Stück7–14 JahreMeist im Zuge ohnehin fälliger Erneuerung
Zwischensparrendämmung Dach55–150 €/m²10–20 JahreSinnvoll beim Dachausbau
WDVS Fassade (14–16 cm)130–250 €/m²14–30 Jahre (Vollkosten)
~8 Jahre (nur Mehrkosten)
Rechnet sich vor allem, wenn die Fassade ohnehin fällig ist
Aufsparrendämmung inkl. Neueindeckung150–350 €/m²18–25 Jahre (bei fälligem Dach)Nur im Zuge der Neueindeckung wirtschaftlich

Das Sowieso-Kosten-Prinzip

Bei Fassade und Dach entscheidet die Betrachtungsweise über das Ergebnis: Muss die Fassade ohnehin neu verputzt werden (35–80 €/m²) oder das Dach ohnehin neu gedeckt, zählen für die Wirtschaftlichkeit der Dämmung nur die energiebedingten Mehrkosten – und die Amortisation verkürzt sich um den Faktor 2 bis 5. Genau deshalb gilt die Handwerkerregel: Dämmen, wenn das Gewerk sowieso ansteht. Der Rechner hat dafür einen eigenen Schalter. Übrigens: Wer mehr als 10 % einer Bauteilfläche erneuert, muss nach GEG Anlage 7 ohnehin dämmen (z. B. Außenwand auf U ≤ 0,24 W/(m²K)).

Häufig gestellte Fragen

Welche Dämmung lohnt sich am meisten?

Die oberste Geschossdecke und – falls das Mauerwerk zweischalig ist – die Kerndämmung: geringe Kosten, große Wirkung, Amortisation oft unter 5 Jahren. Danach folgt die Kellerdecke. Fassade und Dach rechnen sich vor allem dann, wenn Putz oder Eindeckung ohnehin fällig sind (Sowieso-Kosten-Prinzip).

Was ist die optimale Dämmstärke?

Die ersten Zentimeter bringen den Löwenanteil: Von U = 1,4 auf 0,35 W/(m²K) kommt man schon mit ~10 cm; eine Verdopplung auf 20 cm halbiert den Restverlust nur noch. Wirtschaftlich optimal sind je nach Bauteil und Kostenstruktur meist 12–20 cm (WLS 035). Da der Arbeitsanteil fix ist, kostet mehr Dämmstoff aber relativ wenig – wer einmal dämmt, sollte eher dicker dämmen und dabei die Förder- und GEG-Grenzwerte gleich mit erfüllen. Die Kurve im Rechner zeigt den Verlauf für deinen Fall.

Welche U-Werte schreibt das GEG bei Sanierung vor?

Bei Änderung von mehr als 10 % einer Bauteilfläche gelten die Höchstwerte der Anlage 7: Außenwand, Dachschrägen und oberste Geschossdecke 0,24, Flachdach 0,20, Fenster 1,3, Kellerdecke (unterseitig gedämmt) 0,50, Wände und Böden gegen Erdreich 0,30 W/(m²K). Für die BEG-Förderung gelten nochmals strengere Werte (z. B. Außenwand ≤ 0,20). Der Rechner prüft die Anlage-7-Grenze automatisch.

Wird die Dämmung gefördert?

Ja: Als BEG-Einzelmaßnahme gibt es 15 % Zuschuss (mit iSFP: höheres Kostenbudget und Bonus, Stand 08/2026), alternativ den Steuerbonus nach § 35c EStG mit 20 % über drei Jahre. Voraussetzung sind die technischen Mindestanforderungen der Förderung (strenger als das GEG) und die Antragstellung vor Beauftragung. Die Sätze ändern sich regelmäßig – aktuellen Stand bei BAFA/KfW prüfen.

Führt Dämmung zu Schimmel?

Im Gegenteil: Eine fachgerecht ausgeführte Außendämmung erhöht die Oberflächentemperatur der Innenwände und senkt damit das Schimmelrisiko. Kritisch sind dichte neue Fenster ohne Lüftungskonzept sowie schlecht geplante Innendämmung. Nach einem Fenstertausch gehört ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 dazu – siehe unser Lüftungsbedarfsrechner.