Leitungsrechner nach VDE

Kabelquerschnitt berechnen.

Querschnitt und Spannungsfall für deine Leitung – mit den passenden Verlegebedingungen.

Kostenlos · Ohne Anmeldung · Berechnung im Browser

Kabelaufbau im Querschnitt Schematisches fünfadriges Kabel mit äußerem Mantel, isolierten Adern und metallischen Leitern. Die markierte Fläche S bezeichnet den Querschnitt eines einzelnen Leiters. S in mm²Fläche eines LeitersKabelmantelAderisolierungKABELAUFBAU · SCHEMATISCH
230 V / 400 VWechsel- und Drehstrom
Kupfer & AluminiumMaterial passend wählen
8 VerlegeartenMit Temperatur und Häufung
LEITUNGSDIMENSIONIERUNG

Deine Leitung berechnen

Nach DIN VDE 0298-4, DIN VDE 0100-430, DIN 18015-1 · Stand 02.09.2026

HIER STARTEN

Last und Länge eintragen, Spannung wählen.

Ampere · Stromstärke des Verbrauchers

Meter · einfache Strecke zum Verbraucher

230 V Wechselstrom · 400 V Drehstrom

Schnellwahl — setzt Netzform und Last, cos φ bleibt bei 1; alles bleibt änderbar
ExpertenparameterAbsicherung, Material und weitere Bedingungen anpassen

Leitung wird für In bemessen: In ≤ Iz (DIN VDE 0100-430), Spannungsfall mit In (DIN 18015-1, 5.2.1).

Wie ist die Leitung verlegt?

Einbausituationen im Querschnitt vergleichen und die passende Verlegeart wählen.

VERLEGEART IM DETAIL

Technischer Querschnitt · beispielhafte Ausführung, nicht maßstäblich. Aderzahl und Farben sind schematisch.

Eigene Zeichnungen nach den Referenzdarstellungen von ABB · Seite 3 und Schneider Electric · Abb. G10.

Umgebung & Grenzwerte

Die Bedingungen vor Ort für die Dimensionierung berücksichtigen.

Vorgabe 1 für ohmsche Verbraucher (Steckdosen, Herd, Durchlauferhitzer, Wallbox). Motoren und Wärmepumpen 0,85 bis 0,9, LED-Beleuchtung 0,9 bis 0,95. Ist der Wert unbekannt, nimmt DIN VDE 0100-520 Anhang G 0,8 an.

AKTUELLES ERGEBNISWerte ergänzen, dann wird hier gerechnet.
Live-Vorschau — so sieht die Leitung aus

Haftungsausschluss: Dieses Tool dient als Hilfsmittel. Es ersetzt nicht die Planung durch eine Elektrofachkraft. Keine Haftung für die Ergebnisse.

Anleitung: Kabelquerschnitt in drei Schritten berechnen

Der Rechner beantwortet für einen Stromkreis zwei Fragen: Welcher Querschnitt trägt den Strom, ohne zu warm zu werden (Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4), und welcher Querschnitt hält den Spannungsfall unter der Vorgabe (DIN VDE 0100-520, DIN 18015-1). Der größere von beiden gewinnt. Die Live-Vorschau rechnet bei jeder Eingabe sofort mit, du siehst also schon beim Tippen, welche Eingabe den Querschnitt treibt.

1 · Last und LängeSchnellwahl anklicken oder Strom bzw. Leistung, Absicherung und Leitungslänge eintragen.
2 · Leitung und UmgebungNetzform, Material, Verlegeart als Bildkarte, Häufung, Umgebungstemperatur und die Grenze für den Spannungsfall.
3 · Ergebnis und Liste„Berechnung zur Liste hinzufügen“ zeigt Querschnitt mit Begründung, sammelt alle Stromkreise und exportiert sie als PDF, CSV oder JSON.

Schritt 1: Last, Absicherung und Länge

Die Schnellwahl setzt für typische Stromkreise Netzform und Last, zum Beispiel „Steckdosen 16 A“ oder „Wallbox 11 kW“. Der Leistungsfaktor steht immer auf cos φ = 1; wer einen Motor oder eine Wärmepumpe mit 0,9 rechnen will, trägt das bei den Expertenparametern ein. Alles bleibt danach änderbar. Als Berechnungsgrundlage nimmst du entweder den Betriebsstrom in Ampere oder die Leistung in kW, aus der der Rechner den Strom bildet (bei 230 V über U · cos φ, bei Drehstrom über √3 · 400 V · cos φ). Die Absicherung In steht auf „automatisch“ und nimmt den nächsten Normwert über dem Betriebsstrom, du kannst aber jeden Leitungsschutzschalter von 6 bis 250 A vorgeben. Wichtig: Die Leitung wird für In bemessen, nicht für den Betriebsstrom, so verlangt es DIN VDE 0100-430. Die Leitungslänge ist die einfache Strecke vom Verteiler bis zum Verbraucher, den Rückweg rechnet die Formel selbst.

Animation: Schnellwahl Wallbox 11 kW anklicken, Länge 25 Meter eintippen, Drehstrom-Lastart auf unsymmetrisch stellen — die Live-Vorschau zeichnet die Leitung mit fünf Adern und zeigt 4 mm² mit Begründung
Schritt 1: Schnellwahl, Länge, Lastart. Die Live-Vorschau zeigt Querschnitt, Absicherung und Spannungsfall, bevor etwas gespeichert ist.

Schritt 2: Leitung und Umgebung

Netzform: Wechselstrom 230 V für Steckdosen, Licht und einphasige Geräte, Drehstrom 400 V für Herd, Wallbox, Wärmepumpe, Durchlauferhitzer, Motoren und Verteilerzuleitungen. Bei Drehstrom fragt der Rechner die Lastart: „symmetrisch“ für Motoren und Geräte, die alle drei Außenleiter gleich belasten, „unsymmetrisch“, wenn der Neutralleiter Strom führt, etwa beim Herd oder bei einer Unterverteilung mit einphasigen Abgängen. Unsymmetrisch rechnet den Spannungsfall für den höchstbelasteten Außenleiter mit Rückweg über N und ist damit die sichere Seite.

Verlegeart: Die acht Bildkarten zeigen, wie die Leitung liegt. C (Mantelleitung auf oder in der Wand, der NYM-Normalfall) ist vorgewählt. A1 und A2 in wärmegedämmten Wänden geben die niedrigsten Werte, E und F auf der Pritsche die höchsten, D ist das Erdkabel im Rohr. Häufung: Liegen mehrere belastete Stromkreise zusammen im Kanal, im Rohr oder unter Putz, sinkt die Belastbarkeit jedes einzelnen, bei drei Kreisen auf 70 %. Umgebungstemperatur: 30 °C Luft ist der Normbezug, im Dachgeschoss oder Heizraum sind 35 bis 45 °C realistisch. Max. Spannungsfall: 3 % ist der Wert nach DIN 18015-1 zwischen Zähler und Verbraucher, 4 % erlaubt DIN VDE 0100-520 vom Hausanschluss aus. Für lange Zuleitungen zur Unterverteilung ist 0,5 bis 1 % üblich, damit für die Endstromkreise noch Reserve bleibt.

Animation: Steckdosenkreis 16 A mit 20 m, dann Verlegeart von C auf A1 umschalten, Häufung auf 3 Stromkreise stellen und Umgebungstemperatur 45 Grad — die Live-Vorschau zeigt, wie der Querschnitt von 2,5 über 4 auf 6 mm² steigt, jeweils mit Grund Erwärmung; zuletzt Länge 35 m, der Spannungsfall-Balken wächst
Schritt 2: Derselbe Steckdosenkreis, erst 2,5 mm². Gedämmte Wand (A1), drei Stromkreise und 45 °C treiben ihn auf 6 mm², die Vorschau nennt jeweils den Grund. Die Länge bewegt danach nur noch den Spannungsfall-Balken.

Schritt 3: Ergebnis lesen, Liste führen, exportieren

„Berechnung zur Liste hinzufügen“ zeigt den Querschnitt groß, darunter den Spannungsfall mit In in Volt und Prozent und die beiden Teilergebnisse: nach Erwärmung mit der Belastbarkeit Iz des gewählten Querschnitts und nach Spannungsfall. Ein gelber Hinweis erscheint, wenn die Länge den Querschnitt nach oben gezogen hat, ein blauer bei Wallboxen wegen der 32-A-Regel der DIN 18015-1. Jede Berechnung landet in der Projektliste, die im Browser gespeichert bleibt. „Laden“ holt einen Eintrag zurück ins Formular, Drucken / PDF erzeugt eine Übersicht aller Stromkreise, CSV und JSON sind für Tabellenkalkulation und Archiv. „Ergebnis-Link kopieren“ packt die Eingaben in die Adresse, damit ein Kollege denselben Stand sieht.

Animation: Steckdosenkreis 16 A mit 20 m eingeben und zur Liste hinzufügen, das Ergebnis 2,5 mm² mit den Teilergebnissen nach Erwärmung und Spannungsfall erscheint, darunter die Projektliste mit Wallbox 1 und Steckdosenkreis 2 samt Export-Knöpfen
Schritt 3: Ergebnis mit Begründung und Hinweis, darunter die Projektliste mit allen Stromkreisen und den Knöpfen für JSON, CSV und Drucken / PDF.

Beispiele aus der Praxis

Alle Beispiele sind mit diesem Rechner gerechnet: Kupfer, NYM 70 °C, Verlegeart C, 30 °C und keine Häufung, wenn nichts anderes steht. Der Spannungsfall ist mit dem Bemessungsstrom In der Absicherung gerechnet, so wie DIN 18015-1 es verlangt.

Beispiel 1: Steckdosenkreis 16 A, 20 m

EingabenWechselstrom 230 V, 16 A, LS B16, 20 m, cos φ 1, max. 3 %
Erwärmung: 1,5 mm² trägt 19,5 A ≥ 16 A. Spannungsfall: 1,5 mm² läge über 3 %, 2,5 mm² ergibt 5,71 V = 2,48 %. Ergebnis 2,5 mm², Grund Spannungsfall.

Der Klassiker. Thermisch würde 1,5 mm² reichen, die Länge entscheidet. Ab etwa 24 m wäre selbst 2,5 mm² über 3 %, bei 35 m landet man bei 4 mm² (2,72 %).

Beispiel 2: Lichtkreis 10 A, 30 m

EingabenWechselstrom 230 V, 10 A, LS B10, 30 m, cos φ 0,95
1,5 mm² trägt 19,5 A, der Spannungsfall mit 10 A über 30 m verlangt aber 2,5 mm² (5,10 V = 2,22 %). Ergebnis 2,5 mm².

Lange Lichtkreise durchs ganze Geschoss sind der häufigste Grund, warum 1,5 mm² nicht mehr reicht. Mit 20 m wäre 1,5 mm² noch in Ordnung.

Beispiel 3: Herd, Drehstrom unsymmetrisch, 15 m

EingabenDrehstrom 400 V, Lastart unsymmetrisch, 16 A, LS B16, 15 m, cos φ 1
Erwärmung: 1,5 mm² trägt bei 3 belasteten Adern 17,5 A. Spannungsfall unsymmetrisch (Außenleiter und N, 230 V): 2,5 mm² → 4,29 V = 1,86 %. Ergebnis 2,5 mm².

Wählst du „symmetrisch“, rechnet der Rechner mit b = 1 gegen 400 V und kommt auf 1,5 mm² (1,55 %). Beim Herd mit Backofen auf einer Phase ist unsymmetrisch die richtige Wahl.

Beispiel 4: Wallbox 11 kW, 25 m

EingabenSchnellwahl „Wallbox 11 kW“, Drehstrom unsymmetrisch, 25 m, Bezeichnung „Wallbox 1“
IB = 11 000 / (√3 · 400) = 15,9 A, In automatisch 16 A. Wegen des Namens greift DIN 18015-1 5.3.2: Zuleitung mit Iz ≥ 32 A, das ergibt 4 mm² (32 A). Spannungsfall mit 4 mm²: 4,46 V = 1,94 %. Ergebnis 4 mm².

Die 32-A-Regel gilt für Ladeeinrichtungen im Wohngebäude unabhängig von der Ladeleistung, damit später 22 kW möglich sind. Der Rechner erkennt Wallbox, Ladepunkt, Ladestation und ähnliche Wörter in der Bezeichnung und zeigt einen blauen Hinweis.

Beispiel 5: Wallbox 22 kW, 40 m

EingabenDrehstrom symmetrisch, 22 kW, cos φ 1, 40 m, Bezeichnung „Wallbox 2“
IB = 31,8 A, In = 32 A. Erwärmung: 4 mm² trägt genau 32 A. Spannungsfall über 40 m: 4 mm² wäre über 3 %, 6 mm² ergibt 8,25 V = 2,07 % von 400 V. Ergebnis 6 mm², Grund Spannungsfall.

Bei Ladeeinrichtungen lohnt eine strengere Vorgabe: Mit max. 1,5 % kommt 10 mm² heraus. Das spart Ladeverluste über Jahre.

Beispiel 6: Wärmepumpe 4 kW, cos φ 0,9, 20 m

EingabenDrehstrom symmetrisch, 4 kW, cos φ 0,9, 20 m
IB = 6,4 A, In automatisch 10 A. 1,5 mm² trägt 17,5 A, Spannungsfall mit 10 A: 4,65 V = 1,17 %. Ergebnis 1,5 mm².

In der Praxis wird man hier trotzdem 2,5 mm² legen: Anlaufströme des Verdichters, Reserve für ein größeres Gerät und die Absicherung nach Herstellerangabe (oft C16). Trag dann 16 A als Absicherung ein, und der Rechner prüft die Leitung dafür.

Beispiel 7: Durchlauferhitzer 21 kW, 12 m

EingabenDrehstrom symmetrisch, 21 kW, cos φ 1, 12 m
IB = 30,3 A, In = 32 A. 4 mm² trägt in Verlegeart C bei 3 Adern 32 A, genau die Grenze. Spannungsfall 3,71 V = 0,93 %. Ergebnis 4 mm².

Sobald die Leitung unter Putz in einer gedämmten Außenwand liegt (A2) oder ein zweiter Stromkreis danebenliegt, reicht 4 mm² nicht mehr, und es werden 6 mm². Verlegeart und Häufung ehrlich angeben.

Beispiel 8: Zuleitung Unterverteilung 63 A, 30 m, mit Faktoren

EingabenDrehstrom symmetrisch, 63 A, cos φ 0,9, 30 m, Verlegeart B2 (im Rohr auf der Wand), Häufung 2 Stromkreise, 35 °C
Erwärmung: 35 mm² trägt in B2 99 A, mal 0,94 (35 °C) mal 0,80 (Häufung) = 74,4 A ≥ 63 A, 25 mm² läge mit 60,2 A darunter. Spannungsfall: 1,99 V = 0,50 %. Ergebnis 35 mm², Grund Erwärmung.

Dieselbe Zuleitung ohne Faktoren in Verlegeart C ergibt 16 mm² (76 A, ΔU 1,06 %). Die beiden Faktoren zusammen verdoppeln hier den Querschnitt. Genau dafür ist der Rechner da.

Beispiel 9: Gartenhaus, Erdkabel 60 m

EingabenWechselstrom 230 V, 16 A, 60 m, Verlegeart D (Erdverlegung im Rohr, NYY 70 °C)
Erwärmung: 1,5 mm² trägt im Erdreich 22 A. Spannungsfall mit 16 A über 60 m: erst 10 mm² bleibt unter 3 % (4,29 V = 1,86 %). Ergebnis 10 mm².

Wer nur Licht und eine Steckdose braucht, kann die Absicherung auf 13 A setzen: dann reicht 6 mm² (2,52 %). Der Spannungsfall wird mit In gerechnet, eine kleinere Sicherung hilft also direkt.

Beispiel 10: Werkstatt, Pritsche im warmen Raum

EingabenDrehstrom symmetrisch, 32 A, 35 m, Verlegeart E (Kabelpritsche), 40 °C, Häufung 3 Stromkreise
Erwärmung: 10 mm² trägt in E 60 A, mal 0,87 (40 °C) mal 0,70 = 36,5 A ≥ 32 A; 6 mm² käme auf 26,2 A. Spannungsfall: 1,09 %. Ergebnis 10 mm², Grund Erwärmung.

Ohne Häufung und bei 30 °C wären es 4 mm². Wer die Stromkreise auf der Pritsche mit Abstand verlegt, kann die Häufung auf 1 setzen.

Beispiel 11: Aluminium-Hauptleitung 100 A, 50 m

EingabenDrehstrom symmetrisch, 100 A, cos φ 0,9, 50 m, Aluminium, Verlegeart E
Erwärmung: 50 mm² Al trägt in E 117 A. Spannungsfall: 5,87 V = 1,47 %. Ergebnis 50 mm² Al.

Aluminium hat nur 35 statt 56 m/(Ω·mm²) Leitfähigkeit und ist erst ab 16 mm² tabelliert. Mit Kupfer wären es 35 mm². Die Klemmstellen brauchen für Aluminium geeignete Verbinder.

Beispiel 12: Strenge Vorgabe 1,5 % für den Steckdosenkreis

Eingabenwie Beispiel 1, aber max. Spannungsfall 1,5 %
4 mm² käme auf 1,55 %, also erst 6 mm² mit 2,38 V = 1,04 %. Ergebnis 6 mm².

So sieht man, was die Vorgabe kostet. 3 % nach DIN 18015-1 gelten für die gesamte Strecke vom Zähler bis zum Verbraucher; wer für die Zuleitung zur Unterverteilung schon 1 % verbraucht hat, sollte hier 2 % eintragen.

Was die Faktoren bewirken (Steckdose 16 A, 20 m)

ÄnderungIz von 1,5 mm²QuerschnittGrund
Verlegeart C, 30 °C, keine Häufung19,5 A2,5 mm²Spannungsfall (2,48 %)
Verlegeart A1 (gedämmte Wand)15,5 A < 16 A2,5 mm²Erwärmung und Spannungsfall
3 Stromkreise gehäuft (0,70)13,7 A < 16 A2,5 mm² (18,9 A)Erwärmung und Spannungsfall
45 °C Umgebung (0,79)15,4 A < 16 A2,5 mm² (21,3 A)Erwärmung und Spannungsfall
Länge 35 m19,5 A4 mm²Spannungsfall (2,72 %)

Typische Fehler

Tipp: Lege pro Verteiler alle Stromkreise in der Projektliste an, benenne sie wie im Schaltplan („Steckdosen Küche“, „Wallbox 1“), und drucke die Liste als Nachweis.

Kabelquerschnitt berechnen: Leitungsquerschnitt nach VDE 0298-4, Spannungsfall nach VDE 0100-520

Mit diesem Kabelquerschnitt-Rechner (Leitungsrechner) berechnen Sie den erforderlichen Leitungsquerschnitt, den Spannungsfall (Spannungsabfall) und die Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4 und DIN VDE 0100-520. Ob Wechselstrom 230 V oder Drehstrom 400 V, Kupfer oder Aluminium, Unterputz, Pritsche oder Erdverlegung – alle gängigen Verlegearten und Korrekturfaktoren sind hinterlegt. Kabelquerschnitt und Leitungsquerschnitt meinen dabei dasselbe: den Nennquerschnitt des Leiters in mm², nicht den Durchmesser der Leitung.

So funktioniert der Rechner

01 — Eingabe

Parameter eingeben

Strom oder Leistung, Absicherung, Leitungslänge, Material, Netzform, Verlegeart und Umgebungsbedingungen angeben.

02 — Berechnung

Querschnitt & Spannungsfall

Der Rechner bemisst die Leitung für den Bemessungsstrom der Absicherung (In ≤ Iz nach DIN VDE 0100-430) und prüft den Spannungsfall mit In nach DIN 18015-1.

03 — Export

Projektliste & Export

Mehrere Berechnungen in einer Projektliste sammeln, als JSON, CSV oder PDF exportieren.

Funktionen im Überblick

Kabelquerschnitt-Tabelle VDE 0298-4

Strombelastbarkeitstabellen der DIN VDE 0298-4 für 70 °C und 90 °C Betriebstemperatur, Kupfer und Aluminium, Verlegearten A1 bis F und D (im Rohr im Erdreich), mit Umrechnungsfaktoren für Temperatur und Häufung.

Spannungsfall nach VDE 0100-520

Automatische Berechnung und Prüfung des Spannungsfalls mit der Formel aus Anhang G. Grenzwert frei einstellbar (Standard: 3 %).

230 V und 400 V

Berechnung für 230 V Wechselstrom und 400 V Drehstrom – symmetrisch und unsymmetrisch (Spannungsfall für den höchstbelasteten Außenleiter mit N).

Korrekturfaktoren

Häufungsfaktoren für bis zu 20+ Stromkreise und Temperaturkorrekturfaktoren für 10–55 °C Umgebungstemperatur.

Wallbox, Wärmepumpe, Herd

Schnellwahl für typische Stromkreise, Wallbox-Zuleitung nach DIN 18015-1 mit Iz ≥ 32 A, Leistungseingabe in kW.

Projektliste, PDF, CSV, JSON

Beliebig viele Stromkreise sammeln und als druckfertige Übersicht, CSV oder JSON exportieren – ideal für komplette Verteiler.

Kabelquerschnitt-Tabelle: Querschnitt nach Ampere (Kupfer, NYM, Verlegeart C)

Die Tabelle zeigt die Strombelastbarkeit Iz nach DIN VDE 0298-4 für Mantelleitungen auf oder in der Wand bei 30 °C ohne Häufung, mit 2 belasteten Adern (Wechselstrom) und 3 belasteten Adern (Drehstrom). Die passende Absicherung ist der größte Normwert, der nicht über Iz liegt. Ob der Querschnitt auch für die Leitungslänge reicht, sagt erst der Spannungsfall.

QuerschnittIz 2 Adern (230 V)Iz 3 Adern (400 V)Absicherung bisTypischer Einsatz
1,5 mm²19,5 A17,5 A16 ALicht, Steckdosen mit kurzer Leitung
2,5 mm²27 A24 A25 A (3~: 20 A)Steckdosen 16 A, Herd
4 mm²36 A32 A35 A (3~: 32 A)Wallbox 11 kW, Durchlauferhitzer
6 mm²46 A41 A40 AWallbox 22 kW, kleine Unterverteilung
10 mm²63 A57 A63 A (3~: 50 A)Unterverteilung
16 mm²85 A76 A80 A (3~: 63 A)Zuleitung Unterverteilung 63 A
25 mm²112 A96 A100 A (3~: 80 A)Hauptleitung
35 mm²138 A119 A125 A (3~: 100 A)Hauptleitung

Maximale Leitungslänge bei 3 % Spannungsfall

Gerechnet mit dem Bemessungsstrom der Sicherung, cos φ = 1, Kupfer bei Betriebstemperatur (Formel Anhang G). Bei Drehstrom mit symmetrischer Last ist die zulässige Länge doppelt so groß wie bei Wechselstrom, weil kein Strom über N zurückfließt.

Querschnitt230 V, 16 A230 V, 32 A400 V 3~ sym., 16 A
1,5 mm²14 m–29 m
2,5 mm²24 m12 m48 m
4 mm²38 m19 m77 m
6 mm²58 m29 m115 m
10 mm²96 m48 m193 m

Was ist der Spannungsfall und warum ist er wichtig?

Der Spannungsfall (umgangssprachlich Spannungsabfall, ΔU) beschreibt den Spannungsverlust auf einer Leitung zwischen Einspeisepunkt und Verbraucher. Je länger die Leitung und je höher der Strom, desto größer der Verlust. Nach DIN 18015-1 soll er in Wohngebäuden zwischen Zähler und Verbrauchsmittel 3 % nicht überschreiten, gerechnet mit dem Bemessungsstrom der vorgeschalteten Überstromschutzeinrichtung. DIN VDE 0100-520:2023-06 nennt 4 % von der Übergabestelle des Netzbetreibers bis zum Verbrauchsmittel. Der Rechner nutzt die Formel aus HD 60364-5-52 Anhang G mit dem Leiterwiderstand bei Betriebstemperatur (1,25-facher Wert bei 20 °C) und einem Reaktanzbelag von 0,08 mΩ/m. Wird der Grenzwert überschritten, muss ein größerer Querschnitt gewählt werden – auch wenn die Strombelastbarkeit bereits erfüllt wäre.

Leitungsdimensionierung: IB ≤ In ≤ Iz

Die Kette der Leitungsdimensionierung nach DIN VDE 0100-430 lautet: Der Betriebsstrom IB des Verbrauchers darf den Bemessungsstrom In der Sicherung nicht überschreiten, und In darf nicht größer sein als die Strombelastbarkeit Iz der Leitung nach Verlegeart, Häufung und Temperatur. Der Rechner setzt In automatisch auf den nächsten Normwert über IB oder nimmt Ihre Vorgabe und bemisst die Leitung dafür. So passt der Querschnitt zur Sicherung, nicht nur zum heutigen Gerät.

Verlegearten nach VDE 0298-4

Die Verlegeart bestimmt, wie gut eine Leitung Wärme abgeben kann und damit ihre maximale Strombelastbarkeit. A1/A2 (im Rohr in wärmegedämmter Wand) haben die niedrigsten Werte, E/F (frei in Luft) die höchsten. D (Erdverlegung) wird mit einer Referenz-Bodentemperatur von 20 °C berechnet. Die richtige Verlegeart zu wählen ist entscheidend für eine normgerechte Dimensionierung.

Vom Installationsplan zur Leitung

Der Querschnitt ist der letzte Schritt. Davor steht die Frage, wo welche Steckdosen, Schalter, Leuchten und Festanschlüsse überhaupt sitzen und wie sie auf Stromkreise verteilt werden. Genau das hält der Steckdosenplaner im Grundriss fest – eine kostenlose Alternative zu CAD und Visio, mit Stromkreisliste, Legende und Stückliste. Die Leitungslängen aus dem Plan sind dann die Eingabe für den Spannungsfall hier.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich den Kabelquerschnitt?

In zwei Schritten. Erst die Strombelastbarkeit: Aus der Tabelle der DIN VDE 0298-4 den kleinsten Querschnitt nehmen, dessen Iz (mal Temperatur- und Häufungsfaktor) mindestens so groß ist wie die Absicherung In. Dann den Spannungsfall: ΔU = b · L · I · ρ / S mit b = 2 bei Wechselstrom und b = 1 bei symmetrischem Drehstrom, ρ = 1,25 / 56 Ω·mm²/m für Kupfer bei Betriebstemperatur. Umgestellt nach dem Querschnitt: S = b · L · I · ρ / ΔUzul. Der größere der beiden Querschnitte gilt, aufgerundet auf den Normquerschnitt.

Welcher Kabelquerschnitt bei 16 A? Reicht 1,5 mm² für Steckdosen?

Thermisch trägt 1,5 mm² in Verlegeart C 19,5 A und darf mit 16 A abgesichert werden. Der Spannungsfall begrenzt die Länge aber auf etwa 14 m bei 3 %. Steckdosenkreise werden deshalb in der Regel in 2,5 mm² ausgeführt (bis 24 m), in gedämmten Wänden oder bei Häufung ohnehin. Ab etwa 35 m wird 4 mm² nötig.

Welcher Kabelquerschnitt bei 32 A und bei 63 A?

Bei 32 A Drehstrom in Verlegeart C reicht thermisch 4 mm² (Iz = 32 A), praktisch wird wegen Länge, Häufung oder Verlegeart oft 6 mm² gelegt. Bei 63 A ist es in Verlegeart C 16 mm² (76 A), im Rohr auf der Wand mit Häufung und 35 °C aber schon 35 mm². Genau diese Faktoren rechnet der Rechner mit.

Welcher Kabelquerschnitt für eine 11-kW-Wallbox?

11 kW entsprechen 16 A je Außenleiter. Nach DIN 18015-1, 5.3.2 ist die Zuleitung zu Ladeeinrichtungen im Wohngebäude aber für Iz ≥ 32 A auszulegen, also mindestens 4 mm² (Verlegeart C), unabhängig von der Ladeleistung. Bei 25 m Länge ergibt das 1,94 % Spannungsfall. Für 22 kW und 40 m werden es 6 mm² wegen des Spannungsfalls. Der Rechner wendet die 32-A-Regel automatisch an, sobald „Wallbox“ in der Bezeichnung steht.

Was ist der Unterschied zwischen Kabelquerschnitt, Leitungsquerschnitt und Kabeldurchmesser?

Kabelquerschnitt und Leitungsquerschnitt bezeichnen dasselbe: die Fläche des einzelnen Leiters in mm² (1,5 / 2,5 / 4 / 6 / 10 …). Normativ heißt NYM eine Leitung und NYY ein Kabel, gesucht wird meist „Kabelquerschnitt“. Der Durchmesser ist etwas anderes: 2,5 mm² entsprechen etwa 1,78 mm Leiterdurchmesser, A = π · d² / 4.

Was ist der Unterschied zwischen IB, In und Iz?

IB ist der Betriebsstrom des Verbrauchers, In der Bemessungsstrom der Sicherung oder des Leitungsschutzschalters, Iz die zulässige Strombelastbarkeit der Leitung unter den tatsächlichen Verlegebedingungen. Es muss gelten IB ≤ In ≤ Iz (DIN VDE 0100-430).

Nach welcher Norm berechnet der Rechner?

Die Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4, die Zuordnung zur Absicherung nach DIN VDE 0100-430, den Spannungsfall nach DIN VDE 0100-520 (Formel HD 60364-5-52 Anhang G) mit dem Grenzwert und dem Bemessungsstrom nach DIN 18015-1. Diese Normen sind die Grundlage für die Leitungsdimensionierung in Deutschland.

Welche Verlegearten werden unterstützt?

Alle gängigen Verlegearten nach VDE 0298-4: A1, A2, B1, B2, C, E, F (Luft-Verlegung) und D (Erdverlegung im Rohr). Jede Verlegeart hat eigene Strombelastbarkeitstabellen und Korrekturfaktoren hinterlegt.

Kann ich Kupfer- und Aluminiumleiter berechnen?

Ja. Der Rechner unterstützt Kupfer (Cu) und Aluminium (Al) mit den jeweiligen Leitfähigkeiten und Temperaturkoeffizienten. Aluminium ist ab 16 mm² verfügbar, Kupfer ab 1,5 mm².

Werden Häufung und Umgebungstemperatur berücksichtigt?

Ja. Häufungsfaktoren für 1 bis 20+ gebündelte Stromkreise und Temperaturkorrekturfaktoren für Umgebungstemperaturen von 10 °C bis 55 °C (Luft) bzw. 20 °C Referenz (Erde) fließen automatisch in die Berechnung ein.

Was passiert bei zu kleinem Querschnitt?

Die Leitung wird wärmer als die zulässigen 70 °C, die Isolierung altert schneller, im Extremfall entsteht ein Brand. Außerdem sinkt die Spannung am Verbraucher: Motoren ziehen mehr Strom, Ladeleistung geht verloren, und die Schleifenimpedanz steigt, so dass der Leitungsschutzschalter im Kurzschlussfall später auslöst.

Wie rechnet der Rechner die Leistung in kW bei Drehstrom in Strom um?

Bei Drehstrom immer über I = P / (√3 · 400 V · cos φ), also verteilt auf drei Außenleiter, auch bei der Lastart „unsymmetrisch“. Die Lastart wirkt nur auf den Spannungsfall: symmetrisch mit b = 1 gegen 400 V, unsymmetrisch für den höchstbelasteten Außenleiter mit Rückleitung über N gegen 230 V (b = 2). Liegt eine Last tatsächlich komplett auf einer Phase, zum Beispiel ein 3-kW-Gerät an L1 und N, dann „Wechselstrom 230 V“ wählen. Dann wird der Strom mit P / (230 V · cos φ) gebildet.

Werden meine Berechnungen gespeichert?

Nein, die Berechnungen finden lokal in Ihrem Browser statt. Es werden keine Daten an einen Server übertragen. Sie können Ihre Projektliste jedoch als JSON-Datei exportieren und später wieder verwenden.

Dieses Tool dient als Hilfsmittel für Elektrofachkräfte. Es ersetzt nicht die Planung und Prüfung durch eine qualifizierte Fachkraft. Keine Haftung für die Richtigkeit der Ergebnisse.