Querschnitt und Spannungsfall für deine Leitung – mit den passenden Verlegebedingungen.
Kostenlos · Ohne Anmeldung · Berechnung im Browser
Nach DIN VDE 0298-4, DIN VDE 0100-430, DIN 18015-1 · Stand 02.09.2026
Haftungsausschluss: Dieses Tool dient als Hilfsmittel. Es ersetzt nicht die Planung durch eine Elektrofachkraft. Keine Haftung für die Ergebnisse.
Der Rechner beantwortet für einen Stromkreis zwei Fragen: Welcher Querschnitt trägt den Strom, ohne zu warm zu werden (Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4), und welcher Querschnitt hält den Spannungsfall unter der Vorgabe (DIN VDE 0100-520, DIN 18015-1). Der größere von beiden gewinnt. Die Live-Vorschau rechnet bei jeder Eingabe sofort mit, du siehst also schon beim Tippen, welche Eingabe den Querschnitt treibt.
Die Schnellwahl setzt für typische Stromkreise Netzform und Last, zum Beispiel „Steckdosen 16 A“ oder „Wallbox 11 kW“. Der Leistungsfaktor steht immer auf cos φ = 1; wer einen Motor oder eine Wärmepumpe mit 0,9 rechnen will, trägt das bei den Expertenparametern ein. Alles bleibt danach änderbar. Als Berechnungsgrundlage nimmst du entweder den Betriebsstrom in Ampere oder die Leistung in kW, aus der der Rechner den Strom bildet (bei 230 V über U · cos φ, bei Drehstrom über √3 · 400 V · cos φ). Die Absicherung In steht auf „automatisch“ und nimmt den nächsten Normwert über dem Betriebsstrom, du kannst aber jeden Leitungsschutzschalter von 6 bis 250 A vorgeben. Wichtig: Die Leitung wird für In bemessen, nicht für den Betriebsstrom, so verlangt es DIN VDE 0100-430. Die Leitungslänge ist die einfache Strecke vom Verteiler bis zum Verbraucher, den Rückweg rechnet die Formel selbst.
Netzform: Wechselstrom 230 V für Steckdosen, Licht und einphasige Geräte, Drehstrom 400 V für Herd, Wallbox, Wärmepumpe, Durchlauferhitzer, Motoren und Verteilerzuleitungen. Bei Drehstrom fragt der Rechner die Lastart: „symmetrisch“ für Motoren und Geräte, die alle drei Außenleiter gleich belasten, „unsymmetrisch“, wenn der Neutralleiter Strom führt, etwa beim Herd oder bei einer Unterverteilung mit einphasigen Abgängen. Unsymmetrisch rechnet den Spannungsfall für den höchstbelasteten Außenleiter mit Rückweg über N und ist damit die sichere Seite.
Verlegeart: Die acht Bildkarten zeigen, wie die Leitung liegt. C (Mantelleitung auf oder in der Wand, der NYM-Normalfall) ist vorgewählt. A1 und A2 in wärmegedämmten Wänden geben die niedrigsten Werte, E und F auf der Pritsche die höchsten, D ist das Erdkabel im Rohr. Häufung: Liegen mehrere belastete Stromkreise zusammen im Kanal, im Rohr oder unter Putz, sinkt die Belastbarkeit jedes einzelnen, bei drei Kreisen auf 70 %. Umgebungstemperatur: 30 °C Luft ist der Normbezug, im Dachgeschoss oder Heizraum sind 35 bis 45 °C realistisch. Max. Spannungsfall: 3 % ist der Wert nach DIN 18015-1 zwischen Zähler und Verbraucher, 4 % erlaubt DIN VDE 0100-520 vom Hausanschluss aus. Für lange Zuleitungen zur Unterverteilung ist 0,5 bis 1 % üblich, damit für die Endstromkreise noch Reserve bleibt.
„Berechnung zur Liste hinzufügen“ zeigt den Querschnitt groß, darunter den Spannungsfall mit In in Volt und Prozent und die beiden Teilergebnisse: nach Erwärmung mit der Belastbarkeit Iz des gewählten Querschnitts und nach Spannungsfall. Ein gelber Hinweis erscheint, wenn die Länge den Querschnitt nach oben gezogen hat, ein blauer bei Wallboxen wegen der 32-A-Regel der DIN 18015-1. Jede Berechnung landet in der Projektliste, die im Browser gespeichert bleibt. „Laden“ holt einen Eintrag zurück ins Formular, Drucken / PDF erzeugt eine Übersicht aller Stromkreise, CSV und JSON sind für Tabellenkalkulation und Archiv. „Ergebnis-Link kopieren“ packt die Eingaben in die Adresse, damit ein Kollege denselben Stand sieht.
Alle Beispiele sind mit diesem Rechner gerechnet: Kupfer, NYM 70 °C, Verlegeart C, 30 °C und keine Häufung, wenn nichts anderes steht. Der Spannungsfall ist mit dem Bemessungsstrom In der Absicherung gerechnet, so wie DIN 18015-1 es verlangt.
| Eingaben | Wechselstrom 230 V, 16 A, LS B16, 20 m, cos φ 1, max. 3 % |
Der Klassiker. Thermisch würde 1,5 mm² reichen, die Länge entscheidet. Ab etwa 24 m wäre selbst 2,5 mm² über 3 %, bei 35 m landet man bei 4 mm² (2,72 %).
| Eingaben | Wechselstrom 230 V, 10 A, LS B10, 30 m, cos φ 0,95 |
Lange Lichtkreise durchs ganze Geschoss sind der häufigste Grund, warum 1,5 mm² nicht mehr reicht. Mit 20 m wäre 1,5 mm² noch in Ordnung.
| Eingaben | Drehstrom 400 V, Lastart unsymmetrisch, 16 A, LS B16, 15 m, cos φ 1 |
Wählst du „symmetrisch“, rechnet der Rechner mit b = 1 gegen 400 V und kommt auf 1,5 mm² (1,55 %). Beim Herd mit Backofen auf einer Phase ist unsymmetrisch die richtige Wahl.
| Eingaben | Schnellwahl „Wallbox 11 kW“, Drehstrom unsymmetrisch, 25 m, Bezeichnung „Wallbox 1“ |
Die 32-A-Regel gilt für Ladeeinrichtungen im Wohngebäude unabhängig von der Ladeleistung, damit später 22 kW möglich sind. Der Rechner erkennt Wallbox, Ladepunkt, Ladestation und ähnliche Wörter in der Bezeichnung und zeigt einen blauen Hinweis.
| Eingaben | Drehstrom symmetrisch, 22 kW, cos φ 1, 40 m, Bezeichnung „Wallbox 2“ |
Bei Ladeeinrichtungen lohnt eine strengere Vorgabe: Mit max. 1,5 % kommt 10 mm² heraus. Das spart Ladeverluste über Jahre.
| Eingaben | Drehstrom symmetrisch, 4 kW, cos φ 0,9, 20 m |
In der Praxis wird man hier trotzdem 2,5 mm² legen: Anlaufströme des Verdichters, Reserve für ein größeres Gerät und die Absicherung nach Herstellerangabe (oft C16). Trag dann 16 A als Absicherung ein, und der Rechner prüft die Leitung dafür.
| Eingaben | Drehstrom symmetrisch, 21 kW, cos φ 1, 12 m |
Sobald die Leitung unter Putz in einer gedämmten Außenwand liegt (A2) oder ein zweiter Stromkreis danebenliegt, reicht 4 mm² nicht mehr, und es werden 6 mm². Verlegeart und Häufung ehrlich angeben.
| Eingaben | Drehstrom symmetrisch, 63 A, cos φ 0,9, 30 m, Verlegeart B2 (im Rohr auf der Wand), Häufung 2 Stromkreise, 35 °C |
Dieselbe Zuleitung ohne Faktoren in Verlegeart C ergibt 16 mm² (76 A, ΔU 1,06 %). Die beiden Faktoren zusammen verdoppeln hier den Querschnitt. Genau dafür ist der Rechner da.
| Eingaben | Wechselstrom 230 V, 16 A, 60 m, Verlegeart D (Erdverlegung im Rohr, NYY 70 °C) |
Wer nur Licht und eine Steckdose braucht, kann die Absicherung auf 13 A setzen: dann reicht 6 mm² (2,52 %). Der Spannungsfall wird mit In gerechnet, eine kleinere Sicherung hilft also direkt.
| Eingaben | Drehstrom symmetrisch, 32 A, 35 m, Verlegeart E (Kabelpritsche), 40 °C, Häufung 3 Stromkreise |
Ohne Häufung und bei 30 °C wären es 4 mm². Wer die Stromkreise auf der Pritsche mit Abstand verlegt, kann die Häufung auf 1 setzen.
| Eingaben | Drehstrom symmetrisch, 100 A, cos φ 0,9, 50 m, Aluminium, Verlegeart E |
Aluminium hat nur 35 statt 56 m/(Ω·mm²) Leitfähigkeit und ist erst ab 16 mm² tabelliert. Mit Kupfer wären es 35 mm². Die Klemmstellen brauchen für Aluminium geeignete Verbinder.
| Eingaben | wie Beispiel 1, aber max. Spannungsfall 1,5 % |
So sieht man, was die Vorgabe kostet. 3 % nach DIN 18015-1 gelten für die gesamte Strecke vom Zähler bis zum Verbraucher; wer für die Zuleitung zur Unterverteilung schon 1 % verbraucht hat, sollte hier 2 % eintragen.
| Änderung | Iz von 1,5 mm² | Querschnitt | Grund |
|---|---|---|---|
| Verlegeart C, 30 °C, keine Häufung | 19,5 A | 2,5 mm² | Spannungsfall (2,48 %) |
| Verlegeart A1 (gedämmte Wand) | 15,5 A < 16 A | 2,5 mm² | Erwärmung und Spannungsfall |
| 3 Stromkreise gehäuft (0,70) | 13,7 A < 16 A | 2,5 mm² (18,9 A) | Erwärmung und Spannungsfall |
| 45 °C Umgebung (0,79) | 15,4 A < 16 A | 2,5 mm² (21,3 A) | Erwärmung und Spannungsfall |
| Länge 35 m | 19,5 A | 4 mm² | Spannungsfall (2,72 %) |
Mit diesem Kabelquerschnitt-Rechner (Leitungsrechner) berechnen Sie den erforderlichen Leitungsquerschnitt, den Spannungsfall (Spannungsabfall) und die Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4 und DIN VDE 0100-520. Ob Wechselstrom 230 V oder Drehstrom 400 V, Kupfer oder Aluminium, Unterputz, Pritsche oder Erdverlegung – alle gängigen Verlegearten und Korrekturfaktoren sind hinterlegt. Kabelquerschnitt und Leitungsquerschnitt meinen dabei dasselbe: den Nennquerschnitt des Leiters in mm², nicht den Durchmesser der Leitung.
Strom oder Leistung, Absicherung, Leitungslänge, Material, Netzform, Verlegeart und Umgebungsbedingungen angeben.
Der Rechner bemisst die Leitung für den Bemessungsstrom der Absicherung (In ≤ Iz nach DIN VDE 0100-430) und prüft den Spannungsfall mit In nach DIN 18015-1.
Mehrere Berechnungen in einer Projektliste sammeln, als JSON, CSV oder PDF exportieren.
Strombelastbarkeitstabellen der DIN VDE 0298-4 für 70 °C und 90 °C Betriebstemperatur, Kupfer und Aluminium, Verlegearten A1 bis F und D (im Rohr im Erdreich), mit Umrechnungsfaktoren für Temperatur und Häufung.
Automatische Berechnung und Prüfung des Spannungsfalls mit der Formel aus Anhang G. Grenzwert frei einstellbar (Standard: 3 %).
Berechnung für 230 V Wechselstrom und 400 V Drehstrom – symmetrisch und unsymmetrisch (Spannungsfall für den höchstbelasteten Außenleiter mit N).
Häufungsfaktoren für bis zu 20+ Stromkreise und Temperaturkorrekturfaktoren für 10–55 °C Umgebungstemperatur.
Schnellwahl für typische Stromkreise, Wallbox-Zuleitung nach DIN 18015-1 mit Iz ≥ 32 A, Leistungseingabe in kW.
Beliebig viele Stromkreise sammeln und als druckfertige Übersicht, CSV oder JSON exportieren – ideal für komplette Verteiler.
Die Tabelle zeigt die Strombelastbarkeit Iz nach DIN VDE 0298-4 für Mantelleitungen auf oder in der Wand bei 30 °C ohne Häufung, mit 2 belasteten Adern (Wechselstrom) und 3 belasteten Adern (Drehstrom). Die passende Absicherung ist der größte Normwert, der nicht über Iz liegt. Ob der Querschnitt auch für die Leitungslänge reicht, sagt erst der Spannungsfall.
| Querschnitt | Iz 2 Adern (230 V) | Iz 3 Adern (400 V) | Absicherung bis | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| 1,5 mm² | 19,5 A | 17,5 A | 16 A | Licht, Steckdosen mit kurzer Leitung |
| 2,5 mm² | 27 A | 24 A | 25 A (3~: 20 A) | Steckdosen 16 A, Herd |
| 4 mm² | 36 A | 32 A | 35 A (3~: 32 A) | Wallbox 11 kW, Durchlauferhitzer |
| 6 mm² | 46 A | 41 A | 40 A | Wallbox 22 kW, kleine Unterverteilung |
| 10 mm² | 63 A | 57 A | 63 A (3~: 50 A) | Unterverteilung |
| 16 mm² | 85 A | 76 A | 80 A (3~: 63 A) | Zuleitung Unterverteilung 63 A |
| 25 mm² | 112 A | 96 A | 100 A (3~: 80 A) | Hauptleitung |
| 35 mm² | 138 A | 119 A | 125 A (3~: 100 A) | Hauptleitung |
Gerechnet mit dem Bemessungsstrom der Sicherung, cos φ = 1, Kupfer bei Betriebstemperatur (Formel Anhang G). Bei Drehstrom mit symmetrischer Last ist die zulässige Länge doppelt so groß wie bei Wechselstrom, weil kein Strom über N zurückfließt.
| Querschnitt | 230 V, 16 A | 230 V, 32 A | 400 V 3~ sym., 16 A |
|---|---|---|---|
| 1,5 mm² | 14 m | – | 29 m |
| 2,5 mm² | 24 m | 12 m | 48 m |
| 4 mm² | 38 m | 19 m | 77 m |
| 6 mm² | 58 m | 29 m | 115 m |
| 10 mm² | 96 m | 48 m | 193 m |
Der Spannungsfall (umgangssprachlich Spannungsabfall, ΔU) beschreibt den Spannungsverlust auf einer Leitung zwischen Einspeisepunkt und Verbraucher. Je länger die Leitung und je höher der Strom, desto größer der Verlust. Nach DIN 18015-1 soll er in Wohngebäuden zwischen Zähler und Verbrauchsmittel 3 % nicht überschreiten, gerechnet mit dem Bemessungsstrom der vorgeschalteten Überstromschutzeinrichtung. DIN VDE 0100-520:2023-06 nennt 4 % von der Übergabestelle des Netzbetreibers bis zum Verbrauchsmittel. Der Rechner nutzt die Formel aus HD 60364-5-52 Anhang G mit dem Leiterwiderstand bei Betriebstemperatur (1,25-facher Wert bei 20 °C) und einem Reaktanzbelag von 0,08 mΩ/m. Wird der Grenzwert überschritten, muss ein größerer Querschnitt gewählt werden – auch wenn die Strombelastbarkeit bereits erfüllt wäre.
Die Kette der Leitungsdimensionierung nach DIN VDE 0100-430 lautet: Der Betriebsstrom IB des Verbrauchers darf den Bemessungsstrom In der Sicherung nicht überschreiten, und In darf nicht größer sein als die Strombelastbarkeit Iz der Leitung nach Verlegeart, Häufung und Temperatur. Der Rechner setzt In automatisch auf den nächsten Normwert über IB oder nimmt Ihre Vorgabe und bemisst die Leitung dafür. So passt der Querschnitt zur Sicherung, nicht nur zum heutigen Gerät.
Die Verlegeart bestimmt, wie gut eine Leitung Wärme abgeben kann und damit ihre maximale Strombelastbarkeit. A1/A2 (im Rohr in wärmegedämmter Wand) haben die niedrigsten Werte, E/F (frei in Luft) die höchsten. D (Erdverlegung) wird mit einer Referenz-Bodentemperatur von 20 °C berechnet. Die richtige Verlegeart zu wählen ist entscheidend für eine normgerechte Dimensionierung.
Der Querschnitt ist der letzte Schritt. Davor steht die Frage, wo welche Steckdosen, Schalter, Leuchten und Festanschlüsse überhaupt sitzen und wie sie auf Stromkreise verteilt werden. Genau das hält der Steckdosenplaner im Grundriss fest – eine kostenlose Alternative zu CAD und Visio, mit Stromkreisliste, Legende und Stückliste. Die Leitungslängen aus dem Plan sind dann die Eingabe für den Spannungsfall hier.
In zwei Schritten. Erst die Strombelastbarkeit: Aus der Tabelle der DIN VDE 0298-4 den kleinsten Querschnitt nehmen, dessen Iz (mal Temperatur- und Häufungsfaktor) mindestens so groß ist wie die Absicherung In. Dann den Spannungsfall: ΔU = b · L · I · ρ / S mit b = 2 bei Wechselstrom und b = 1 bei symmetrischem Drehstrom, ρ = 1,25 / 56 Ω·mm²/m für Kupfer bei Betriebstemperatur. Umgestellt nach dem Querschnitt: S = b · L · I · ρ / ΔUzul. Der größere der beiden Querschnitte gilt, aufgerundet auf den Normquerschnitt.
Thermisch trägt 1,5 mm² in Verlegeart C 19,5 A und darf mit 16 A abgesichert werden. Der Spannungsfall begrenzt die Länge aber auf etwa 14 m bei 3 %. Steckdosenkreise werden deshalb in der Regel in 2,5 mm² ausgeführt (bis 24 m), in gedämmten Wänden oder bei Häufung ohnehin. Ab etwa 35 m wird 4 mm² nötig.
Bei 32 A Drehstrom in Verlegeart C reicht thermisch 4 mm² (Iz = 32 A), praktisch wird wegen Länge, Häufung oder Verlegeart oft 6 mm² gelegt. Bei 63 A ist es in Verlegeart C 16 mm² (76 A), im Rohr auf der Wand mit Häufung und 35 °C aber schon 35 mm². Genau diese Faktoren rechnet der Rechner mit.
11 kW entsprechen 16 A je Außenleiter. Nach DIN 18015-1, 5.3.2 ist die Zuleitung zu Ladeeinrichtungen im Wohngebäude aber für Iz ≥ 32 A auszulegen, also mindestens 4 mm² (Verlegeart C), unabhängig von der Ladeleistung. Bei 25 m Länge ergibt das 1,94 % Spannungsfall. Für 22 kW und 40 m werden es 6 mm² wegen des Spannungsfalls. Der Rechner wendet die 32-A-Regel automatisch an, sobald „Wallbox“ in der Bezeichnung steht.
Kabelquerschnitt und Leitungsquerschnitt bezeichnen dasselbe: die Fläche des einzelnen Leiters in mm² (1,5 / 2,5 / 4 / 6 / 10 …). Normativ heißt NYM eine Leitung und NYY ein Kabel, gesucht wird meist „Kabelquerschnitt“. Der Durchmesser ist etwas anderes: 2,5 mm² entsprechen etwa 1,78 mm Leiterdurchmesser, A = π · d² / 4.
IB ist der Betriebsstrom des Verbrauchers, In der Bemessungsstrom der Sicherung oder des Leitungsschutzschalters, Iz die zulässige Strombelastbarkeit der Leitung unter den tatsächlichen Verlegebedingungen. Es muss gelten IB ≤ In ≤ Iz (DIN VDE 0100-430).
Die Strombelastbarkeit nach DIN VDE 0298-4, die Zuordnung zur Absicherung nach DIN VDE 0100-430, den Spannungsfall nach DIN VDE 0100-520 (Formel HD 60364-5-52 Anhang G) mit dem Grenzwert und dem Bemessungsstrom nach DIN 18015-1. Diese Normen sind die Grundlage für die Leitungsdimensionierung in Deutschland.
Alle gängigen Verlegearten nach VDE 0298-4: A1, A2, B1, B2, C, E, F (Luft-Verlegung) und D (Erdverlegung im Rohr). Jede Verlegeart hat eigene Strombelastbarkeitstabellen und Korrekturfaktoren hinterlegt.
Ja. Der Rechner unterstützt Kupfer (Cu) und Aluminium (Al) mit den jeweiligen Leitfähigkeiten und Temperaturkoeffizienten. Aluminium ist ab 16 mm² verfügbar, Kupfer ab 1,5 mm².
Ja. Häufungsfaktoren für 1 bis 20+ gebündelte Stromkreise und Temperaturkorrekturfaktoren für Umgebungstemperaturen von 10 °C bis 55 °C (Luft) bzw. 20 °C Referenz (Erde) fließen automatisch in die Berechnung ein.
Die Leitung wird wärmer als die zulässigen 70 °C, die Isolierung altert schneller, im Extremfall entsteht ein Brand. Außerdem sinkt die Spannung am Verbraucher: Motoren ziehen mehr Strom, Ladeleistung geht verloren, und die Schleifenimpedanz steigt, so dass der Leitungsschutzschalter im Kurzschlussfall später auslöst.
Bei Drehstrom immer über I = P / (√3 · 400 V · cos φ), also verteilt auf drei Außenleiter, auch bei der Lastart „unsymmetrisch“. Die Lastart wirkt nur auf den Spannungsfall: symmetrisch mit b = 1 gegen 400 V, unsymmetrisch für den höchstbelasteten Außenleiter mit Rückleitung über N gegen 230 V (b = 2). Liegt eine Last tatsächlich komplett auf einer Phase, zum Beispiel ein 3-kW-Gerät an L1 und N, dann „Wechselstrom 230 V“ wählen. Dann wird der Strom mit P / (230 V · cos φ) gebildet.
Nein, die Berechnungen finden lokal in Ihrem Browser statt. Es werden keine Daten an einen Server übertragen. Sie können Ihre Projektliste jedoch als JSON-Datei exportieren und später wieder verwenden.
Dieses Tool dient als Hilfsmittel für Elektrofachkräfte. Es ersetzt nicht die Planung und Prüfung durch eine qualifizierte Fachkraft. Keine Haftung für die Richtigkeit der Ergebnisse.