Materialliste
Öffnungen
Aussparungen
Hinweise
Zuschnitt
Projekt gesamt
Anleitung: Trockenbauwand berechnen – Schritt für Schritt Wand und System eingeben, Platte wählen, Öffnungen und Dämmung setzen, Ansichten und 3D prüfen, Materialliste lesen · Regeln für Ständer, Stöße und Öffnungen · Referenz aller Felder · aufklappen bei Bedarf
Der Rechner beantwortet die Fragen, die im Baumarkt vor dem Regal auftauchen: Wie viele CW-Profile, welche Länge, wie viele Platten in welchem Format, wie viele Schrauben, wie viel Spachtel, wie viel Dämmung — und wie das Ständerwerk mit Tür aussieht. Er rechnet nicht mit Quadratmeter-Pauschalen, sondern stellt die Wand wirklich auf: jeder Ständer mit Position, jede Platte mit Maß und Stoß, jede Schraube gezählt. Diese Anleitung geht den Weg von der leeren Wand bis zur gedruckten Materialliste durch.
Schritt 1: Wand eingeben
Links oben Länge und Höhe der Wand in Zentimetern eintragen — die lichte Höhe zwischen fertigem Boden und Decke, gemessen an der niedrigsten Stelle. Der Rechner zieht für die Ständer automatisch 15 mm ab, damit sie schwimmend in den UW-Profilen stehen. Anschluss links / rechts: „Massivwand“ bedeutet, der Randständer wird an die vorhandene Wand gedübelt und bekommt Dichtungsband; „freies Ende“ ist ein Wandende im Raum (etwa bei einer halbhohen Abtrennung oder einem Wandvorsprung), dort wird nur ein normaler Ständer gesetzt.
Schritt 2: System wählen
- Profil — CW 50, 75, 100, 125 oder 150: die Profiltiefe in Millimetern. CW 75 ist der Standard im Wohnungsbau; CW 50 für kleine Abstellräume; CW 100 und größer für hohe Wände, dicke Dämmung oder Installationen in der Wand. Der Rechner prüft die Wandhöhe gegen die zulässige Höhe des Profils (Herstellertabellen, Einbaubereich 1) und warnt bei Überschreitung.
- Ständerabstand — „automatisch“ nimmt die halbe Plattenbreite: 62,5 cm bei 125er Platten, 60 cm bei Einmannplatten. Für Fliesen, hohe Wände oder Brandschutz kann auf 41,7 oder 31,25 cm verkleinert werden; der Rechner warnt, wenn die Plattenstöße dann nicht mehr auf Ständern liegen.
- Beplankung je Seite — einfach (eine Platte je Seite) oder doppelt (zwei Lagen je Seite, versetzt). Doppelt bringt Schallschutz, Brandschutz und Tragfähigkeit für Hängeschränke, kostet aber die doppelte Plattenmenge.
- Beidseitig / nur Seite A — für einseitig beplankte Schachtwände oder eine Vorsatzschale mit eigenem Ständerwerk.
Schritt 3: Platte wählen
Der Umschalter Große Platte / Einmannplatte wechselt zwischen der 125 cm breiten Rasterplatte (Längen 200 bis 300 cm) und der 60 cm breiten Einmannplatte (150 bis 260 cm). Die Liste Format zeigt die gängigen Maße, „Eigenes Maß“ öffnet Felder für Breite und Länge. Dazu Dicke (9,5 / 12,5 / 15 / 18 mm — 12,5 mm ist die Regel) und Plattentyp: GKB Standard, GKBI imprägniert für Bad und Küche, GKF Feuerschutz, Hartgips für Schallschutz und schwere Lasten. Typ und Dicke beeinflussen Gewicht, Preis und Schraubenlänge; die Teilung ist bei allen gleich.
Ein Tipp aus der Praxis: Bei 2,50 m hohen Wänden sind 260er Platten das Format mit dem wenigsten Verschnitt — 10 cm werden oben abgeschnitten, es gibt keinen Querstoß. 200er Platten brauchen dagegen überall einen Querstoß mit 50-cm-Streifen. Der Rechner zeigt Verschnitt und Stückzahl sofort, sobald das Format wechselt.
Schritt 4: Öffnungen und Dämmung
Im Block Öffnungen legt „+ Öffnung“ eine Zeile an, „−“ entfernt sie; mehrere Öffnungen in einer Wand sind möglich. Die Auswahl oben in der Zeile bestimmt Art und Maß: die Standardöffnungen für Türen nach DIN 18100 (62,5 / 75 / 87,5 / 100 / 112,5 cm breit, 200 oder 212,5 cm hoch — die „86er Tür“ braucht die 87,5er Öffnung), ein eigenes Türmaß, ein Fenster (Vorgabe 100 × 100 cm, Brüstung 90 cm) oder eine Durchreiche (100 × 60 cm, Brüstung 110 cm). Bei den freien Maßen werden Breite und Höhe der Öffnung selbst eingetragen.
Lage von links ist der Abstand vom linken Wandende zur linken Laibung; „mittig“ zentriert die Öffnung in der Wand, „stoßfrei“ rückt sie auf die nächste Lage, an der kein Plattenstoß in die Ecke fällt, „Beplankung versetzen“ lässt die Öffnung stehen und startet die erste Plattenreihe der Seite A um so viele Felder versetzt, dass die Ecke frei bleibt (alle weiteren Lagen und die Rückseite leiten sich davon ab; die gestrichelten Linien im Ständerwerkplan zeigen die Stöße der Außenlage). Der Startversatz lässt sich unter „Erweitert“ auch von Hand wählen. Die Brüstung bei Fenster und Durchreiche ist die Unterkante über dem fertigen Boden. Laibungsständer: Standard bei Türen sind verstärkte UA-Profile aus 2 mm Blech mit Anschlusswinkeln; „CW mit Kasten“ ist die Sparvariante aus 0,6-mm-Profilen, die bei Türen nur bis 88,5 cm Öffnung, 2,60 m Wandhöhe und 25 kg Türblatt zulässig ist, „nach Regel“ wählt danach automatisch. Feststehende Öffnungen ohne bewegtes Türblatt dürfen bis 187,5 cm Breite an CW-Profilen hängen — deshalb steht bei Fenster und Durchreiche „nach Regel“ voreingestellt. Zarge und Türblattgewicht gibt es nur bei Türen: die Holzzarge braucht 15 mm mehr Breite und 5 mm mehr Höhe als das DIN-Rohbaumaß der Stahlzarge, das Gewicht entscheidet über die UA-Pflicht.
Gebaut wird jede Öffnung gleich: zwei durchgehende Laibungsständer von Boden bis Decke, darüber ein Sturz aus einem UW-Stück mit 10 cm Überstand je Seite (über 100 cm Öffnungsbreite aus UA-Profil), darunter bei Fenster und Durchreiche ein Brüstungsriegel aus einem gleich langen UW-Stück. Über dem Sturz und unter der Brüstung stehen kurze Stummel im Ständerraster, damit die Platten dort Halt und eine Stoßkante haben. Die Öffnungsfläche wird von Wandfläche, Platten, Spachtel und Dämmung abgezogen; im Ergebnisblatt steht die Tabelle „Öffnungen“ mit Maß, Lage, Brüstung, Laibungsständer und Sturz.
Dämmung: Häkchen setzen, Dicke aus der Liste (der Rechner schlägt nach Profil vor und markiert Dicken, die dicker als das Profil wären) und m² je Paket vom Etikett des gewünschten Produkts. Gerechnet wird die Nettofläche ohne die Öffnungen plus 3 %.
Schritt 5: Ansichten prüfen
Links in der Zeichnung liegt eine senkrechte Werkzeugleiste mit farbigen Bauteil-Knöpfen: bei der Wand UW-Profile (grau), CW-Ständer (blau), Türständer (anthrazit), Befestigungen (orange) und Dichtungsband (magenta), bei der Decke UD-Randprofile, Grundprofile, Tragprofile, Abhänger und Kreuzverbinder in denselben Farben wie im Plan. Ein Klick blendet das Bauteil aus oder wieder ein — in der Zeichnung, in 3D und in den Plänen des Ergebnisblatts. Darunter folgen Dämmung und die Schraubpunkte (im Plattenplan und in 3D auf der sichtbaren Beplankung, bei der Decke an den Tragprofilen und am UD-Randprofil), das Auge blendet alles wieder ein, und in 3D das Haus für die Schrägansicht. Ein Klick auf eine Zeile der Materialliste hebt das Bauteil hervor und blendet den Rest ab. Umgekehrt geht es genauso: Klick auf ein Bauteil in der Zeichnung zeigt seine Materialzeile und die Daten. Getroffen werden bei der Wand Ständer, Anschlussprofile, Sturz, Befestigungspunkte und Plattenstücke, bei der Decke Grund- und Tragprofile, Abhänger, Kreuzverbinder, das Randprofil und die Aussparungen. Das angeklickte Teil bekommt eine orange Kontur, unter der Zeichnung steht seine Zeile — etwa „S4 · CW 75 · 248,5 cm · aus Stange Nr. 7“ oder „Platte 3 · 125 × 252 · Seite A, 1. Lage“ —, und in der Materialliste springt der Rechner auf die passende Zeile und hebt sie hervor. Ein Klick ins Leere nimmt die Markierung zurück.
Über der Zeichnung wählst du die Ansicht: Ständerwerk zeigt UW-Profile, alle Ständer mit Nummern (S1, S2 …), Türständer, Sturz und Stummel (Z1 …), die Dämmung und die Befestigungspunkte. Seite A / Seite B (je Lage) zeigt die Plattenteilung mit Stücknummern und Maßen — Seite B so, wie man sie von dieser Seite sieht; Schnittstücke sind schraffiert, Ausschnitte für die Tür rot umrandet. Das Häkchen „Schrauben“ blendet die Schraubpunkte ein. 3D zeigt die Wand räumlich: ziehen dreht, das Mausrad oder zwei Finger zoomen, Umschalt + ziehen verschiebt. Mit den Auswahlfeldern A und B legst du fest, wie viele Lagen je Seite gezeichnet werden — so sieht man das Ständerwerk hinter der ersten Lage. In allen 2D-Plänen zoomst du mit dem Mausrad oder zwei Fingern auf die Stelle unter dem Zeiger, ziehst mit gedrückter Maustaste den Ausschnitt hin und her, und ein Doppelklick oder der Lupen-Knopf in der Leiste links zeigt wieder den ganzen Plan. Der Navigationswürfel rechts oben in der Zeichnung dreht sich mit der Wand; ein Klick auf eine Würfelfläche schwenkt die Ansicht weich nach vorne, hinten, links, rechts, oben oder unten, Ziehen am Würfel dreht die Wand, und das Haus-Symbol darunter führt zur Schrägansicht zurück, die beim Start immer gewählt ist.
Schritt 6: Materialliste und Ergebnisblatt
Unter dem Werkzeug steht das Ergebnisblatt — am Handy in derselben Form, im Druck genau dieses Blatt. Oben die Kennzahlen (Wandfläche, Ständer, Platten, Material ca.), dann Ständerwerk und Plattenpläne in Druckauflösung, die 3D-Ansicht, die Materialliste nach Gewerk mit Bedarf und Einkaufsmenge (Stangen, Platten, Pakete, Rollen, Säcke), die Hinweise mit Warnungen und Montageregeln und der Zuschnitt: welche Stücke aus welcher Profilstange und welcher Platte geschnitten werden. Optionale Zeilen (Trennstreifen oder Acryl, Tiefengrund) stehen grau und sind nicht in der Summe.
Preise sind Vorgaben für 2026 und im Block „Preise“ links änderbar — trage die Preise deines Händlers ein, sie bleiben im Browser gespeichert. „Drucken“ gibt das Blatt als PDF aus, „Bild“ speichert die aktuelle Ansicht als PNG, „Sichern“ und „Laden“ arbeiten mit JSON-Dateien, „Link kopieren“ packt die ganze Wand in die Adresse.
Mehrere Bauteile je Projekt
Über dem Formular liegt die Bauteil-Leiste: Jedes Projekt kann beliebig viele Wände und Decken enthalten (bis 20). „+ Wand“ und „+ Decke“ legen ein weiteres Bauteil an, ein Klick auf einen Chip wechselt dorthin, „Kopieren“ dupliziert das aktive Bauteil (praktisch für gleichartige Wände), „Entfernen“ löscht es. Das Namensfeld links oben benennt das aktive Bauteil, das Feld in der Leiste das Projekt. Alle Bauteile übernehmen beim Anlegen die Preise des aktiven Bauteils, lassen sich danach aber getrennt einstellen.
Das Ergebnisblatt zeigt immer das aktive Bauteil vollständig. Sobald ein Projekt zwei oder mehr Bauteile hat, folgt darunter der Abschnitt „Projekt gesamt“ mit einer Übersicht (Maße, Fläche, Material je Bauteil und Summe) und der Gesamtmaterialliste: Gleiche Positionen aller Bauteile werden zusammengefasst und Pakete, Rollen und Platten erst auf die Gesamtmenge gerundet — das spart Anbruch gegenüber der Summe der Einzellisten. „Drucken“ gibt dann jedes Bauteil als eigenes Blatt aus, gefolgt vom Projektabschnitt. „Link kopieren“, „Sichern“ und der Browser-Speicher enthalten immer das ganze Projekt; ältere Links und Sicherungen mit einer einzelnen Wand lassen sich weiterhin laden und werden zu Bauteil 1.
Modus „Abgehängte Decke“
Der Umschalter ganz oben im Formular wechselt zur abgehängten Decke — ein eigenes Projekt, nicht mit der Wand kombiniert. Eingegeben werden Länge und Breite des Raums, die Abhanghöhe (Rohdecke bis Unterkante der fertigen Beplankung) und die Rohdecke (Beton oder Holzbalken). Der Rechner baut die Unterkonstruktion in der Vorgabe als Doppelrost auf (die drei anderen Systeme stehen darunter unter „System“, siehe Systemwahl Decke): UD 28/27 rundum an den Wänden, Grundprofile CD 60/27 parallel zur Länge im Abstand von 100 cm an den Abhängern, darunter die Tragprofile CD 60/27 quer dazu alle 50 cm, verbunden mit Kreuzverbindern. Das erste Grundprofil liegt höchstens 15 cm von der Wand, der erste Abhänger höchstens 25 cm; das UD-Profil ist tragend befestigt (alle 62,5 cm) und die Platten werden mit ihm verschraubt (tragender Wandanschluss).
- Abhänger — „automatisch“ rechnet die freie Abhängehöhe (Abhanghöhe minus 5,4 cm Unterkonstruktion minus Beplankung) und nimmt bis 18 cm Direktabhänger (125-mm-Ausführung bis rund 10,5 cm, darüber die 200-mm-Ausführung), sonst Nonius-Abhänger (Unterteil, Oberteil, Splinte, ab 13 cm); Ankerfix-Schnellabhänger mit Draht (ab 11 cm, 25 kg) lassen sich wählen. Der Abhängerabstand kommt aus der Herstellertabelle für den Doppelrost nach Grundprofilabstand und Lastklasse: 95 cm bei einlagig 12,5 mm ohne Auflast, 75 cm bis 0,30 kN/m² (zweilagig oder Dämmauflage), bei höherer Last Grundprofile auf 80 cm und Abhänger auf 70 cm. Die Materialliste prüft die Last je Abhänger gegen die Traglast (Direkt und Nonius 40 kg, Draht 25 kg) und erinnert daran, dass in Beton nur zugelassene Deckennägel oder Stahldübel zulässig sind.
- Beplankung — Platten liegen quer zu den Tragprofilen, ihre Stirnkanten treffen immer auf ein Tragprofil (deshalb der Abstand 50 cm bei 200er und 250er Platten), benachbarte Reihen sind um mindestens einen Tragprofilabstand (≥ 40 cm) versetzt, die zweite Lage zusätzlich um eine halbe Plattenbreite. Schrauben alle 17 cm, bei 60er Platten alle 15 cm (erste Lage bei Doppelbeplankung alle 50 bzw. 30 cm, wenn die zweite Lage am selben Tag folgt), auch am UD-Rand.
- Aussparungen — im Block „Aussparungen“ kommen Einbauleuchten, Revisionsklappen und Deckenauslässe dazu: „+ Aussparung“ legt eine Zeile an, „−“ entfernt sie. Die Vorlagen decken Einbauspots mit Ø 68, 75 und 83 mm, Revisionsklappen 30 × 30, 40 × 40 und 60 × 60 cm und den Deckenauslass Ø 10 cm ab, dazu eigene runde und rechteckige Maße. Eingetragen werden die Lage der Mitte (x von links, z von der oberen Kante des Plans) und die Anzahl gleicher Aussparungen. Der Rechner prüft jede Aussparung gegen den lichten Tragprofilabstand (Achsabstand minus 6 cm Profilbreite, bei 50 cm also 44 cm): Was dazwischen passt, ist nur ein Plattenausschnitt; was größer ist, bekommt eine Auswechslung aus zwei Wechselstücken CD in Länge des Tragprofilabstands, vier Kreuzverbindern und zwei zusätzlichen Abhängern — die Positionen stehen in der Materialliste und im Ergebnisblatt in der Tabelle „Aussparungen“. Liegt ein Spot genau auf einem Tragprofil, sagt eine Warnung, um wie viele Zentimeter er zu versetzen ist. Gezeichnet werden die Aussparungen rot mit den Nummern L1, L2 …; das rote Symbol in der Leiste links blendet sie aus.
- Ansichten — „Unterkonstruktion“ zeigt den Plan von unten mit G = Grundprofil, T = Tragprofil, blauen Abhängerpunkten und Kreuzverbindern samt Abständen; „Beplankung“ den Plattenplan je Lage mit Nummern und den roten Ausschnitten; „3D“ die Decke von unten mit Abhängern bis zur halbtransparenten Rohdecke. Der Würfel und das Haus-Symbol funktionieren wie bei der Wand, die Schrägansicht kommt von schräg unten. Ein Klick auf ein Bauteil im Plan — Grundprofil, Tragprofil, Abhänger, Kreuzverbinder, Randprofil, Aussparung oder Plattenstück — markiert es und zeigt seine Daten und seine Materialzeile.
- Materialliste — CD-Profile in Stangen mit Längsverbindern für gestoßene Profile, UD-Profil nach Umfang, Abhänger mit Dübeln oder Holzschrauben, Kreuzverbinder, Platten mit Reserve, Schrauben gezählt, Spachtel (0,3 kg/m² einlagig, 0,5 kg/m² zweilagig), Fugendeckstreifen für die Stirnkanten, Trennstreifen oder Acryl am Wandanschluss, Dämmauflage in Paketen, bei Aussparungen die Wechselstücke der Auswechslung und die Zahl der Ausschnitte.
Systemwahl Decke
Im Block „Unterkonstruktion“ stehen vier Systeme zur Wahl. Die Kachel bestimmt, welche Bauteile gerechnet, gezeichnet und in die Materialliste geschrieben werden; Felder, die im gewählten System nicht vorkommen, blendet der Rechner aus.
| System | Aufbau | Bauhöhe | Wann |
|---|---|---|---|
| CD-Doppelrost (Vorgabe) | Grundprofile CD 60/27 an den Abhängern, quer darunter die Tragprofile, verbunden mit Kreuzverbindern | 5,4 cm plus Beplankung | der Regelfall: sicher auszurichten, jede Abhanghöhe von 1,5 cm bis 2 m, alle Lastklassen |
| CD einlagig | nur Tragprofile CD 60/27, unmittelbar an den Abhängern; keine Grundprofile, keine Kreuzverbinder | 2,7 cm plus Beplankung | wenn wenig Höhe zur Verfügung steht; dafür stehen die Abhänger dichter (bei 50 cm Tragprofilabstand alle 130 cm statt 95 cm auf dem Grundprofil) und jede Reihe muss für sich fluchten |
| Holzlattung | Grundlatten 50 × 30 an den Abhängern, quer darunter die Traglatten, je Kreuzung zwei Spanplattenschrauben 4 × 50 | 6,0 cm plus Beplankung | günstig und ohne Spezialwerkzeug; nur trockenes Nadelholz mit höchstens 20 % Holzfeuchte, Plattenschrauben eine Stufe länger (TN 3,5 × 35) |
| Direktmontage | Tragprofile CD 60/27 quer zu den Balken, an jeder Kreuzung ein Direktabhänger seitlich am Balken | 2,7 cm plus Beplankung | Holzbalkendecke ohne echte Abhängung; Balkenabstand und Balkenrichtung werden eingegeben, der Abhängerabstand ergibt sich aus dem Balkenraster |
- Abstände — beim Doppelrost und bei der Holzlattung hängt der zulässige Abhängerabstand vom Achsabstand der Grundprofile beziehungsweise Grundlatten ab, beim einlagigen Rost und bei der Direktmontage vom Achsabstand der Tragprofile. Der Rechner nimmt die Werte aus den Herstellertabellen des jeweiligen Systems und warnt, wenn ein eingestellter Abstand darüber liegt.
- Direktmontage — die Tragprofile laufen im Rechner immer parallel zur Breite und die Platten quer dazu. Damit jeder Abhänger auf einem Balken sitzt, müssen die Balken parallel zur Länge liegen; steht die Balkenlage quer dazu, tauscht man Länge und Breite. Ist der Balkenabstand größer als der zulässige Abhängerabstand, sind Zwischenhölzer nötig — auch darauf weist der Rechner hin. Unebenheiten der Balkenlage lassen sich mit Direktabhängern nur begrenzt ausgleichen; bei stark durchhängenden Balken ist der abgehängte Doppelrost der bessere Weg.
- Zeichnung — Latten erscheinen in Holzfarbe und mit ihrer wahren Breite von 5 cm, die Balkenlage als breite, halbtransparente Bänder unter der Unterkonstruktion. Die Werkzeugleiste links wechselt die Beschriftung mit („Grundlatte“ statt „Grundprofil“) und bekommt bei der Direktmontage einen Schalter für die Balken. Ein Klick auf ein Bauteil zeigt es an, zum Beispiel „G2 · Grundlatte 50 × 30 · 518 cm · Abstand 90 cm“.
Regeln, die der Rechner einhält
| Regel | Wert | Warum |
|---|---|---|
| Ständerabstand | 62,5 cm (125er Platte), 60 cm (60er Platte); 41,7 / 31,25 cm bei Fliesen, hohen Wänden, Brandschutz | Plattenstöße müssen auf Ständern liegen; kleinerer Abstand erhöht Steifigkeit und zulässige Höhe |
| Ständerlänge | lichte Höhe minus 10–15 mm | Ständer stehen schwimmend in den UW-Profilen, Deckendurchbiegung wird nicht in die Wand geleitet |
| Befestigung UW / Randständer | alle ≤ 100 cm, mindestens 3 je Profil | Herstellerrichtlinien für Anschlüsse an Massivbauteile |
| Dichtungsband | unter allen UW-Profilen und hinter Randständern, Bandbreite = Profilbreite | Schallentkopplung, Spaltschluss; Schallwerte gelten nur mit Band |
| Plattenstöße | auf Ständern, Querstöße ≥ 40 cm versetzt, kein Kreuzstoß | DIN 18181, Herstellerrichtlinien: Rissfreiheit |
| Zweite Lage | um einen Ständerabstand versetzt, Querstöße ≥ 40 cm gegen die erste Lage | keine durchgehenden Fugen, Schall- und Brandschutz |
| Stöße an Öffnungen | ≥ 15 cm neben dem Laibungsständer, nie in der Laibungsflucht | Ecken von Türen und Fenstern sind die häufigste Rissstelle — beim Fenster an vier statt zwei Ecken |
| Türständer | UA-Profil 2 mm mit Anschlusswinkeln als Standard; CW mit Kasten nur bis 88,5 cm Öffnung, 2,60 m Wandhöhe, 25 kg Türblatt | Herstellerrichtlinien für Türöffnungen in Ständerwänden (DIN 18340) |
| Fenster und Durchreiche | Laibungsständer durchgehend, CW bis 187,5 cm Öffnungsbreite; Sturz oben, Brüstungsriegel unten, Stummel im Raster darüber und darunter | Für Wandöffnungen gelten dieselben Regeln wie für Türen; die UA-Pflicht kommt vom bewegten Türblatt, nicht von der Öffnung. Unter der Öffnung ist ein zweites waagerechtes Profil auszubilden |
| Schrauben | TN 3,5 × 25 (12,5 mm), × 35 (2 × 12,5 mm); alle 25 cm, erste Lage bei Doppelbeplankung alle 75 cm | Schraubenlänge ≥ Beplankung + 10 mm; nur an Ständern, nicht an UW-Profilen |
| Spachtel | ≈ 0,3 kg/m² je Seite Fugenspachtel, Q3 + 0,5 kg/m², Q4 + 1,5 kg/m² | Herstellerangaben Fugen- und Flächenspachtel |
| Decke: Abstände | Grundprofile 100 cm, Tragprofile 50 cm (12,5 mm quer; 15 mm 55, 18 mm 62,5), Abhänger nach Tabelle: 95 cm bis 0,15 kN/m², 75 cm bis 0,30, bei 80 cm Grundprofilabstand 105 / 80 / 70 cm | Herstellertabellen für Doppelrost-Unterdecken |
| Decke: Randabstände | erstes Grundprofil und Tragprofil ≈ 15 cm, erster Abhänger ≈ 25 cm von der Wand, UD tragend alle 62,5 cm befestigt, Profile ≥ 2 cm eingeschoben | Herstellerdetails zum Wandanschluss |
| Decke: Abhänger | Direktabhänger 1,5–18 cm freie Höhe (125 mm bis ≈ 10,5), Nonius ab 13 cm, Draht ab 11 cm; Traglast 40 / 40 / 25 kg; Eigengewicht ≤ 0,50 kN/m² | Herstellerangaben, DIN 18168-2; Verankerung nur mit Deckennagel oder Stahldübel |
Referenz der Felder und Knöpfe
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Beispiel / Neu | Beispielwand laden oder leere Vorgabe (4 m × 2,60 m, CW 75, einfach beplankt, 125 × 260, Dämmung 60 mm). |
| Laden / Sichern | JSON-Datei mit allen Eingaben und Preisen lesen bzw. schreiben. |
| Bild | Aktuelle Ansicht (auch 3D) als PNG in 1800 px Breite. |
| Link kopieren | Adresse mit der ganzen Wand im Hash — ohne Server, zum Weitergeben. |
| Nur das Ergebnisblatt, A4 hochkant. | |
| Öffnungen: + / − | Zeile für Tür, Fenster oder Durchreiche anlegen oder entfernen; mehrere Öffnungen je Wand möglich. |
| Öffnungen: Art und Maß | Türstandardmaße nach DIN 18100 oder freies Maß für Tür, Fenster und Durchreiche (Breite × Höhe der Öffnung). |
| Öffnungen: Lage / Brüstung | Abstand der linken Laibung vom linken Wandende; Brüstung = Unterkante der Öffnung über dem Boden (nur Fenster und Durchreiche). |
| Öffnungen: mittig / stoßfrei / Beplankung versetzen | Öffnung mittig in die Wand setzen, so verschieben, dass kein Plattenstoß in der Ecke liegt, oder die Beplankung mit anderem Startversatz beginnen lassen (Öffnung bleibt). |
| Beplankung beginnt mit | Startversatz der ersten Plattenreihe (Seite A, 1. Lage) in Ständerfeldern; „automatisch“ wählt den Versatz mit den wenigsten Stoßkonflikten. |
| Öffnungen: Laibungsständer | UA 2 mm, CW mit Kastenprofil oder „nach Regel“ (Türen 88,5 cm / 2,60 m / 25 kg, feststehende Öffnungen 187,5 cm). |
| Bauteil-Leiste: + Wand / + Decke / Kopieren / Entfernen | Weitere Bauteile im Projekt anlegen, das aktive duplizieren oder entfernen; Chips wechseln das Bauteil, das Feld in der Leiste benennt das Projekt. |
| Reserve % | Zuschlag auf Platten, Schrauben, Spachtel (Vorgabe 10 %). |
| Schrauben außen / innen | Schraubenabstand der Außenlage bzw. der inneren Lage bei Doppelbeplankung. |
| Ständer kürzer | Spiel zwischen Ständer und Decken-UW in mm. |
| Sturz-Überstand | Länge des UW-Sturzes über die Öffnung hinaus, je Seite. |
| CW-Länge / UW-Länge | Lieferlänge der Profile; „passend“ nimmt die kürzeste Handelslänge über der Ständerlänge. |
| Spachtel kg/m² | Verbrauch der Außenlage bzw. der inneren Lage je Seite. |
| Oberfläche Q2–Q4 | Qualitätsstufe der Verspachtelung; ab Q3 kommt Flächenspachtel hinzu. |
| Fugendeckstreifen | Nur nötig bei Spachtelmassen, die Bewehrung verlangen. |
Typische Fehler beim Bau
- Ständer festschrauben — CW-Profile werden nicht mit den UW-Profilen verschraubt (außer Tür- und Randständer). Sie stehen lose, die Platten halten die Wand zusammen.
- Platten an UW schrauben — Schrauben nur in die Ständer; an Boden und Decke bleiben die Platten frei, sonst reißt die Anschlussfuge bei Deckenbewegung.
- Platten auf den Boden stellen — 10 mm Luft zum Boden lassen (Keil), Fuge später mit Acryl oder unter der Leiste.
- Offene Profilseite falsch — alle CW-Profile mit der offenen Seite in Montagerichtung, damit die Platte immer am Steg anliegt und die Schraube nicht den Schenkel wegdrückt.
- Dämmung stopfen — Mineralwolle nur so dick wie das Profil, nicht pressen; Streifen 625 mm breit klemmen sich von selbst.
- Anschlussfuge starr spachteln — an Decke und Massivwand Trennstreifen oder Acryl, kein Spachtel bis an den Beton, sonst Risse.
- Stoß in der Türecke — Platten über der Tür durchlaufen lassen, Stoß mindestens 15 cm neben den Türständer; der Rechner zeigt die Stelle. Bei Fenster und Durchreiche gilt das an allen vier Ecken.
Trockenbau-Rechner: Ständerwand und abgehängte Decke mit Material, Plattenplan und 3D
Wandlänge und Höhe eingeben, Profil und Plattenformat wählen — große Rasterplatte oder Einmannplatte —, Tür nach Standardmaß setzen, Dämmung dazu. Der Rechner stellt das Ständerwerk auf, teilt die Platten mit richtigem Fugenversatz ein, zeigt die Wand in 3D und liefert die komplette Einkaufsliste: CW- und UW-Profile, Platten je Seite und Lage, Schrauben, Dübel, Dichtungsband, Spachtel, Dämmung — mit Zuschnitt. Gemacht fürs Handy im Baumarkt, mit allen Feineinstellungen am PC. Kostenlos, ohne Anmeldung; die Eingaben bleiben auf deinem Gerät. Umschalten auf Abgehängte Decke: Raummaß und Abhanghöhe eingeben, der Rechner setzt Grund- und Tragprofile CD 60/27, UD-Randprofil, Abhänger nach Abhanghöhe (Direkt, Nonius oder Draht), Kreuz- und Längsverbinder, teilt die Platten quer zum Tragprofil mit versetzten Stirnkanten ein und prüft die Last je Abhänger.
Stand 06.09.2026 · von Martin Scherer · Metallständerwand CW 50–150 oder Decke CD 60/27 · 125er und 60er Platten · einfach/doppelt beplankt · Tür · Dämmung · 3D · Materialliste · Druck als PDF
Was der Trockenbauwand-Rechner rechnet
Eine Metallständerwand besteht aus wenigen Teilen, aber die Mengen hängen an der Geometrie: Der Ständerabstand folgt der Plattenbreite, die Plattenzahl folgt Wandhöhe und Plattenlänge, die Schrauben folgen der Zahl der Ständer und Stöße, die Dübel den Profillängen, der Spachtel der Fläche und der Anzahl der Lagen. Deshalb baut dieser Rechner die Wand wirklich auf: Er setzt Randständer und Zwischenständer, schneidet die Tür heraus, legt Sturz und Stummel, teilt die Platten Spalte für Spalte mit den Versatzregeln ein und packt die Stücke in ganze Platten. Was herauskommt, ist keine Faustformel, sondern eine Einkaufsliste, die zu genau dieser Wand gehört — mit Zuschnittliste für Profile und Platten.
- Ständerwerk: Randständer, Ständer alle 62,5 cm (oder 60 cm bei Einmannplatten), UW an Boden und Decke, Tür mit Sturz und Stummeln, UA-Profile nach Regel.
- Beplankung: 125er Rasterplatte oder 60er Einmannplatte, einfach oder doppelt, versetzte Stöße, Querstoß-Regel 40 cm, Türregel 15 cm, Zuschnitt mit Restverwertung.
- Material: Profile in Handelslängen, Platten mit Reserve, Schrauben gezählt, Dübel, Dichtungsband, Spachtel Q2–Q4, Dämmung in Paketen, Kosten nach eigenen Preisen.
- Ansichten: Ständerwerk, Plattenplan je Seite und Lage mit Nummern, 3D-Ansicht mit Dämmung; Ergebnisblatt zum Drucken, auch am Handy.
Wandsysteme im Vergleich
| System | Aufbau | Dicke bei CW 75 | Gewicht ca. | Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Einfachständer, einfach beplankt | CW + 1 × 12,5 mm je Seite | 10,0 cm | 25 kg/m² | Abstellraum, Ankleide, leichte Trennung |
| Einfachständer, doppelt beplankt | CW + 2 × 12,5 mm je Seite | 12,5 cm | 45 kg/m² | Wohnungstrennung innen, Bad, Hängeschränke, F30–F90 |
| Doppelständer | zwei getrennte Ständerreihen, 2 × 12,5 mm je Seite | ab 20 cm | 50 kg/m² | Wohnungstrennwand, Installationswand — nicht im Rechner, als zwei Wände rechnen |
Häufige Fragen
Wie viele Ständer brauche ich für eine Trockenbauwand?
Ein CW-Ständer an jedem Wandende (am Massivanschluss gedübelt), dazwischen alle 62,5 cm einer — das ist die halbe Breite der 125-cm-Platte, so dass jeder Plattenstoß auf einem Ständer liegt. Für 60 cm breite Einmannplatten gilt 60 cm Abstand. Bei einer 4 m langen Wand sind das 8 Ständer plus Randständer, also 9 Profile; kommt eine Tür dazu, zwei Türständer und die kurzen Stummel über dem Sturz. Der Rechner setzt alle Ständer maßgenau und zeichnet sie mit Nummern.
Welcher Ständerabstand gilt bei Trockenbauwänden?
Regelabstand ist 62,5 cm (DIN 18183-1 und Herstellerrichtlinien), abgeleitet aus der Plattenbreite 125 cm. Bei Fliesenbelag, hohen Wänden, schweren Lasten oder Brandschutzwänden verlangen Hersteller 41,7 cm (ein Drittel) oder 31,25 cm (ein Viertel der Plattenbreite). Einmannplatten mit 60 cm Breite brauchen 60 cm. Der Rechner nimmt den Abstand aus der Plattenbreite, jeder andere Wert lässt sich einstellen — mit Warnung, wenn die Plattenstöße dann nicht mehr auf Ständern liegen.
CW 50, CW 75 oder CW 100 — welches Profil?
Die Zahl ist die Profiltiefe in Millimetern und damit der Hohlraum für Dämmung und Installation. CW 50 reicht für niedrige Abstellräume und Wandhöhen bis rund 3 m, CW 75 ist der Standard im Wohnungsbau (bis etwa 4,5 m bei einfacher Beplankung), CW 100 für hohe Räume, dickere Dämmung oder Abwasserleitungen in der Wand. Der Rechner prüft die eingegebene Wandhöhe gegen die zulässige Höhe des Profils und schlägt bei Überschreitung stärkeres Profil oder Doppelbeplankung vor.
Einfache oder doppelte Beplankung?
Einfach beplankt (1 × 12,5 mm je Seite) reicht für Abstellräume, Ankleiden und leichte Trennungen. Doppelte Beplankung (2 × 12,5 mm je Seite) bringt bessere Schalldämmung (etwa 5 bis 8 dB mehr), höhere zulässige Wandhöhe, Brandschutz F30 bis F90 und tragfähigere Wände für Regale und Hängeschränke. Sie kostet rund die doppelte Plattenmenge und mehr Schrauben und Spachtel — der Rechner zeigt beides nebeneinander, wenn man umschaltet.
Große Platte oder Einmannplatte?
Die Rasterplatte 125 × 200 bis 300 cm ist günstiger je Quadratmeter und hat weniger Fugen, wiegt aber 25 bis 35 kg und ist allein kaum zu setzen. Einmannplatten (60 × 150 bis 260 cm) trägt einer, sie passen ins Auto, brauchen aber mehr Stöße, mehr Schrauben und ein 60-cm-Raster. Der Rechner rechnet beide Formate durch — Umschalter oben im Formular — und zeigt Stückzahl, Verschnitt und Fugenmeter im Vergleich.
Wie werden die Platten versetzt?
Stöße einer Lage liegen immer auf einem Ständer, Querstöße benachbarter Platten mindestens 40 cm versetzt, nie als Kreuzstoß. Bei doppelter Beplankung wird die zweite Lage um einen Ständerabstand (halbe Platte) versetzt, ihre Querstöße ebenfalls um mindestens 40 cm gegen die erste Lage. Über Türen darf kein Stoß in der Flucht des Türständers liegen — mindestens 15 cm daneben, sonst reißt die Ecke. Der Rechner hält alle drei Regeln ein und warnt, wenn die Türposition sie unmöglich macht — mit Vorschlag, um wie viel die Tür zu verschieben ist.
Welche Wandöffnung braucht eine Zimmertür im Trockenbau?
Trockenbauzargen werden auf das Baurichtmaß der Öffnung bestellt: 62,5 / 75 / 87,5 / 100 / 112,5 cm breit und 200 oder 212,5 cm hoch (DIN 18100). Die übliche Zimmertür „86er“ (Türblatt 86 × 198,5 cm) braucht also eine Öffnung von 87,5 × 200 cm im Ständerwerk. Der Rechner hat die Standardmaße hinterlegt, eigene Maße sind möglich.
UA-Profil oder CW-Profil als Türständer?
Der Rechner setzt als Standard verstärkte UA-Profile aus 2 mm Blech, raumhoch und ungestoßen, oben und unten mit Anschlusswinkeln und Dübeln verankert — so empfehlen es die Hersteller grundsätzlich, weil Türen die Wand bei jedem Zuschlagen belasten. CW-Profile aus 0,6 mm Blech, mit eingeschobenem UW-Profil zum Kasten ausgesteift, sind nur als Sparvariante zulässig: Türblatt bis 25 kg, Wand bis 2,60 m, Öffnung bis 88,5 cm. Beides lässt sich im Feld „Türständer“ wählen, „nach Regel“ entscheidet automatisch nach diesen Grenzen.
Fenster oder Durchreiche in der Trennwand — was ist anders als bei der Tür?
Konstruktiv fast nichts, ein Bauteil kommt dazu. Wie bei der Tür bekommt die Öffnung zwei durchgehende Laibungsständer von Boden bis Decke und darüber einen Sturz aus einem UW-Stück mit 10 cm Überstand je Seite, dessen Schenkel eingeschnitten und als Laschen an die Laibungsständer geschraubt werden. Neu ist der Brüstungsriegel: ein zweites waagerechtes UW-Stück unter der Öffnung, gleich lang wie der Sturz und genauso angeschlossen. Zwischen Riegel und Boden sowie zwischen Sturz und Decke stehen kurze Stummel im Ständerraster, damit die Platten dort Halt und eine Stoßkante haben. Beim Profil darf man gelassener sein als bei der Tür: Die Pflicht zum UA-Profil kommt vom bewegten Türblatt, das bei jedem Zuschlagen an der Wand reißt — ein feststehendes Innenfenster tut das nicht. Deshalb gelten die Türgrenzen 88,5 cm Breite, 2,60 m Wandhöhe und 25 kg Türblatt hier nicht; nach dem Herstellerschema reichen CW-Laibungsständer bis rund 1,875 m Öffnungsbreite, darüber kommen UA-Profile. Strenger ist dagegen die Plattenregel: Eine Tür hat zwei Ecken, ein Fenster vier — an jeder darf kein Plattenstoß in der Laibungsflucht liegen, mindestens 15 cm Abstand, und die Platten laufen möglichst im Stück um die Öffnung herum (L- oder U-Schnitt). Im Rechner wird die Öffnung im Block „Öffnungen“ angelegt: Art wählen, Breite, Höhe, Brüstungshöhe und Lage eintragen — Ständerwerk, Sturz, Riegel, Stummel, Plattenzuschnitt und Materialliste ergeben sich daraus, und „stoßfrei“ verschiebt die Öffnung auf eine Lage ohne Stoß in der Ecke.
Wie viele Schrauben, wie viel Spachtel?
Schnellbauschrauben TN 3,5 × 25 mm für 12,5-mm-Platten, alle 25 cm an jedem Ständer; bei doppelter Beplankung die erste Lage nur alle 75 cm, die zweite mit 3,5 × 35 mm alle 25 cm. Das ergibt je nach Format rund 15 bis 20 Schrauben je Quadratmeter Beplankung. Fugenspachtel: etwa 0,3 kg/m² je Seite für Fugen und Schraubenköpfe (Q2), bei Q3 kommen rund 0,9 kg/m² Flächenspachtel dazu, bei Q4 die Vollflächenspachtelung. Der Rechner zählt die Schrauben aus der tatsächlichen Plattenteilung.
Wozu das Dichtungsband unter den Profilen?
Das selbstklebende Trennwand-Dichtungsband (PE-Schaum, 3 mm, in der Profilbreite) kommt unter alle UW-Profile an Boden und Decke und hinter die Randständer. Es entkoppelt die Wand vom Baukörper, schließt Spalten und ist für die angegebene Schalldämmung Pflicht — ohne Band verliert die Wand mehrere Dezibel. Der Rechner nimmt die Meter aus den Profillängen und rundet auf Rollen.
Womit befestige ich UW-Profile an Boden und Decke?
An Beton und Mauerwerk mit Drehstiftdübeln oder Deckennägeln 6 × 35 mm, an Holz mit Holzbauschrauben — Abstand höchstens 1 m, mindestens drei Befestigungen je Profilstück. Randständer an der Massivwand genauso. Auf Estrich mit Trittschalldämmung darf die Wand stehen, wenn der Estrich mindestens 35 bis 40 mm dick ist; bei Fußbodenheizung nicht bohren, sondern mit Montagekleber setzen oder vorher die Heizrohre orten.
Welche Dämmung gehört in die Trockenbauwand?
Mineralwolle-Trennwandplatten oder Klemmfilz, so dick wie das Profil oder eine Stufe dünner (CW 50: 40 mm, CW 75: 60 mm, CW 100: 80 bis 100 mm), Streifenbreite 625 mm für das 62,5-Raster. Sie darf nicht gestaucht werden und muss den Hohlraum vollständig füllen; Schallschutzwerte der Hersteller gelten nur mit Dämmung. Der Rechner nimmt die Nettofläche ohne Tür, schlägt 3 % zu und rundet auf Pakete.
Was wiegt die Wand, wie dick wird sie?
CW 75 mit 2 × 12,5 mm je Seite ergibt 12,5 cm Wanddicke und rund 45 bis 50 kg/m²; einfach beplankt 10 cm und rund 25 kg/m². Das ist für Holzbalkendecken meist unkritisch, bei sehr langen Wänden auf schwachen Decken aber vorab zu prüfen. Der Rechner gibt Dicke, Gesamtgewicht und Gewicht je Quadratmeter aus.
Wie viele Abhänger und Profile braucht eine abgehängte Decke?
Als Doppelrost mit CD 60/27: Grundprofile alle 100 cm, darunter Tragprofile alle 50 cm (Platten quer), Abhänger auf den Grundprofilen nach der Herstellertabelle alle 95 cm bei einlagiger 12,5-mm-Beplankung ohne Auflast, alle 75 cm bei doppelter Beplankung oder Dämmauflage (Lastklasse bis 0,30 kN/m²). Für ein Zimmer 5,20 × 4,10 m sind das 5 Grundprofile, 10 Tragprofile, 30 Abhänger, 50 Kreuzverbinder und rund 67 m CD-Profil plus 19 m UD-Randprofil — das entspricht den Herstellerwerten von etwa 3,2 m CD, 1,4 Abhängern und 2,3 Kreuzverbindern je Quadratmeter. Der Rechner setzt alle Profile mit den Randabständen 15 und 25 cm und zeichnet den Plan von unten.
Direktabhänger oder Nonius-Abhänger?
Direktabhänger sind einfache Blechwinkel: die 125-mm-Ausführung reicht für rund 10,5 cm freie Abhängehöhe, die 200-mm-Ausführung bis 18 cm — die oft genannte Grenze von 12,5 cm ist die Systemgrenze mancher Hersteller zwischen direkt befestigter und abgehängter Decke, nicht die Grenze des Bauteils. Darüber braucht es Nonius-Abhänger aus Unterteil, Oberteil und Splinten (ab 13 cm, Oberteile 20 bis 100 cm, verlängerbar) oder Ankerfix-Schnellabhänger mit Draht (ab 11 cm, bis 2 m). Direkt- und Nonius-Abhänger tragen 0,40 kN, also 40 kg, Drahtabhänger 25 kg. Der Rechner rechnet die freie Höhe aus Abhanghöhe minus 5,4 cm Unterkonstruktion minus Beplankung, wählt danach und prüft die Last je Abhänger.
Womit befestige ich die Abhänger an der Betondecke?
In Stahlbeton nur mit Deckennagel mit bauaufsichtlicher Zulassung (etwa 6 × 35 mm) oder einem geeigneten Stahldübel, ein Stück je Abhänger — die Herstellerrichtlinien nennen für Beton nur diese beiden; Kunststoffdübel kriechen unter Dauerlast und versagen im Brandfall. In Porenbeton, Ziegel oder Hohlkammersteinen sind nur speziell dafür zugelassene Anker erlaubt. An Holzbalkendecken werden Direktabhänger seitlich mit zwei Schnellbauschrauben 3,5 × 35 oder mittig mit einer Flachkopfschraube 5,1 × 35 befestigt; jeder Abhänger muss auf einem Balken sitzen, die Grundprofile laufen quer zu den Balken.
Wie werden die Platten an der Decke verlegt?
Quer zu den Tragprofilen, so dass jede Stirnkante auf einem Tragprofil liegt; die Längskanten dürfen frei zwischen den Profilen liegen. Benachbarte Reihen werden um mindestens 40 cm, praktisch einen Tragprofilabstand, versetzt, es entstehen keine Kreuzfugen; die Befestigung beginnt in Plattenmitte. Schrauben TN 3,5 × 25 alle 17 cm (60er Platten alle 15 cm), bei doppelter Beplankung die erste Lage alle 50 cm, sofern die zweite Lage am selben Tag folgt, sonst ebenfalls 17 cm; die zweite Lage mit 3,5 × 35. Stirn- und Schnittkanten werden auch bei Spachtel ohne Bewehrungsstreifen mit Fugendeckstreifen gespachtelt, der Wandanschluss bekommt Trennstreifen, bei Schallschutz Trennwandkitt.
Wie plane ich Einbauleuchten in der abgehängten Decke?
Zuerst der Deckenplan, dann die Unterkonstruktion — vor der Montage muss feststehen, wo Leuchten, Revisionsklappen und Auslässe sitzen und was sie wiegen. Ausschnitte, die zwischen die Profile passen, sind ohne Einfluss auf die Tragfähigkeit: ein Einbauspot mit Ø 68 mm braucht bei 50 cm Tragprofilabstand nur ein Loch in der Platte, gebohrt mit der Lochsäge, kein Zusatzmaterial. Kritisch wird es, wenn eine Kante größer ist als der lichte Abstand zwischen zwei Tragprofilen (bei 50 cm Achsabstand rund 44 cm) — dann wird das Tragprofil unterbrochen und braucht eine Auswechslung: zwei Wechselstücke aus CD-Profil quer zwischen die benachbarten Tragprofile, mit vier Kreuzverbindern angeschlossen, und die Last des Einbauteils wird mit mindestens zwei zusätzlichen Abhängern in die Rohdecke eingeleitet. Das gilt zum Beispiel für eine Revisionsklappe 60 × 60 cm. Im Rechner werden Aussparungen im Block „Aussparungen“ eingetragen (Vorlagen für Spots Ø 68, 75 und 83 mm, Klappen 30 × 30 bis 60 × 60 cm, Deckenauslass Ø 10 cm) — er zeichnet sie rot in Untersicht und Plattenplan, warnt, wenn ein Spot genau auf einem Tragprofil liegt, und nennt die Zentimeter, um die er zu versetzen ist. Zwei Praxisregeln kommen dazu: mindestens 5 cm Abstand zu Rohdecke und Wänden, und bei Brandschutzanforderungen Spots mit zugelassenen Brandschutzgehäusen hinterlegen sowie nur zugelassene Revisionsklappen einbauen.
Holzlattung oder Metallprofile für die abgehängte Decke?
Metall ist im Innenausbau der Regelfall, Holz die Ausnahme mit klaren Vorteilen. Für die CD-Unterkonstruktion sprechen die Maßhaltigkeit (das Profil bleibt gerade, egal wie feucht die Baustelle ist), die geringe Bauhöhe von 5,4 cm beim Doppelrost und 2,7 cm beim einlagigen Rost, die Nichtbrennbarkeit und die geregelten Abhänger von 5 mm bis 2 m Abhängehöhe. Für die Holzlattung sprechen der Preis (eine Dachlatte 50 × 30 kostet rund 1,10 € je Meter gegenüber etwa 2,20 € je Meter CD-Profil), die einfache Bearbeitung mit Säge und Akkuschrauber und die Möglichkeit, schwere Einbauten direkt an einer Latte zu befestigen. Zu beachten: Latten mindestens 50 × 30 mm, nur trockenes Nadelholz mit höchstens 20 % Holzfeuchte — feuchtes Holz arbeitet nach, und die Fugen reißen. Die Abstände sind bei beiden Systemen praktisch gleich: Traglatte alle 50 cm wie das Tragprofil, Grundlatte alle 90 cm, Abhänger alle 100 cm bei einlagiger 12,5-mm-Beplankung; die Traglatte wird mit zwei Spanplattenschrauben 4 × 50 je Kreuzung auf die Grundlatte geschraubt, gehängt wird mit Direktabhängern für Holzlatte oder mit Draht und Schnellabhänger. Die Plattenschrauben sind eine Stufe länger als bei Metall: TN 3,5 × 35 statt 3,5 × 25, weil sie mindestens fünf Durchmesser tief ins Holz greifen müssen. Im Rechner steht die Wahl im Block „Unterkonstruktion“ unter „System“ — vier Kacheln, dazu „CD einlagig“ für sehr geringe Abhanghöhen und „Direktmontage“, wenn die Tragprofile ohne Abhängung quer auf eine Holzbalkenlage kommen.
Kann ich mehrere Wände und eine Decke zusammen berechnen?
Ja. Ein Projekt fasst beliebig viele Bauteile: Über dem Formular liegt eine Bauteil-Leiste mit „+ Wand“ und „+ Decke“, jedes Bauteil hat eigene Maße, Öffnungen, Beplankung und Einstellungen und lässt sich kopieren, umbenennen oder entfernen. Das Ergebnisblatt zeigt das aktive Bauteil, darunter bei mehreren Bauteilen den Abschnitt „Projekt gesamt“ mit Übersicht und Gesamtmaterialliste, in der gleiche Positionen zusammengefasst und Pakete erst auf die Gesamtmenge gerundet werden — so bleibt weniger angebrochenes Material übrig. Gedruckt wird jedes Bauteil als eigenes Blatt, der Link und die JSON-Sicherung enthalten das ganze Projekt.
Bleiben meine Eingaben auf dem Gerät?
Ja. Der Rechner läuft vollständig im Browser, nichts wird hochgeladen. Der Stand bleibt im Browser gespeichert, lässt sich als JSON sichern, als Bild speichern oder als Link weitergeben, der die ganze Wand in der Adresse trägt — praktisch, um im Baumarkt die Materialliste auf dem Handy zu haben.
Normbezug und Grundlagen
- DIN 18183-1 „Trennwände und Vorsatzschalen aus Gipsplatten mit Metallunterkonstruktion“, DIN 18168-1 „Gipsplatten-Deckenbekleidungen und Unterdecken“, DIN 18181 „Gipsplatten im Hochbau – Verarbeitung“, DIN 18182-1 (Profile), DIN EN 520 (Gipsplatten), DIN 18100 / DIN 18111 (Türöffnungen und Zargen).
- Verarbeitungsrichtlinien und Systemdetailblätter der Plattenhersteller: Ständerabstände, zulässige Wandhöhen, Befestigungsabstände, Schraubenabstände, Verbrauchswerte je m², Türöffnungen mit CW- oder UA-Profilen.
- Verbrauchswerte und Preise sind Vorgaben und im Werkzeug änderbar; zulässige Wandhöhen gelten für Einbaubereich 1 und Achsabstand 62,5 cm. Für Brand- und Schallschutznachweise gilt allein die Systemzulassung des Herstellers.
- Der Rechner rechnet geometrisch mit den eingegebenen Maßen. Maßtoleranzen, schiefe Wände, Bruch, Zargen und Türblatt sind nicht enthalten — Stand der Seite: 06.09.2026. Das Werkzeug läuft ohne Server; siehe Datenschutz.
Wer im Baumarkt vor den Profilen steht, will drei Zahlen: wie viele CW, wie viele Platten, wie viele Schrauben — und ob die Tür passt. Die Rechner, die es gibt, nehmen Quadratmeter mal Faktor. Ich habe die Wand stattdessen wie beim Steckdosenplaner und Verlegeplaner nachgebaut: Ständer setzen, Platten teilen, Regeln prüfen, zählen. Die Regeln stammen aus DIN 18181/18183 und den Verarbeitungsrichtlinien der Plattenhersteller; für die Ausführung gilt, was der Trockenbauer vor Ort misst.
Weiterlesen
- Trockenbauwand Materialbedarf berechnenStänder, Platten, Schrauben, Spachtel — Rechenweg mit Beispiel 4 × 2,60 m
- Decke abhängenAbhängerabstand, Profile und Material — Beispiel 5,20 × 4,10 m
- Ständerabstand 62,5 oder 60 cmRasterplatte oder Einmannplatte, zulässige Wandhöhen je Raster
- Türöffnung in der TrockenbauwandRohbaumaß, UA-Profil, Sturz und die 15-cm-Regel
- VerlegeplanerFliesen und Laminat im Raum planen, Verschnitt exakt berechnen
- SteckdosenplanerElektroplan im Grundriss zeichnen — Dosen in der neuen Wand gleich mitplanen
- BetonrechnerFundament, Bodenplatte, Treppe: Volumen und Sackzahl