Dein Raum. Dein Muster.
Bis ins Detail geplant.
Fliesen, Parkett oder Vinyl: Gestalte deinen Raum in 3D und plane jede Fläche maßgenau. Mit genauem Materialbedarf, Verschnitt und Zuschnittliste.
Stand 06.09.2026 · von Martin Scherer · Fliesen, Laminat, Vinyl, Parkett · 9 Muster · Raum mit Boden, Wänden, Bordüren und 3D · Materialliste · Druck als PDF
Bedarf
Randstreifen je Wand
Material
Zuschnittliste
Reihen
Anleitung: Verlegeplan für Fliesen und Dielen erstellen – Schritt für Schritt Raum eingeben, Belag und Muster wählen, Raster schieben, Raum-Modus mit Wänden, Sockel, Bordüre und 3D, Ergebnisblatt mit Zuschnittliste und Materialliste, Referenz aller Knöpfe, Tipps · aufklappen bei Bedarf
Der Verlegeplaner beantwortet vor dem ersten Schnitt die Fragen, die sonst erst am Boden auftauchen: Wo fange ich an, wie breit werden die Randstreifen, wie viele Fliesen brauche ich wirklich, und wie sieht der Raum hinterher aus? Dafür rechnet er nicht mit Faustregeln, sondern legt jede Fliese einzeln in den Raum und schneidet sie an Wänden, Aussparungen und Öffnungen. Diese Anleitung geht den Weg vom leeren Raum bis zum gedruckten Ergebnisblatt durch, erklärt den Raum-Modus mit Wänden, Zonen und 3D und listet am Ende jeden Knopf.
Schritt 1: Raum eingeben
Links oben unter Raum wählst du zuerst die Ansicht: Boden für einen Grundriss, Wand für eine einzelne Wandfläche mit Fenster oder Tür, Raum für Boden und alle Wände zusammen (dazu Schritt 4). Dann die Form:
- Rechteck – Länge und Breite in Zentimetern. Der schnellste Weg für die meisten Räume.
- L-Form – Gesamtlänge und Gesamtbreite, dazu Länge und Breite des fehlenden Ausschnitts und die Ecke, in der er liegt.
- Wandzug – Wand für Wand, so wie du im Raum herumgehst: Länge und Richtung (rechts, unten, links, oben oder ein freier Winkel). Der Planer meldet, ob der Umriss schließt; eine Lücke wird zur letzten Wand gerade zugezogen.
- Eckpunkte – jede Ecke als x/y-Koordinate. Diese Form entsteht auch automatisch, sobald du im Plan eine Ecke ziehst.
Aussparungen sind Flächen, die nicht belegt werden: Säule, Kaminzug, Duschtasse, Bodentank. „+ Rechteck“ und „+ Rund“ legen sie in die Raummitte; Lage und Maß trägst du in die Felder ein oder ziehst die Aussparung im Plan am Punkt in ihrer Mitte. Das Feld hoch bestimmt, wie sie in der 3D-Ansicht steht: leer heißt raumhoch, so wird aus der Sperrfläche eine Säule oder ein Kaminzug; 0 lässt sie flach, für Duschtasse oder Bodentank. Die Randfuge ist die Bewegungsfuge zur Wand: 5 mm bei Fliesen, 8 bis 15 mm bei schwimmenden Dielen. Sie wird vom Raum abgezogen, bevor gerechnet wird, und erscheint im Plan als gestrichelte Linie.
Für krumme Räume gibt es den Modus Raum bearbeiten in der Leiste über dem Plan: Ecken ziehen, das kleine Quadrat in der Wandmitte ziehen verschiebt die ganze Wand, ein Doppelklick auf eine Wand setzt eine neue Ecke, Entf oder „Ecke löschen“ entfernt sie. Ecken rasten auf halbe Zentimeter und auf die Flucht der Nachbarecken; „Fang aus“ schaltet das ab.
Schritt 2: Belag und Oberfläche
Der Umschalter oben links entscheidet zwischen Fliesen und Laminat, Vinyl, Parkett. Dielen haben keine Fuge, bekommen eine breitere Randfuge, den wilden Verband und den Kopffugen-Versatz des jeweiligen Belags als Vorgabe. Unter Format steht eine Liste gängiger Maße von 7,5 × 15 cm (Metro) bis 120 × 120 cm, Bordüren und Mosaik auf Netz; Eigenes Maß nimmt Länge und Breite aus den Feldern. Dazu:
- Fuge in Millimetern. Unter 2 mm gilt nur bei rektifizierten Fliesen als sicher, unkalibrierte Ware braucht 3 bis 5 mm. Die Fugenbreite steht in der VOB/C, DIN 18352 (nicht in DIN 18157, wie oft zitiert).
- m² je Paket für die Paketzahl im Einkauf; 30 × 60 und 60 × 60 kommen meist mit 1,44 m², Laminat mit 2 bis 2,5 m².
- Dicke in Millimetern: Fugentiefe für den Fugenmörtel in der Materialliste und Überdeckung an Außenecken.
- Kleber-Zahnung: leer lässt den Planer nach Format wählen (bis 30 cm 6 mm, bis 60 cm 8 mm, bis 1 m 10 mm, darüber Buttering-Floating). Daraus folgt der Kleberbedarf.
- Oberfläche: Optik (Feinsteinzeug, Marmor, Beton, Schiefer, Holzoptik, Eiche, Nussbaum …), Farbton, Struktur und Farbspiel je Stück. Das ist reine Darstellung, damit man sich den Raum vorstellen kann; auf Bedarf und Zuschnitt hat es keinen Einfluss. Unter „Anzeige“ lässt sich auf schematische Farben umschalten – oder mit dem ersten Knopf der Werkzeugleiste links oben im Plan, in der auch Schraffur, Nummern, Reihennummern und Maße sitzen.
- Preis je m² für eine grobe Kostenschätzung im Ergebnisblatt.
Schritt 3: Muster, Drehung und Startpunkt
Unter Verlegung liegen die neun Muster als Kacheln mit Miniaturbild: Kreuzfuge, Halbversatz, Drittelversatz, freier Versatz als Maß, wilder Verband, Diagonal, Fischgrät, Leiterverband und Blockverband. Ein Klick übernimmt auch die Drehvorgabe (45° bei Diagonal und Fischgrät). Die Drehung ist frei einstellbar; den blauen Griff am Startpunkt im Plan zu ziehen rastet in 5°-Schritten, mit gedrückter Umschalttaste auf Zehntelgrad.
Der Startpunkt ist der Nullpunkt des Fliesenrasters. Im Modus Raster schieben ziehst du das Raster direkt im Plan, die Pfeiltasten rücken es um 1 cm (mit Umschalt 10 cm). Vier Helfer nehmen dir die Suche ab:
- Ränder ausgleichen legt das Raster so, dass gegenüberliegende Randstreifen gleich breit werden – die klassische Regel „von der Mitte aus“.
- Wenigste Fliesen rastert den Startpunkt über ein ganzes Modul und nimmt die Lage mit dem geringsten Bedarf inklusive Restverwertung.
- Breiteste Ränder sucht die Lage, bei der der schmalste Randstreifen am breitesten wird – gegen den häufigsten Optikfehler beim Selberverlegen.
- Ganze Fliese in der Ecke setzt eine ungeschnittene Fliese bündig in die gewählte Raumecke; die Schnittreihen wandern an die gegenüberliegenden Wände, etwa hinter Möbel oder unter die Küche.
Die Statuszeile unter dem Plan nennt die drei Kennzahlen, auf die es ankommt: Fliesen mit Restverwertung, Verschnitt in Prozent und der schmalste Randstreifen. Ein Rand unter einem Drittel der Fliesenbreite wird orange, im Plan steht an jeder Wand das Maß. Wer mit der Maus über ein Stück fährt, sieht seine Nummer, Form, Maße und Schnittzahl; ein Klick hält die Auswahl fest.
Schritt 4: Raum-Modus – Boden, Wände, Zonen, 3D
Mit Ansicht: Raum wird aus dem Grundriss ein Raum: über dem Plan erscheint die Flächenleiste mit Boden, W1 bis Wn (eine Wand je Kante des Grundrisses, W1 ist die erste Kante) und 3D-Raum. Boden und Wände haben getrennte Belag-Sätze – Bodenfliesen und Wandfliesen sind selten dieselben; „Wie Boden“ kopiert den Bodensatz auf die Wände. Die Raumhöhe steht im Raum-Abschnitt, das Häkchen „um die Ecke weiterführen“ lässt die Fugen der Wandfliesen von Wand zu Wand durchlaufen.
Ein Klick auf eine Wand öffnet das Wandformular:
- Wand wird gefliest und gefliest bis Höhe (leer = bis zur Decke, 120 = halbhoch).
- Fugenanschluss: W1 ist der Anfang, jede weitere Wand läuft von der Vorwand um die Ecke weiter. Sobald du das Raster einer Wand selbst verschiebst, bekommt sie einen eigenen Startpunkt; „Wieder anschließen“ hängt sie zurück an die Kette.
- Dachschräge: Kniestock in Zentimetern und die Seite, auf der die Schräge liegt (links, rechts oder beide mit First in der Mitte). Die Wand wird zum Trapez oder Fünfeck, die Fliesen werden am schrägen Rand geschnitten.
- Außenecke (nur bei vorspringenden Ecken, etwa an einem Kaminvorsprung): Gehrung, Eckschiene oder überdeckt. Bei „überdeckt“ steht die Fliese dieser Wand um die Fliesendicke vor, die Fugenzählung verschiebt sich entsprechend.
- Zonen: Sockel unten (Vorgabe: aus Bodenfliesen), Bordüre mit Unterkante und Höhe (eigener Dekor-Satz, in laufenden Metern gezählt) und Fliesenspiegel, bei dem nur ein Band der Wand gefliest wird, zum Beispiel zwischen Arbeitsplatte und Hängeschrank. Jede Zone ist eine eigene Fläche mit eigenem Plan; „Bearbeiten“ wählt, für welche Zone das Raster-Schieben gilt. „Rest schlucken“ legt eine Bordüre so, dass darüber ganze Reihen bleiben – der Schnitt wandert nach unten hinter Sockel oder Wanne. Das Häkchen „oben ganze Fliese je Zone“ beginnt jede Zone oben mit einer ganzen Fliese; ohne Häkchen läuft das Raster der Wand durch.
- Öffnungen: Tür, Fenster, Nische und Dose mit Abstand von links, Unterkante über dem Boden, Breite und Höhe. Sie werden zu Löchern in der Wandfläche; Fliesen daran zählen als Schnittstücke „an Aussparung“.
Alle Wände einteilen im Raum-Abschnitt macht die Arbeit für alle Wände auf einmal: W1 bekommt den Startpunkt mit den breitesten senkrechten Rändern und oben eine ganze Fliese, jede Wand mit Fenster (Häkchen „Fenster mittig“) einen eigenen Start, bei dem die Fenstermitte auf einer Fliesenmitte oder einer Fuge liegt – je nachdem, was den breiteren Rand ergibt –, alle übrigen laufen um die Ecke weiter. Die Regel dahinter: oben und an Fenstern ganze Fliesen, die Schnittreihe nach unten hinter Sockel, Wanne oder Möbel.
Die 3D-Ansicht zeigt Boden und Wände mit den gewählten Oberflächen, Öffnungen, Zonen und Dachschrägen als Puppenhaus: Ziehen dreht den Blick, das Mausrad oder zwei Finger zoomen, Wände zwischen Kamera und Raum werden weggelassen. Rechts oben in der Ansicht sitzt der Navigationswürfel: ein Klick auf eine seiner Flächen schwenkt den Blick auf Vorne, Hinten, Links, Rechts, Oben oder Unten, Ziehen am Würfel dreht frei, und der Knopf mit dem Haus darunter stellt die Schrägansicht wieder her. Geplant wird in den Flächen Boden und W1 bis Wn, die 3D-Ansicht ist die Kontrolle.
Schritt 5: Grundriss aus dem Steckdosenplaner
Wer den Raum schon im Steckdosenplaner gezeichnet hat, spart die Eingabe: dort den Plan als JSON sichern, hier unter Raum auf Grundriss aus Elektroplan klicken, Raum und Raumhöhe wählen. Die Raumfläche wird zum Umriss, jede Kante zur Wand, und Steckdosen, Schalter, Netzwerk- und Anschlussdosen an den Wänden werden zu kleinen Ausschnitten in der eingetragenen Höhe – dort muss die Fliese gebohrt oder ausgeschnitten werden, und im Plan siehst du, ob eine Dose ausgerechnet auf einer Fuge sitzt. Deckenauslässe und Bodentanks werden übergangen, Türen und Fenster trägst du danach je Wand nach. Der Berichtskopf vermerkt, dass Grundriss und Ausschnitte aus dem Elektroplan stammen.
Schritt 6: Ergebnisblatt lesen, drucken, sichern
Unter dem Plan steht das Ergebnisblatt – auf dem Bildschirm, am Handy und im Druck dasselbe Blatt. Der Link „Ergebnisblatt ↓“ in der Statuszeile springt hin. Von oben nach unten:
- Kopf mit Fläche, Belag, Muster, Randfuge und Startpunkt – alles, was man braucht, um den Plan auf der Baustelle nachzustellen.
- Vier Kacheln: Bedarf mit Restverwertung, Verschnitt in Prozent des gekauften Materials, Einkauf mit Reserve und Paketen, schmalster Rand mit Bewertung.
- Plan mit Nummern: jedes Stück trägt RReihe.Platz, geschnittene Stücke sind schraffiert, wiederverwendete Reststücke blau, Stücke an Aussparungen rot, die Randfuge gestrichelt. Im Raum-Modus steht hier die 3D-Ansicht, die Pläne je Fläche folgen in der Abwicklung.
- Bedarf: Stück mit und ohne Restverwertung, rechnerisches Minimum, Verschnitt, Einkauf mit Reserve, Pakete, Kosten, Stücke und Schnitte; beim Blockverband je Format, bei Bordüren in laufenden Metern, bei Dielen angebrochene Dielen und Restlager.
- Randstreifen je Wand mit Länge, Streifenbreite und Bewertung – unter einem Drittel der Fliesenbreite gilt als schmal, ab einer halben Fliese als gut.
- Hinweise: Regeln, die der Planer prüft – Halbversatz bei Großformat, Fischgrät-Format, Fugenbreite, Randfuge, Bewegungsfugen ab 8 m Feldlänge oder 40 m², Außenecken.
- Material: Kleber nach Zahnung in Säcken, Fugenmörtel nach Format, Fugenbreite und Fugentiefe in Beuteln, Silikon für Bodenrand, Innenecken und Laibungen in Kartuschen, Sockelfliesen, Eckschienen, Abschlussprofile, Übergangsprofile an Türen; bei Dielen Trittschall, Dampfbremse und Leisten. Richtwerte nach Herstellerangaben – Grundierung, Entkopplung und Abdichtung kommen dazu.
- Zuschnittliste: gleiche Schnitte zusammengefasst mit Anzahl, Form (Streifen, Eckstück, Dreieck, Schrägschnitt, Freiform, Dielenstück), Maß in Zentimetern, bei Schrägen die Seitenlängen zum Anreißen, Zahl der Schnitte und den Nummern der Stücke im Plan. Reihen mit ganzen und geschnittenen Stücken darunter.
Drucken gibt genau dieses Blatt aus, als PDF über den Druckdialog des Browsers; im Ausdruck stehen alle Zuschnittmaße, am Bildschirm zunächst die ersten dreißig. Bild speichert den Plan (oder die 3D-Ansicht) als PNG, Sichern den ganzen Zustand als JSON-Datei zum späteren Laden, Link kopieren packt den kompletten Plan in die Adresse – wer den Link öffnet, sieht denselben Plan. Nebenbei bleibt jede Änderung im Browser gespeichert, bis du „Neu“ drückst; Strg+Z macht sie rückgängig.
Referenz: alle Knöpfe und Tasten
| Kopfleiste | Wirkung |
|---|---|
| Projektname | Erscheint im Ergebnisblatt und im Dateinamen von JSON, PNG und Druck. |
| ↶ ↷ | Rückgängig und Wiederholen, bis zu 60 Schritte; auch Strg+Z und Strg+Y. |
| Beispiel | Lädt den Flur mit Abstellraum: L-Form, Kaminzug, 30 × 60 im Drittelversatz, Raum mit Tür, Fenster, halbhohen Wänden und Bordüre. |
| Neu | Leerer Raum 420 × 310 cm nach Rückfrage. |
| Laden / Sichern | Plan als JSON-Datei einlesen oder ablegen – auch zum Austausch mit dem Kunden oder Kollegen. |
| Bild | PNG des aktuellen Plans in Druckauflösung, in der 3D-Ansicht das 3D-Bild. |
| Link kopieren | Adresse mit dem ganzen Plan in die Zwischenablage. |
| Ergebnisblatt drucken oder als PDF sichern. |
| Leiste über dem Plan | Wirkung |
|---|---|
| Navigationswürfel | Rechts oben in der 3D-Ansicht: Fläche anklicken schwenkt auf Vorne, Hinten, Links, Rechts, Oben oder Unten, Ziehen dreht frei, der Haus-Knopf holt die Schrägansicht zurück. |
| Boden · W1 … Wn · 3D-Raum | Flächenleiste im Raum-Modus: aktive Fläche wählen. Eine hochgestellte Zahl an einer Wand zeigt ihre Zonen, hellgraue Wände sind nicht gefliest. |
| Raster schieben | Ziehen im Raum verschiebt das Fliesenraster, der blaue Griff dreht es, ein Klick auf ein Stück wählt es aus. |
| Raum bearbeiten | Ecken und Wände ziehen, Doppelklick setzt eine Ecke, Aussparungen am Mittelpunkt ziehen; „Ecke löschen“ oder Entf entfernt die gewählte Ecke. |
| Hand | Ansicht verschieben; Mausrad oder zwei Finger zoomen in jedem Modus. |
| − · + · Einpassen | Zoom; „Einpassen“ zeigt die ganze Fläche. Solange du nicht zoomst, passt sich die Ansicht der Fenstergröße an. |
| Fang aus | Kein Raster auf halbe Zentimeter und keine Flucht zu Nachbarecken beim Ziehen. |
| Anzeige | Wirkung |
|---|---|
| Werkzeugleiste links oben im Plan | Dieselben Schalter als Knöpfe direkt in der Zeichnung: Oberfläche, Schraffur, Nummern, Reihennummern, Randmaße, Wandnummern und die Lupe „Ganzen Plan zeigen“. Ein blasser Knopf mit Schrägstrich heißt: ausgeblendet. Häkchen und Knöpfe zeigen immer denselben Stand. |
| Echte Oberfläche | Holz- und Steinoptik statt schematischer Farben (geschnitten warm, aus Rest blau, an Aussparung rot). |
| Schnittstücke schraffieren | Schraffur auf allen geschnittenen Stücken, auch in der 3D-Ansicht als heller Schleier. |
| Nummern | An geschnittenen Stücken oder an allen; Reihennummern am Reihenanfang. |
| Randmaße · Wandnummern | Breite des Randstreifens an jeder Wand, Wandnummer und Wandlänge. |
| Tastatur | Wirkung |
|---|---|
| Pfeiltasten | Raster um 1 cm rücken, mit Umschalt 10 cm. |
| Umschalt beim Drehen | Zehntelgrad statt 5°-Raster. |
| Strg+Z · Strg+Y | Rückgängig, Wiederholen. |
| Entf · Esc | Gewählte Ecke löschen · Auswahl aufheben. |
| Vollbild | Knopf in der Kopfleiste: nur das Werkzeug auf dem ganzen Bildschirm, zurück über denselben Knopf oder Esc. |
Tipps und typische Fehler
- Erst der Raum, dann das Raster. Maße nachmessen, Aussparungen eintragen, Randfuge setzen – jede Änderung am Raum verschiebt sonst die Randstreifen, die du gerade sorgfältig ausgeglichen hast.
- Randstreifen unter einem Drittel wirken wie ein Fehler und sind schwer zu schneiden. Wenn „Ränder ausgleichen“ zwei schmale Streifen ergibt, hilft „Breiteste Ränder“ oder eine Fuge in der Raummitte statt einer Fliesenmitte.
- Halbversatz nur bis 60 cm. Große Fliesen sind in der Mitte gewölbt; im Halbversatz trifft die Wölbung auf das Ende der Nachbarfliese und der Überzahn fällt auf. Drittelversatz ist die Herstellerregel.
- Die Sichtachse zählt. Ganze Fliesen dorthin, wo man beim Betreten hinsieht; Schnitte hinter die Tür, unter Möbel, hinter den Sockel.
- Restverwertung ist eine Rechnung, keine Garantie. Der Planer nimmt an, dass ein Streifen aus dem Rest eines anderen geschnitten wird, wenn beide in eine Fliese passen. Wer nicht so sortiert schneidet, hält sich an die Zahl „ohne Restverwertung“.
- Reserve nicht vergessen. 5 % oder ein Paket für Bruch und spätere Reparaturen, aus derselben Charge und demselben Kaliber.
- Bewegungsfugen ab 8 m Feldlänge oder 40 m² (Calciumsulfat 10 m / 100 m²) müssen aus dem Estrich in den Belag übernommen werden. Der Planer warnt, legt sie aber nicht selbst.
- Dielen im wilden Verband: Kopffugen benachbarter Reihen mindestens 40 cm auseinander (Vinyl 30, Landhausdiele 50), Reststücke unter 30 cm beginnen keine Reihe. Beide Werte stehen im Formular und kommen aus der Herstellerangabe.
- Maßtoleranzen bleiben draußen. Gerechnet wird mit Nennmaßen und geraden Wänden; am Bau vor dem Schneiden nachmessen.
Was der Planer rechnet
Der Raumumriss wird um die Randfuge nach innen versetzt. Für das gewählte Muster erzeugt der Planer ein Raster aus Zellen (Fliese plus Fuge), dreht es um den Startpunkt und schneidet jede Zelle geometrisch mit dem Umriss und mit jeder Aussparung. Was übrig bleibt, ist ein Stück mit Fläche, Form und Maß: ganze Fliese, Streifen, Eckstück, Dreieck, Schrägschnitt oder Freiform. Der Bedarf „ohne Restverwertung“ zählt jedes Stück als eine Fliese. „Mit Restverwertung“ packt Streifen gleicher Schnittrichtung in ganze Fliesen (Größte zuerst, mit Schnittverlust von 3 mm je Schnitt) und legt Dreiecke und Schrägschnitte paarweise zusammen, wenn sie in eine Fliese passen. Der Verschnitt ist der Anteil des gekauften Materials, der nicht auf dem Boden landet; der Mehrbedarf zur Fläche ist die andere Sicht auf dieselbe Zahl. Bei Dielen läuft die Verlegung Reihe für Reihe: das Endstück wandert ins Restlager und beginnt die nächste passende Reihe, wenn Mindestversatz und Mindestlänge stimmen – gezählt werden die angebrochenen Dielen.
- Der Verschnitt wird geometrisch gerechnet: jede Fliese wird gegen den Raumumriss geschnitten, die Reststücke werden auf Wiederverwendung geprüft. Kein pauschaler Zuschlag.
- Randstreifen unter einem Drittel der Fliesenbreite werden je Wand angezeigt — der häufigste Optikfehler beim Selberverlegen.
- Muster: Kreuzfuge, Halbversatz, Drittelversatz, freier Versatz, wilder Verband (Laminat, Vinyl, Parkett), Diagonal, Fischgrät. Drehung frei.
- Boden und Wand: für Wandfliesen mit Fenster, Tür und Nische als Aussparung — du siehst, wo die Fugenlinien landen.
- Raum-Modus: Boden und alle Wände mit Öffnungen, Zonen (Sockel, Bordüre, Fliesenspiegel), Dachschrägen und Außenecken, 3D-Ansicht mit den gewählten Oberflächen; Grundriss-Import aus dem Steckdosenplaner.
- Materialliste: Kleber nach Zahnung, Fugenmörtel nach Format und Fugentiefe, Silikon für Randfugen und Ecken, Sockel, Profile, bei Dielen Trittschall und Dampfbremse — mit Gebinden.
- Ausgabe: Plan mit Nummern, Bedarf, Pakete, Zuschnittliste. Druck, PNG, JSON, Link mit dem ganzen Plan. Alles bleibt im Browser.
Verlegemuster und ihr Verschnitt
Erfahrungswerte aus Fachbetrieben und Herstellerangaben — der Planer ersetzt sie für deinen Raum durch die gerechnete Zahl. Die Spanne entsteht durch Raumform, Format und Startpunkt.
| Muster | Typischer Verschnitt | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Kreuzfuge, gerade | 5–7 %, verwinkelt +5 % | Ruhigstes Bild, geringster Verschnitt, jedes Format |
| Halbversatz | 5–8 % | Kleine und quadratische Formate; bei Fliesen ab 30 × 60 cm wegen Überzahn nicht empfohlen |
| Drittelversatz | 5–8 % | Lange und großformatige Fliesen, Holzoptik — die Regel der Hersteller |
| Wilder Verband (Dielen) | 5–10 % | Laminat, Vinyl, Parkett; Endstück beginnt die nächste Reihe, Mindestversatz beachten |
| Diagonal 45° | 10–15 % | Lässt kleine Räume größer wirken, kaschiert schiefe Wände; Dreiecke an allen Wänden |
| Fischgrät | 15–20 % | Längliche Formate 1:3 bis 1:5; anspruchsvoll, höchster Verschnitt |
| Leiterverband (stehend) | 5–8 % | Senkrechter Halbversatz in Spalten, typisch für Metrofliesen an der Wand |
| Blockverband (Modulmix) | 7–10 % | Drei Formate aus einem Grundmaß 1:2 (etwa 60 × 60, 30 × 60, 30 × 30); der Planer zählt jedes Format einzeln |
Regeln, die der Planer prüft
Fugenbreite
Die Fugenbreite steht nicht in DIN 18157, wie oft zitiert, sondern in der VOB/C, DIN 18352 (Fliesen- und Plattenarbeiten): trockengepresste Fliesen bis 10 cm Seitenlänge 1 bis 3 mm, darüber 2 bis 8 mm; stranggepresste bis 30 cm 4 bis 10 mm; Bodenklinker 8 bis 15 mm. In der Praxis: rektifizierte (kalibrierte) Fliesen 1,5 bis 3 mm, unkalibrierte 3 bis 4 mm, außen mindestens 5 mm. Für Großformate ab 0,25 m² nennt der Fliesenleger-Verband (ZDB) 3 mm als Untergrenze. Der Planer rechnet mit der Fuge, die du einträgst, und weist unter 2 mm darauf hin.
Verband und Überzahn
Fliesen sind herstellungsbedingt in der Mitte leicht gewölbt. Im Halbversatz trifft die höchste Stelle einer Fliese auf das tiefste Ende der nächsten — der Höhenunterschied (Überzahn) wird sichtbar und fühlbar. Ab etwa 30 × 60 cm gilt deshalb: höchstens ein Drittel Versatz. Für 60 × 60 cm gelten rund 2 mm zulässiger Kantenversatz als Orientierung; der Untergrund darf bei Großformaten nur 1 mm auf 2 m abweichen.
Randfliesen und Startpunkt
Ausgangspunkt ist die Raummitte oder die Sichtachse von der Tür, so dass an beiden Seiten gleich breite Reste bleiben. Randstücke sollen mindestens eine halbe Fliese breit sein; ein Drittel ist die Untergrenze, ab der der Planer warnt. Wo ein schmaler Streifen nicht zu vermeiden ist, gehört er an die Wand, die man am wenigsten sieht — hinter die Tür, unter die Küchenzeile.
Dielen schwimmend
Kopffugen benachbarter Reihen brauchen Abstand: Laminat meist 40 cm, Vinyl 30 cm, Landhausdielen 50 cm (Herstellerangabe maßgebend). Reststücke unter 30 cm (Parkett: 50 cm) beginnen keine neue Reihe. Die Randfuge zur Wand beträgt 8 mm, bei feuchten Räumen oder großen Flächen bis 15 mm — Richtwert 1,5 mm je Meter Raumbreite; ab etwa 8 × 12 m ist eine Zwischenfuge nötig. Verlegerichtung: Längskante parallel zum Lichteinfall.
Bewegungsfugen im Boden
Beheizte Zementestriche werden in Felder unter 8 m Seitenlänge und 40 m² geteilt, Calciumsulfatestriche unter 10 m und 100 m²; Felder möglichst gedrungen (Länge höchstens doppelte Breite). Die Feldfugen des Estrichs müssen im Belag übernommen werden (5 bis 10 mm). Der Planer erinnert daran, wenn die Fläche 40 m² übersteigt — die Feldgrenzen legst du dann als Fliesenreihe fest.
Einkauf
Pakete enthalten je nach Format 1,0 bis 1,5 m² (30 × 60 und 60 × 60 oft 1,44 m²), Laminat 2 bis 2,5 m². Immer auf ganze Pakete aufrunden, aus einer Charge und einem Kaliber kaufen und eine Reserve von 5 Prozent oder einem Paket für Bruch und spätere Reparaturen einplanen — voreingestellt sind 5 Prozent.
Häufige Fragen
Wie viel Verschnitt muss ich bei Fliesen einrechnen?
Das hängt von Raum, Format und Muster ab – deshalb rechnet der Verlegeplaner jede Fliese einzeln gegen den Umriss, statt pauschal zuzuschlagen. Als Erfahrungswerte gelten: gerade Verlegung im rechteckigen Raum 5 bis 7 Prozent, verwinkelte Räume rund 5 Prozent mehr, Diagonalverlegung 10 bis 15 Prozent, Fischgrät 15 bis 20 Prozent, Laminat und Vinyl im wilden Verband 5 bis 10 Prozent. Der Planer zeigt den tatsächlichen Wert für deinen Raum und den Startpunkt, den du gewählt hast.
Wie berechne ich den Fliesenbedarf richtig?
Nicht Fläche geteilt durch Fliesenfläche plus Zuschlag, sondern: Raum eingeben, Format und Fuge setzen, Startpunkt wählen. Der Planer zählt ganze und geschnittene Fliesen, prüft, welche Reststücke an anderer Stelle passen (Restverwertung), rechnet die eingestellte Reserve dazu und rundet auf ganze Pakete auf. Diese Stückzahl ist der Einkauf – aus einer Charge und einem Kaliber, damit Farbe und Maß zusammenpassen.
Wo fange ich mit dem Verlegen an?
In der Regel in der Raummitte oder an der Sichtwand, so dass an gegenüberliegenden Wänden gleich breite Randstreifen bleiben und kein Streifen schmaler als eine halbe Fliese wird. „Ränder ausgleichen“ setzt den Startpunkt genau so; „Wenigste Fliesen“ und „Breiteste Ränder“ suchen den Startpunkt, der das jeweilige Ziel am besten erfüllt. Anschließend schiebst du das Raster im Plan zentimetergenau, bis Ränder, Tür und Sichtachsen passen.
Wie schmal darf die Randfliese sein?
Faustregel aus der Praxis: mindestens eine halbe Fliesenbreite, keinesfalls unter ein Drittel – schmale Streifen wirken wie ein Fehler und sind schwer sauber zu schneiden. Der Planer misst den schmalsten Streifen an jeder Wand und markiert Wände, an denen er unter ein Drittel fällt.
Halbversatz oder Drittelversatz – was ist richtig?
Bei kleinen und quadratischen Formaten ist der Halbversatz unproblematisch. Bei länglichen und großen Fliesen (ab etwa 30 × 60 cm) wölbt sich die Fliese herstellungsbedingt leicht in der Mitte; trifft diese Mitte im Halbversatz auf das Ende der Nachbarfliese, entsteht ein Überzahn. Hersteller und Fliesenleger-Verband empfehlen deshalb höchstens ein Drittel Versatz. Der Planer warnt, wenn du Halbversatz mit langen Fliesen kombinierst.
Wie viel mehr Fliesen brauche ich bei Diagonalverlegung?
An jeder Wand entstehen Dreiecke, die im günstigen Fall zu zweit aus einer Fliese geschnitten werden. Der Planer rechnet diese Restverwertung ein und zeigt beide Zahlen – mit und ohne. Typisch liegt der Mehrbedarf gegenüber gerader Verlegung bei 5 bis 10 Prozentpunkten.
Kann ich Fischgrät planen?
Ja, für Fliesen und Parkettstäbe. Klassisch wird das Muster um 45 Grad gedreht, so dass der Zickzack auf die Wand zuläuft; mit 0 Grad liegt es gerade. Das Muster braucht längliche Formate (Verhältnis 1:3 bis 1:5) und hat den höchsten Verschnitt. Die Zuschnittliste nennt für jedes Stück die Seitenlängen zum Anreißen.
Wie plane ich Laminat, Vinyl oder Parkett im wilden Verband?
Belag aus der Gruppe „Dielen“ wählen und das Muster „Wilder Verband“. Der Planer verlegt Reihe für Reihe, beginnt die nächste Reihe mit dem Endstück der vorigen, wenn es länger als die Mindestlänge ist und der Versatz der Kopffugen passt, und zählt nur die tatsächlich angebrochenen Dielen. Mindestversatz und Mindestlänge stellst du nach Herstellervorgabe ein: üblich sind 40 cm für Laminat, 30 cm für Vinyl, 50 cm für Landhausdielen.
Wozu die Randfuge?
Beläge dehnen sich aus. Fliesen brauchen am Wandanschluss eine Bewegungsfuge (meist 5 mm, mit Silikon oder Fugenprofil), schwimmend verlegte Dielen 8 bis 15 mm, die die Leiste verdeckt. Der Planer zieht die Randfuge vom Raum ab, bevor er die Fliesen schneidet – die Randstreifen werden also so gerechnet, wie sie wirklich fallen.
Funktioniert der Planer auch für Wandfliesen?
Ja: „Ansicht: Wand“ wählen, Breite und Höhe der Wand eingeben, Fenster, Türen und Nischen als Aussparungen setzen. Dann siehst du, wo die Fugenlinien an Fensterbank, Nische und Decke landen, und verschiebst das Raster, bis oben keine schmalen Streifen bleiben.
Wie gebe ich einen verwinkelten Raum ein?
Für Rechteck und L-Form gibt es fertige Masken. Für alles andere „Wandzug“: Wand für Wand die Länge und die Richtung (rechts, unten, links, oben oder ein Winkel in Grad) – so, wie du im Raum herumgehst. Der Planer meldet, ob der Umriss sich schließt. Danach lassen sich Ecken direkt im Plan ziehen, Wände parallel verschieben und mit Doppelklick neue Ecken setzen. Säulen, Kaminzüge oder Duschtassen kommen als rechteckige oder runde Aussparung dazu.
Bleiben meine Daten auf dem Gerät?
Ja. Der Planer rechnet vollständig im Browser, es wird nichts hochgeladen. Der Stand wird im Browser gespeichert, als JSON-Datei gesichert oder als PNG exportiert. „Link kopieren“ packt den kompletten Plan in die Adresse – so lässt er sich im Forum oder per Nachricht teilen, ohne dass ein Server etwas davon speichert.
Ist der Verlegeplaner kostenlos?
Ja, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen. Er ersetzt keine Fachplanung und keine Aufmaßprüfung vor Ort: Wände sind selten rechtwinklig, Fliesen haben Maßtoleranzen, Bruch kommt vor. Vor dem Schneiden nachmessen.
Kann ich Sockel, Bordüre oder einen Fliesenspiegel planen?
Ja, im Raum-Modus je Wand als Zone: Sockel (unten, meist aus den Bodenfliesen geschnitten), Bordüre (eigener Dekor-Satz, in laufenden Metern gezählt) und Fliesenspiegel (nur ein Band der Wand wird gefliest, etwa zwischen Arbeitsplatte und Hängeschrank). Jede Zone bekommt ihren eigenen Plan, die Fugen der Wandfliesen fluchten über alle Zonen. „Rest schlucken“ verschiebt die Bordüre so, dass darüber nur ganze Reihen liegen — der Schnitt wandert nach unten hinter Sockel oder Wanne.
Wie plane ich Wandfliesen bei einer Dachschräge?
Kniestock und Seite der Schräge im Wandformular eintragen; die Wand wird zum Trapez oder, bei Schräge auf beiden Seiten, zum Fünfeck mit First in der Mitte. Der Rechenkern schneidet jede Fliese am schrägen Rand, die Zuschnittliste nennt die Schrägschnitte mit Seitenlängen, und die 3D-Ansicht zeigt die Wand mit der Schräge.
Wie viel Kleber, Fugenmörtel und Silikon brauche ich?
Die Materialliste im Ergebnisblatt rechnet es aus der belegten Fläche: Kleber nach Zahnung (6 mm etwa 2,5 kg/m², 8 mm 3,2, 10 mm 4,0, Buttering-Floating 6 bis 7 kg/m²) in Säcken à 25 kg; Fugenmörtel nach der Herstellerformel Fugenlänge je m² × Fugenbreite × Fugentiefe × 1,6 in Beuteln à 5 kg; Silikon aus den Randfugen-Metern (Bodenrand ohne Türen, Innenecken, Fenster- und Türlaibungen) und dem Fugenquerschnitt je 310-ml-Kartusche. Dazu Sockel, Eckschienen, Abschlussprofile, bei Dielen Trittschall und Dampfbremse. Untergrund, Grundierung und Abdichtung kommen extra.
Wie kommt der Grundriss aus dem Steckdosenplaner in den Verlegeplaner?
Im Steckdosenplaner den Plan als JSON sichern, im Verlegeplaner unter „Raum“ auf „Grundriss aus Elektroplan“ klicken und den Raum wählen. Die Raumfläche wird zum Umriss, jede Kante zur Wand, und Steckdosen, Schalter und Dosen an den Wänden werden zu kleinen Ausschnitten in der richtigen Höhe — dort muss die Fliese gebohrt oder ausgeschnitten werden. Türen und Fenster trägst du danach je Wand nach.
Was ist der Blockverband und wie zählt der Planer die Formate?
Beim Blockverband (vereinfachter Römischer Verband) greifen drei Formate aus einem Grundmaß ineinander: das große Quadrat, das Rechteck liegend und stehend und das kleine Quadrat — bei 30 × 60 also 60 × 60, 30 × 60 und 30 × 30. Das Modul wiederholt sich alle anderthalb Fliesenlängen. Der Planer schneidet jedes Stück einzeln und zählt Bedarf, Reserve und Verschnitt je Format; Pakete gibt es dann je Format beim Händler.
Normbezug und Grundlagen
- Fugenbreiten: VOB/C DIN 18352 „Fliesen- und Plattenarbeiten“, Abschnitt 3.4.2; ZDB-Merkblatt „Großformatige keramische Fliesen und Platten“ (Mindestfuge 3 mm, Ebenheit).
- Verlegung und Verband: Herstellerhinweise zu Wölbung und Versatz (max. 1/3 bei länglichen Formaten), ZDB-Merkblatt „Bewegungsfugen in Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten“, DIN 18157 (Ausführung keramischer Bekleidungen im Dünnbettverfahren).
- Schwimmende Beläge: Verlegeanleitungen der Hersteller (Kopffugenversatz, Randfuge, Reststücklänge); DIN 18365 Bodenbelagarbeiten.
- Estrichfelder und Belegreife: DIN 18560, BEB-Hinweise; Feuchtemessung nach CM-Methode (Zementestrich 2,0 CM-%, beheizt 1,8; Calciumsulfat 0,5 / 0,3).
- Der Planer rechnet geometrisch mit den eingegebenen Maßen. Maßtoleranzen der Fliesen, Wandschiefen und Bruch sind nicht enthalten — Stand der Seite: 06.09.2026. Das Werkzeug läuft ohne Server; siehe Datenschutz.
In Foren bekommt, wer einen Verlegeplan sucht, den Rat „zeichne es in PowerPoint“ oder „nimm Transparentpapier“. Ich habe den Planer nach demselben Prinzip wie den Steckdosenplaner gebaut: Umriss, Raster darüber, maßgenau schieben — nur dass hier jede Fliese wirklich gegen die Wände geschnitten und der Verschnitt gerechnet wird. Die Fachregeln stammen aus VOB/C, den ZDB-Merkblättern und den Verlegeanleitungen der Hersteller; für die Ausführung gilt, was der Fliesenleger vor Ort misst.