Besichtigen, Messen je Verteiler und Stromkreis mit automatischer Bewertung (ZS nach 2/3-Methode, Isolation, RCD, TT/TN/IT), Mängelliste, Prüffristen und PDF-Druck. Ohne Anmeldung – deine Daten bleiben im Browser. 📖 Anleitung
„Diktieren“ nutzt die Spracherkennung des Browsers; das Gesprochene wird dafür an dessen Hersteller (Google bzw. Apple) übertragen — Näheres in der Datenschutzerklärung. Das Mikrofon der Handy-Tastatur arbeitet stattdessen ohne Internet.
Jede neue, erweiterte oder geänderte elektrische Anlage wird vor der Inbetriebnahme geprüft: erst Besichtigen, dann Erproben und Messen, zuletzt der Bericht. Dieses Protokoll führt dich durch beide Prüfungen – die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 und die wiederkehrende Prüfung nach DIN VDE 0105-100 – und rechnet die Grenzwerte selbst. Wähle ein Thema; jedes klappt einzeln auf.
Das Formular ist für Elektrofachkräfte gemacht, die eine Anlage vor der Inbetriebnahme prüfen (Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600) oder im Betrieb (wiederkehrende Prüfung nach DIN VDE 0105-100 und DGUV Vorschrift 3) – vom Einfamilienhaus bis zur Halle mit mehreren Unterverteilungen. Es läuft im Browser, am PC wie am Tablet, ohne Anmeldung.
| Aufgabe | Das übernimmt das Formular |
|---|---|
| Abschaltbedingung | ZS,max nach ⅔ · U0 / Ia aus dem Schutzorgan (B, C, D, K, gG, Neozed) und der Kurzschlussstrom Ik; im TT-System RA · IΔn ≤ 50 V |
| Isolation | Mindestwert nach Tabelle 6.1, bei der wiederkehrenden Prüfung zusätzlich 1000 Ω/V |
| RCD | Auslösestrom, Auslösezeit und Berührungsspannung gegen Gerätenorm und Tabelle 41.1; Typ AC wird als Mangel gewertet |
| Mängel | Die Mängelliste füllt sich aus n. i. O.-Zeilen, Besichtigung und Gesamtanlage – mit Kennbuchstaben S, M oder E |
| Ergebnis und Frist | Vorschlag „keine Mängel / Mängel / erhebliche Mängel“, Sperrvermerk bei erheblichen Mängeln, Prüffrist nach DGUV V3 |
| Druck | Blatt 1 auf genau einer Seite, dazu je Verteiler ein Messblatt mit „Blatt x von y“ |
Deine Daten bleiben bei dir. Das offene Protokoll speichert der Browser laufend auf deinem Gerät, das Archiv mit Fotos und Unterschriften in seiner IndexedDB. Es gibt kein Konto, und kein Server bekommt Messwerte oder Kundendaten zu sehen. Einzige Ausnahme: „Diktieren“ schickt die Sprachaufnahme an die Spracherkennung des Browsers (Google bzw. Apple). Wichtige Protokolle sicherst du zusätzlich als Datei: ⋯ Mehr → 💾 Sichern.
Dass geprüft wird, verlangen § 5 Abs. 1 DGUV Vorschrift 3 und § 14 Abs. 1 BetrSichV; im Wohnungsbau folgt die Pflicht aus den anerkannten Regeln der Technik und der Niederspannungsanschlussverordnung.
Wie geprüft wird, regelt DIN VDE 0100-600:2017-06, die deutsche Fassung von HD 60364-6:2016. Gegenüber 2008 hat sich die Reihenfolge geändert: Die Polarität ist jetzt 6.4.3.6, die automatische Abschaltung 6.4.3.7, der zusätzliche Schutz durch RCD 6.4.3.8. Der Bericht steht in 6.4.4. Der nationale Anhang NA nennt die Mindestinhalte des Berichts, die Tabellen NB.1 bis NB.3 die Grenzwerte für TN, TT und den Erdungswiderstand.
Die wiederkehrende Prüfung regelt DIN VDE 0105-100:2015-10 mit A1:2017-06, Abschnitt 5.3.3.101. Sie verweist für das Messen auf DIN VDE 0100-600, erlaubt aber Stichproben und weniger Abbau. Die Fristen stehen in DGUV Vorschrift 3, Tabelle 1A; Mängelbewertung und Grenzwerttabellen in DGUV Information 203-072.
Der Entwurf E DIN VDE 0100-600:2025-12 (Einspruchsfrist bis 14.01.2026) will die Dokumentation verschärfen: Einzelwerte je Stromkreis, RCD-Auslösewerte, Nachweis des Potentialausgleichs, Prüfgerät mit Kalibrierstatus. Bis zum Weißdruck gilt die Ausgabe 2017-06 – das Protokoll erfasst die Einzelwerte trotzdem schon jetzt.
| Norm / Regel | Gültige Ausgabe (Stand 09/2026) | Wofür im Protokoll |
|---|---|---|
| DIN VDE 0100-600 | 2017-06 (Entwurf 2025-12 in Bearbeitung) | Erstprüfung: Besichtigen, Erproben, Messen, Bericht |
| DIN VDE 0105-100 | 2015-10 + A1:2017-06 + A1 Ber. 1:2020-10 (Entwurf für Herbst 2026 angekündigt) | Wiederkehrende Prüfung, Abschnitt 5.3.3.101 |
| DIN VDE 0100-410 | 2018-10 | Abschaltzeiten Tabelle 41.1, RCD-Pflicht 411.3.3 / 411.3.4, UB ≤ 50 V |
| DIN VDE 0100-420 | 2022-06 | Brandschutz, AFDD (risikobasiert) |
| DIN VDE 0100-443 / -534 | 2016-10 | Überspannungsschutz, Pflicht seit 14.12.2018 |
| DIN VDE 0100-520 | 2023-06 | Leitungsanlagen, Spannungsfall Anhang G |
| DIN VDE 0100-530 | 2018-06 | Schutzeinrichtungen, RCD-Typen (AC nicht zulässig) |
| DIN VDE 0100-540 | 2024-06 | Erdung, Schutzleiter, Potentialausgleich |
| DIN VDE 0100-701 | 2025-06 (ersetzt 2008-10, Übergangsfrist bis 06.12.2027) | Räume mit Badewanne oder Dusche |
| DIN 18014 | 2023-06 | Erder im Erdreich |
| DIN EN 61557 (VDE 0413) | Teile 1 und 10: 2025-09, Teile 2–6: 2022-12 | Anforderungen an Installationstester |
| DGUV Vorschrift 3 / DGUV Information 203-072 | Tabelle 1A / Ausgabe 04/2021 | Prüffristen, Mängelbewertung, Grenzwerttabellen |
| TRBS 1201 / TRBS 1203 | Fassung 13.09.2024, geändert 05.11.2025 / TRBS 1203 | Prüfungen nach BetrSichV, befähigte Person |
Das Besichtigen geht dem Erproben und Messen voraus und findet in der Regel vor dem Einschalten statt (Abschnitt 6.4.2). Es weist nach, dass die Betriebsmittel richtig ausgewählt, nach DIN VDE 0100 und Herstellerangaben errichtet und unbeschädigt sind. Die Norm nennt in 6.4.2.3 die Punkte a) bis p); das Protokoll ergänzt q) für die Gruppe 700 und r) für sicherheitsrelevante Schäden.
Ein Klick auf einen Punkt schaltet weiter: ✓ in Ordnung → ✗ Mangel → – entfällt → offen. „✓ alle offenen i. O.“ setzt den Rest; Mängel und entfallene Punkte bleiben stehen. Ist kein Punkt mehr offen, heißt der Knopf „↺ alle leeren“: Ein zweiter Klick setzt alle Punkte wieder auf offen, 10 Sekunden lang holt „↩ Rückgängig“ den Stand zurück. Jeder Mangel erscheint in der Mängelliste mit dem Kennbuchstaben aus der letzten Spalte – du kannst ihn dort ändern.
| Punkt | Worauf achten | Norm | Mangel |
|---|---|---|---|
| a) Schutz gegen elektrischen Schlag | Basisschutz durch Isolierung und Abdeckungen, Fehlerschutz durch Abschaltung, SELV/PELV, Schutztrennung; keine berührbaren aktiven Teile | 0100-410 | S |
| b) Brandabschottung | Durchführungen durch Wände und Decken verschlossen, Schottungen mit Zulassung, Abstand zu brennbaren Stoffen | 0100-420, -520 | M |
| c) Leiterquerschnitte | Strombelastbarkeit nach Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur; Spannungsfall | 0100-430, -520 | S |
| d) Schutzeinrichtungen | Charakteristik und Bemessungsstrom passend zur Leitung, Selektivität, Einstellwerte | 0100-530 | S |
| e) Überspannungsschutz SPD | Typ 2 am Speisepunkt, Typ 1 bei Freileitung; Anschlussleitungen zusammen ≤ 0,5 m | 0100-443, -534 | M |
| f) Trennen und Schalten | Hauptschalter, Trennstellen, Not-Aus vorhanden, erreichbar, gekennzeichnet | 0100-530 | M |
| g) Äußere Einflüsse | Schutzart IP passend zu Nässe, Staub und mechanischer Beanspruchung; UV-beständige Leitungen im Freien | 0100-510 | M |
| h) Kennzeichnung N und PE | N blau, PE grün-gelb, PEN grün-gelb mit blauer Markierung an den Enden | 514.3 | M |
| i) Schaltpläne, Warnhinweise | Stromkreisverzeichnis im Verteiler, Übersichtsschaltplan, Warnhinweise bei Fremdspannung, PV, IT-System | 514.5 | M |
| j) Kennzeichnung Stromkreise | Sicherungen, Schalter und Klemmen eindeutig einem Stromkreis zuzuordnen | 514 | M |
| k) Leiterverbindungen | Klemmen passend zu Leiterart und Querschnitt, Aderendhülsen bei feindrähtigen Leitern, nichts locker | 0100-520 | M |
| l) Erdung und Schutzleiter | Haupterdungsschiene, Erder nach DIN 18014, Schutzleiterquerschnitte, Verbindungen korrosionsgeschützt | 0100-540 | S |
| m) Zugänglichkeit | Verteiler und Betriebsmittel für Bedienung, Prüfung und Instandhaltung erreichbar | 0100-510 | M |
| n) Elektromagnetische Störungen | Getrennte PE-Führung, keine Schleifen, Schirmung | 0100-444 | M |
| o) Körper an der Erdungsanlage | Alle Körper der Schutzklasse I über den Schutzleiter angeschlossen | 0100-410 | S |
| p) Kabel- und Leitungsanlagen | Verlegeart, Befestigung, Biegeradien, Zugentlastung, Schutz vor Beschädigung | 0100-520 | M |
| q) Anforderungen Gruppe 700 | Zusatzanforderungen der Sonderbereiche, etwa Schutzbereiche im Bad nach -701, Baustellenverteiler nach -704 | 0100-7xx | M |
| r) Keine sicherheitsrelevanten Schäden | Gehäuse, Abdeckungen und Leitungen unbeschädigt, keine Schmor- oder Brandspuren | 6.4.2 | S |
Überspannungsschutz: Seit 14.12.2018 ist er in praktisch jeder neuen Gebäudeanlage Pflicht (443.4). Für Bestandsanlagen gibt es keine Nachrüstpflicht, bei erneuertem Zählerplatz ist der SPD aber zu setzen. Fehlt er in einer Neuanlage, ist das ein Mangel.
Abschnitt 6.4.3.1 verlangt Messgeräte nach DIN EN 61557 (VDE 0413) und eine Reihenfolge „vorzugsweise“ wie unten. Sie hat einen Sinn: Erst wenn der Schutzleiter durchgängig ist, wird mit 500 V Isolation gemessen; erst wenn die Isolation stimmt, wird eingeschaltet. Fällt eine Prüfung durch, wiederholst du nach der Reparatur sie und alle vorherigen, die der Fehler beeinflusst haben kann.
DIN 18014:2023-06 verlangt einen im Erdreich verlegten Erder (Fundament-, Ring-, Tiefen- oder Strahlenerder) und dessen Dokumentation mit Fotos, Plänen und Durchgangsmessung. Einen festen Grenzwert für den Erdungswiderstand nennt sie nicht; die oft genannten 10 Ω stammen aus der Blitzschutznorm DIN EN 62305-3. Bei der wiederkehrenden Prüfung genügt nach DIN VDE 0105-100/A1 die Sichtprüfung. Für den ausführlichen Nachweis gibt es das Prüfprotokoll Erdungsanlage.
Kreuze zuerst in Abschnitt 2 die Netzform an – sie entscheidet, wonach bewertet wird. Aus der Nennspannung („230 / 400 V“) liest das Formular U0 = 230 V für Grenzwerte und Kurzschlussstrom.
Im Messblatt steht je Stromkreis eine Zeile: Nr., Bezeichnung, Leitung (gern mit Länge, etwa „NYM-J 3×1,5 25 m“), Schutzorgan („B16“, „C 20 A“, „gG 25“, „D01 16A“), Art (0,4 s Endstromkreis, 5 s Verteilerstromkreis oder SELV), RCD und die Messwerte RPE, RISO und ZS. Ik und ZS,max rechnet das Formular.
Enter springt in dieselbe Spalte der nächsten Zeile. So tippst du so, wie du misst: erst alle RPE, dann alle RISO, dann alle ZS. Am Spaltenende geht es oben in der nächsten Messspalte weiter, Umschalt+Enter springt zurück. Unter ⋯ Mehr → „⏎ Enter springt“ stellst du auf „ins nächste Feld“ um.
Einheiten: Eine Zahl genügt, die Spalte kennt ihre Einheit. Du kannst aber auch „500 kΩ“, „0,5 M“, „350 mΩ“, „> 999 MΩ“ oder „OL“ (Unterbrechung) tippen. Bei Drehstrom gehen mehrere Werte in eine Zelle („L1 0,41 L2 0,44 L3 0,47“) – bewertet wird der ungünstigste. Der kleine „>“-Knopf setzt das Messbereichsende davor.
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| ✓ grün | in Ordnung – alle nötigen Werte da und innerhalb der Grenzwerte |
| ✗ rot | nicht in Ordnung – der Befund steht sofort in der Mängelliste |
| ! gelbe Zelle | Hinweis, etwa RPE über dem Erwartungswert; Maus über die Zelle zeigt den Grund |
| · leer | offen – ein Wert fehlt oder lässt keine Aussage zu |
| – | entfällt (von Hand gesetzt) |
Zeitsparer: ⧉ oder Strg/⌘+D legt eine Zeile „wie vorheriger Stromkreis“ an – Leitung, Schutz, Art und RCD werden übernommen, die Nr. zählt hoch (F3 → F4). + fügt eine Zeile darunter ein, „+ 5 Stromkreise“ gleich mehrere, Alt+↑/↓ verschiebt, × löscht (eine gefüllte Zeile erst beim zweiten Klick).
„⏭ Nächster Verteiler“ (Knopfleiste oder Abschnitt 6) legt ein neues Messblatt an; Anlage und Besichtigung gelten weiter für alle. Im Kopf des Messblatts stehen Name, Zuleitung, Vorsicherung sowie Zi und ZS am Verteiler.
„⧉ Verteiler kopieren“ übernimmt die Stromkreise ohne Messwerte – praktisch bei baugleichen Wohnungen. „🗑 Verteiler löschen“ braucht einen zweiten Klick und lässt sich danach rückgängig machen. Abschnitt 6 listet alle Verteiler mit Stand und Blattnummer; ein Klick springt zum Messblatt.
Unter den Stromkreisen hat jeder RCD eine Zeile: Typ (A, F, B, B+, A-EV; AC gilt als Mangel), S für selektiv, IΔn, gemessener Auslösestrom IΔ mit Messart (~ Sinus, ⋯ pulsierend, = glatter Gleichstrom), ta bei IΔn und bei 5 · IΔn, UB und die Prüftaste. Die Stromkreise ordnest du in ihrer Spalte „RCD“ zu; ein FI/LS bekommt eine eigene RCD-Zeile.
Heißt ein Stromkreis „Steckdose“, „Außen“, „Garten“, „Terrasse“, „Bad“ oder „Dusche“ und hat keinen RCD, meldet das Formular die fehlende 30-mA-Schutzeinrichtung: bei der Erstprüfung als Mangel M, bei der wiederkehrenden Prüfung als Empfehlung E. Gibt es eine begründete Ausnahme, änderst du den Kennbuchstaben in der Mängelliste.
Nr;Bezeichnung;Leitung;Schutz;RCD F1;Küche Arbeitsplatte;NYM-J 3×2,5;B16;RCD1 F2;Wohnen;NYM-J 3×1,5;B16;RCD1 F3;Herd;NYM-J 5×2,5;B16;
Die Statusleiste über dem Blatt zeigt den Stand: Besichtigung x/18, je Verteiler „bewertet / gesamt · n. i. O.“, das Ergebnis und die Angaben, die noch fehlen. Ein Klick auf eine fehlende Angabe springt zur ersten offenen Stelle.
Jede rote Zeile, jeder Besichtigungsmangel und jeder Befund der Gesamtanlage erscheint in Abschnitt 7 als Eintrag, zum Beispiel „UV OG · F12 Kind 1: Zs 2,31 Ω > 1,92 Ω (B16)“. Kennbuchstabe (S, M, E) und Text sind änderbar, ↺ holt den automatischen Text zurück, ein Datum bei „behoben am“ macht daraus B. Darunter ist Platz für weitere Mängel und Empfehlungen, auch per 🎤 Diktieren.
Neben dem Ergebnis steht „Automatisch: …“. Ein Mangel S führt sofort zu „Erhebliche Mängel“ mit Sperrvermerk – bei der Erstprüfung „Inbetriebnahme nicht freigegeben“, bei der wiederkehrenden Prüfung „Weiterbetrieb nicht zulässig“. Dann gibt es keine Plakette und keine Frist, sondern nach der Reparatur eine Nachprüfung. „Mängel“ oder „keine Mängel“ schlägt das Formular erst vor, wenn das Protokoll vollständig ist.
Setzt du das Ergebnis von Hand milder, als die Mängelliste hergibt, erscheint der Hinweis „Ergebnis widerspricht der Mängelliste“.
Ein Klick in die Spalte „Bew.“ bewertet die Zeile von Hand, weitere Klicks schalten ✓ i. O. → ✗ n. i. O. → – entfällt → wieder automatisch; ↺ setzt ebenfalls zurück. Eine automatisch rote Zeile wird erst mit einem zweiten Klick „i. O.“ – als Schutz vor Versehen. Von Hand bewertete Zeilen tragen im Druck ein Sternchen (*), die Statusleiste zählt „von Hand i. O. gegen die Automatik“. Tippst du einen neuen Messwert ein, bewertet das Formular die Zeile wieder selbst.
„🖨 Drucken“ öffnet den Druckdialog des Browsers; mit „Als PDF speichern“ entsteht die PDF-Datei „VDE-0100-600_<Prot.-Nr.>“. Fehlen noch Angaben, erscheint vorher ein Hinweis – gedruckt wird trotzdem.
| Blatt | Inhalt |
|---|---|
| Blatt 1 (immer genau eine Seite) | Anlage, Besichtigung, Gesamtanlage, Prüfgerät, Verteilerübersicht mit Blattnummern, Ergebnis, Mängel kurz, Unterschriften und „Dieses Protokoll umfasst n Blätter“ |
| Messblatt je Verteiler | Stromkreise und RCD; lange Listen laufen mit „(Fortsetzung)“ und wiederholtem Tabellenkopf weiter |
| Mängelliste | eigenes Blatt nur, wenn die Mängel nicht auf Blatt 1 passen |
| Fotos | acht Fotos je Seite, wenn die Foto-Dokumentation eingeschaltet ist |
Ab Blatt 2 trägt jede Seite oben Prot.-Nr. und Objekt, dazu „Blatt x von y“ und unten eine Zeile für die Paraphe des Prüfers. Leere Zeilen werden nicht gedruckt, von Hand bewertete tragen ein Sternchen.
Für mehrere Protokolle hintereinander: Nach dem Druck legt der Knopf das nächste Protokoll an. Die Nummer zählt weiter (EP-2026-0017 → EP-2026-0018), Prüfer, Prüfgerät, Auftraggeber, Grund der Prüfung, Netzform und Nennspannung, Normen, Prüfdatum und Prüfintervall bleiben; Objekt, Verteiler, Messwerte, Fotos und die Unterschrift „Ort, Datum“ sind leer. Das gedruckte Protokoll landet automatisch im Archiv. Hast du den Druck abgebrochen, holt „↩ Rückgängig“ den alten Stand 30 Sekunden lang zurück.
„🗄 Archiv“ in der Knopfleiste öffnet die Übersicht aller gespeicherten Prüfungen. „+ Ins Archiv“ legt das offene Protokoll ab; der orange Punkt ● zeigt, dass es noch nicht oder nicht in der letzten Fassung dort liegt. „▶ Drucken & weiter“ archiviert automatisch. Ist eine Nummer schon für eine andere Anlage vergeben, fragt das Archiv nach, statt zu überschreiben.
Eine Anlage ist Auftraggeber plus Objekt. Oben stehen Kennzahlen – Anlagen, überfällig, fällig in 60 Tagen, offene und erhebliche Mängel –, ein Klick darauf filtert. Die Suche findet auch Verteilernamen, der Verlauf zeigt alle Prüfungen einer Anlage. Der RISO-Trend vergleicht die letzten vier Messungen je Stromkreis und meldet einen Abfall um mehr als 50 Prozent.
Die Fälligkeitsliste zeigt überfällige Anlagen, die im gewählten Zeitraum (60 Tage bis 12 Monate) fälligen und die mit offenen Mängeln – druckbar als A4 quer. Ein roter Punkt am 🗄 erinnert an Überfälliges.
Für das gerade offene Protokoll gibt es beides auch unter ⋯ Mehr (🔁 Folgeprüfung, 🛠 Nachprüfung).
Je Verteiler eine Seite in A5 quer oder A4 quer: Nr., Bezeichnung, Schutzorgan, RCD mit Typ und IΔn, Leitung; im Kopf Objekt, Prüfdatum, Prüfer und nächste Prüfung. Es ist ein eigener Druckauftrag und hängt nicht am Protokoll. „⬇ für Beschriften“ gibt den Verteiler als Datei an Unterverteilung beschriften weiter.
„⬇ Excel“ erzeugt CSV-Dateien für Excel – eine Zeile je Protokoll oder je Stromkreis und RCD. „🖨 Messwertliste“ druckt alle Verteiler eines Protokolls auf A4 quer. „⬇ Sicherung (JSON)“ lädt das ganze Archiv mit Fotos und Unterschriften herunter, „⬆ Laden“ führt eine Sicherung wieder zusammen.
Das Archiv liegt nur in diesem Browser auf diesem Gerät. Löschst du die Browserdaten oder arbeitest im privaten Fenster, ist es weg. Lade deshalb regelmäßig eine Sicherung herunter.
| Taste | Wirkung im Messblatt |
|---|---|
| Enter | dieselbe Spalte, nächste Zeile – am Spaltenende weiter mit der nächsten Messspalte (umstellbar unter ⋯ Mehr) |
| Umschalt+Enter | eine Zeile zurück |
| Tab / Umschalt+Tab | nächstes / voriges Feld |
| Strg+D (Mac: ⌘+D) | neue Zeile wie die vorherige, Nr. zählt hoch |
| Alt+↑ / ↓ | Zeile verschieben |
| Esc | schließt Themenmenü und Großansicht der Anleitung |
| Netzform, Stromkreis | U0 über 120 bis 230 V | über 230 bis 400 V |
|---|---|---|
| TN, Endstromkreis | 0,4 s | 0,2 s |
| TN, Verteilerstromkreis | 5 s | 5 s |
| TT, Endstromkreis | 0,2 s | 0,07 s |
| TT, Verteilerstromkreis | 1 s | 1 s |
Endstromkreise sind Stromkreise bis 63 A mit einer oder mehreren Steckdosen und bis 32 A mit ausschließlich fest angeschlossenen Verbrauchsmitteln; alle anderen sind Verteilerstromkreise. Im Messblatt wählst du das in der Spalte „Art“ (0,4 s / 5 s).
| Schutzorgan | Ia | Beispiel |
|---|---|---|
| B | 5 × In | B16 → 80 A |
| C | 10 × In | C16 → 160 A |
| D | 20 × In | D16 → 320 A |
| K / G | 12–14 × In (das Protokoll rechnet mit 14) | K16 → 224 A |
| Z | 3 × In | Z10 → 30 A |
| E (SLS) | 6,25 × In | E63 → 394 A |
| gG, Neozed, Diazed | aus der Kennlinie (Tabelle unten) | gG16 → 107 A (0,4 s) |
Die Grundbedingung lautet ZS ≤ U0 / Ia. Weil der Tester bis zu 30 Prozent Betriebsmessabweichung haben darf und der Leiter im Fehlerfall warm wird, empfiehlt Anhang D der DIN VDE 0100-600 die 2/3-Methode: ZS ≤ ⅔ · U0 / Ia. Für einen B16 heißt das 1,92 Ω statt 2,88 Ω. Die DGUV Information 203-072 wendet sie auch bei der wiederkehrenden Prüfung an. Das Protokoll vergleicht mit dem auf zwei Stellen gerundeten Tabellenwert.
| Schutzorgan | ohne Korrektur | 2/3-Methode | Ik mindestens |
|---|---|---|---|
| B10 | 4,60 Ω | 3,07 Ω | 75 A |
| B13 | 3,54 Ω | 2,36 Ω | 98 A |
| B16 | 2,88 Ω | 1,92 Ω | 120 A |
| B20 | 2,30 Ω | 1,53 Ω | 150 A |
| B25 | 1,84 Ω | 1,23 Ω | 188 A |
| B32 | 1,44 Ω | 0,96 Ω | 240 A |
| C10 | 2,30 Ω | 1,53 Ω | 150 A |
| C13 | 1,77 Ω | 1,18 Ω | 195 A |
| C16 | 1,44 Ω | 0,96 Ω | 240 A |
| C20 | 1,15 Ω | 0,77 Ω | 300 A |
| C25 | 0,92 Ω | 0,61 Ω | 375 A |
| C32 | 0,72 Ω | 0,48 Ω | 480 A |
| D16 | 0,72 Ω | 0,48 Ω | 480 A |
| In | Ia 0,4 s | ZS,max 0,4 s | Ia 5 s | ZS,max 5 s |
|---|---|---|---|---|
| 16 A | 107 A | 1,43 Ω | 65 A | 2,36 Ω |
| 20 A | 145 A | 1,06 Ω | 85 A | 1,80 Ω |
| 25 A | 180 A | 0,85 Ω | 110 A | 1,39 Ω |
| 35 A | 295 A | 0,52 Ω | 173 A | 0,89 Ω |
| 63 A | 550 A | 0,28 Ω | 320 A | 0,48 Ω |
Andere gG-Nennströme bis 63 A rechnet das Protokoll näherungsweise mit Ia ≈ 10 · In und kennzeichnet den Grenzwert mit „≈“. Über 63 A, bei aM-Sicherungen und bei U0 über 230 V mit gG bleibt die Zeile offen – dann bewertest du von Hand. „NH“ ohne Betriebsklasse gilt als gG.
Die Schleifenmessung löst den RCD aus. Miss deshalb die Netzimpedanz Zi (L-N) oder nutze die RCD-schonende Messfunktion und trage den Wert in die Spalte ZS ein – er wird gegen dasselbe ZS,max geprüft, denn der Leitungsschutzschalter muss den Kurzschluss trotzdem abschalten. Hinter einem RCD genügt die Prüfung der Abschaltbedingung an einer Stelle, für die übrigen Steckdosen reicht die niederohmige Schutzleiterverbindung.
Für Stromkreise mit RCD gilt RA · IΔn ≤ 50 V (411.5.3). Das Protokoll nimmt RA aus Abschnitt 4 und IΔn aus dem zugeordneten RCD; ZS ist dort nur Information für den Kurzschlussschutz. Fehlt RA, rechnet es ersatzweise mit dem gemessenen ZS (DGUV Information 203-072, Anhang B.3.2.1) und sagt das dazu. Stromkreise ohne RCD werden mit ⅔ · U0 / Ia bewertet, mit gG-Sicherung bleiben sie offen.
| IΔn | 10 mA | 30 mA | 100 mA | 300 mA | 500 mA | 1 A |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RA,max | 5000 Ω | 1666 Ω | 500 Ω | 166 Ω | 100 Ω | 50 Ω |
Beim ersten Fehler schaltet nichts ab; Pflicht ist die Isolationsüberwachung (IMD mit Ansprechwert) in Abschnitt 4, deren Funktion du abhakst. Für den zweiten Fehler bei gemeinsam geerdeten Körpern prüft das Protokoll ZS ≤ ⅔ · U0 / (2 · Ia), für einen B16 also 0,96 Ω.
Praxisbeispiel aus DGUV Information 203-072: Steckdose an B16 mit ZS = 1,35 Ω erfüllt die Bedingung. Hängt daran eine 25-m-Verlängerung 1,5 mm² (+0,62 Ω) mit zwei Steckverbindungen (je 0,1 Ω), steigt ZS auf 2,17 Ω – die Bedingung ist nicht mehr erfüllt. Werte nahe am Grenzwert sind ein Grund für eine genauere Untersuchung, nicht für ein Häkchen.
| Stromkreis | Prüfspannung | Erstprüfung | Wiederkehrende Prüfung |
|---|---|---|---|
| SELV, PELV | 250 V DC | ≥ 0,5 MΩ | ≥ 0,25 MΩ |
| bis 500 V (auch FELV) | 500 V DC | ≥ 1,0 MΩ | > 1000 Ω/V ohne Verbraucher (230 V → 0,23 MΩ) |
| über 500 V | 1000 V DC | ≥ 1,0 MΩ | > 1000 Ω/V |
| IT-System | wie oben | wie oben | > 50 Ω/V |
Gemessen wird zwischen den aktiven Leitern und zwischen aktiven Leitern und Schutzleiter. Neuanlagen liegen ohne Verbraucher praktisch immer über 100 MΩ; auffällig niedrige Einzelwerte sind zu untersuchen.
So bewertet das Protokoll: Bei der Erstprüfung ist ein Wert unter 1 MΩ (SELV/PELV 0,5 MΩ) ein erheblicher Mangel S. Bei der wiederkehrenden Prüfung gilt S erst unter 1000 Ω/V; dazwischen wird die Zelle gelb („beobachten“). Misst du mit angeschlossenen Verbrauchern (Grenze dann 300 Ω/V), bewertest du die Zeile von Hand und notierst das. Bei einer Folgeprüfung meldet das Formular, wenn RISO gegenüber der Vorprüfung um mehr als die Hälfte gefallen ist.
Die Norm nennt keinen Grenzwert, sondern den Erwartungswert aus Länge und Querschnitt (Anhang A, Kupfer bei 30 °C): 1,5 mm² ≈ 12,6 mΩ/m, 2,5 mm² ≈ 7,6 mΩ/m, 4 mm² ≈ 4,7 mΩ/m, 6 mm² ≈ 3,1 mΩ/m, 10 mm² ≈ 1,9 mΩ/m, 16 mm² ≈ 1,2 mΩ/m. Erfahrungswerte: Schutzleitersystem unter 1 Ω, Potentialausgleich unter 0,1 Ω.
So bewertet das Protokoll: Steht die Länge in der Leitungsangabe („NYM-J 3×1,5 25 m“), wird RPE über Erwartungswert + 0,1 Ω gelb; über dem Doppelten + 0,1 Ω kommt ein Mangel M in die Liste. Ohne Länge gilt 1 Ω als Schwelle. „OL“ (unterbrochen) ist ein erheblicher Mangel S.
| Größe | Unverzögert | Selektiv (Typ S) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Auslösestrom IΔ | Sinus 50–100 % von IΔn; pulsierender Gleichstrom (Typ A) 35–140 %; glatter Gleichstrom (Typ B) 50–200 % | DIN EN 61008-1 | |
| ta bei 1 · IΔn | ≤ 300 ms | 130–500 ms | DIN EN 61008-1 / 61009-1 |
| ta bei 5 · IΔn | ≤ 40 ms | 50–150 ms | DIN EN 61008-1 / 61009-1 |
| Berührungsspannung UB | ≤ 50 V; in TN-Anlagen typisch unter 1 V | 0100-410, 411.5.3 | |
| Abschaltzeit der Anlage | TN 0,4 s, TT 0,2 s (Endstromkreise, Tabelle 41.1) | 0100-410 | |
Die 300 ms sind ein Wert der Gerätenorm; der Maßstab der Anlage ist Tabelle 41.1. Das Protokoll unterscheidet deshalb:
Liegt der Auslösestrom über dem Bereich, ist das ein Mangel S; darunter wird die Zelle gelb – oft fließen im Stromkreis schon Ableitströme. Typ AC ist in Deutschland nicht zulässig (DIN VDE 0100-530, 531.3.3): bei der Erstprüfung S, bei der wiederkehrenden Prüfung M. Typ A ist Standard, Typ F für einphasige Frequenzumrichter, Typ B für glatte Gleichfehlerströme (PV-Wechselrichter ohne Trafo, Ladepunkte ohne eigene Gleichfehlerstromerkennung).
RCD-Pflicht mit 30 mA nach 411.3.3: Steckdosen bis 32 A für Laien und zur allgemeinen Verwendung, ortsveränderliche Betriebsmittel im Außenbereich bis 32 A; seit 2018 nach 411.3.4 auch Leuchtenstromkreise in Wohnungen. Dazu kommen die Sonderbereiche der Gruppe 700, etwa das Bad nach -701. Eine Nachrüstpflicht für Bestandsanlagen gibt es nicht.
DIN VDE 0100-520, Anhang G (informativ) empfiehlt 3 Prozent für Beleuchtung und 5 Prozent für übrige Verbraucher vom Übergabepunkt bis zum Verbrauchsmittel (eigene Trafostation 6 / 8 Prozent). DIN 18015-1 verlangt höchstens 3 Prozent ab Zähler, die VDE-AR-N 4100 höchstens 0,5 Prozent zwischen Hausanschlusskasten und Zähler.
So bewertet das Protokoll Abschnitt 4: RISO gesamt wie die Stromkreise (S); RPE oder RPA unterbrochen = S, über 1 Ω = Empfehlung E; Spannungsfall über 3 Prozent = Empfehlung E.
Der Grundsatz: ✓ gibt es nur, wenn alle nötigen Werte da und in Ordnung sind. Fehlt ein Wert oder lässt er keine Aussage zu, bleibt die Zeile offen – nie grün. Ein einziger Wert über dem Grenzwert macht sie rot.
| Zeile | Das braucht ein ✓ |
|---|---|
| Stromkreis, TN | lesbares Schutzorgan, RPE, RISO, ZS (bzw. Zi) ≤ ZS,max |
| Stromkreis, TT mit RCD | RPE, RISO, RA in Abschnitt 4 (oder ersatzweise ZS) und IΔn des zugeordneten RCD |
| Stromkreis, IT | wie TN, Grenzwert für den zweiten Fehler; dazu Isolationsüberwachung in Abschnitt 4 |
| Stromkreis, SELV/PELV | RISO ≥ 0,5 MΩ; RPE und ZS entfallen |
| RCD | Typ, IΔn, ta bei IΔn und Prüftaste; IΔ, ta bei 5 · IΔn und UB werden bewertet, wenn sie eingetragen sind |
Offene Zeilen zählt die Statusleiste; ein Klick springt zur ersten. Einen Befund, den das Formular nicht kennt, bewertest du von Hand (Klick in „Bew.“), einen Sonderfall notierst du in der Mängelliste.
Die Automatik ist ein Vorschlag. Die Verantwortung für Bewertung und Ergebnis trägt die prüfende Elektrofachkraft – deshalb bleibt jede Hand-Entscheidung möglich und im Druck mit * erkennbar.
Alle Werte werden vom Prüfer gegen die Grenzwerte bewertet. Die oft genannte Vierteilung „kein / geringer / erheblicher / gefährlicher Mangel“ steht in keiner Norm; belegt sind die drei Ergebnisse des DGUV-Musterprotokolls und die Kennbuchstaben der DGUV Information 203-072.
| Ergebnis | Bedeutung | Kennbuchstaben |
|---|---|---|
| Keine Mängel | Anlage entspricht den Normen, Inbetriebnahme oder Weiterbetrieb freigegeben | E Empfehlung |
| Mängel | Schutzmaßnahmen wirksam, Mängel mit Frist beseitigen | M Mangel ohne akute Gefahr, B bereits behoben |
| Erhebliche Mängel | Schutzmaßnahmen nicht wirksam, sofort beheben, gegebenenfalls außer Betrieb nehmen | S schwerwiegend |
| Kenn | Befund |
|---|---|
| S | ZS über ZS,max; Fehlerschleife oder Schutzleiter unterbrochen; RISO unter dem Mindestwert; TT: RA · IΔn über 50 V; RCD löst nicht aus, ta über 0,4 s oder im TT über der Gerätenorm; Auslösestrom über dem Bereich; UB über 50 V; Typ AC bei der Erstprüfung; Besichtigung a), c), d), l), o), r) |
| M | RCD im TN-System zwischen Gerätenorm und 0,4 s („zeitnah tauschen“); Typ AC bei der wiederkehrenden Prüfung; RPE deutlich über dem Erwartungswert; Steckdosen-, Außen- oder Bad-Stromkreis ohne RCD (Erstprüfung); alle übrigen Besichtigungspunkte; Zeile von Hand n. i. O. |
| E | Stromkreis ohne RCD bei der wiederkehrenden Prüfung (Nachrüstung empfohlen); RPE oder RPA gesamt über 1 Ω; Spannungsfall über 3 Prozent |
| B | jeder Eintrag, bei dem du „behoben am“ einträgst |
Bei Gefahr im Verzug muss der Bericht die sofortige Maßnahme ermöglichen, etwa die Außerbetriebnahme des Stromkreises. Formuliere Mängel so, dass auch ein Laie als Betreiber versteht, was zu tun ist.
| Anlage / Betriebsmittel (DGUV V3, Tabelle 1A) | Frist | Art der Prüfung | Prüfer |
|---|---|---|---|
| Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel | 4 Jahre | ordnungsgemäßer Zustand | Elektrofachkraft |
| Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art (DIN VDE 0100 Gruppe 700) | 1 Jahr | ordnungsgemäßer Zustand | Elektrofachkraft |
| Schutzmaßnahmen mit RCD in nichtstationären Anlagen | 1 Monat | Wirksamkeit | Elektrofachkraft oder EuP |
| RCD in stationären Anlagen | 6 Monate | Prüftaste | Benutzer |
| RCD in nichtstationären Anlagen | arbeitstäglich | Prüftaste | Benutzer |
| Ortsveränderliche Betriebsmittel (Tabelle 1B) | 6 Monate, Baustelle 3 Monate | siehe DGUV-V3-Protokoll | EFK / EuP |
Die Fristen sind Richtwerte; verbindlich legt sie der Unternehmer in der Gefährdungsbeurteilung fest (§ 3 Abs. 6 und § 14 Abs. 2 BetrSichV). Für Privatwohnungen gibt es keine gesetzliche Frist. Der ZVEH empfiehlt den E-CHECK, üblich alle 4 Jahre; eine turnusmäßige Prüfpflicht für private Vermieter hat der BGH verneint (VIII ZR 321/07), eine Verkehrssicherungspflicht bei Anlass bleibt.
| Angekreuzte Norm in Abschnitt 2 | Vorschlag | Hinweis dazu |
|---|---|---|
| -704 Baustelle, -705 Landwirtschaft, -710 medizinisch genutzte Bereiche | 1 Jahr | Baustelle zusätzlich: RCD-Wirksamkeit monatlich, Prüftaste arbeitstäglich, mobile Verteiler 3 Monate (DGUV Information 203-006) |
| -701 Bad, -712 PV, -722 E-Mobilität | 4 Jahre | in Betrieben gelten diese Bereiche als Gruppe 700 → 1 Jahr nach Gefährdungsbeurteilung; Privatwohnung: keine gesetzliche Frist, E-CHECK |
| keine davon | 4 Jahre | in Betrieben 4 Jahre; Privatwohnung: keine gesetzliche Frist, E-CHECK üblich alle 4 Jahre |
Die Knöpfe „+1 J.“ und „+4 J.“ setzen das Datum ab Prüfdatum, der vorgeschlagene ist markiert; ✏ lässt dich ein eigenes Datum wählen. Daneben steht, wie die Plakette zu lochen ist. Bei erheblichen Mängeln gibt es keine Frist und keine Plakette, sondern die Nachprüfung.
Der Prüfbericht der wiederkehrenden Prüfung soll eine Empfehlung für das nächste Intervall enthalten. Feuergefährdete Betriebsstätten stehen in Gruppe 400 und sind vom 1-Jahres-Eintrag wörtlich nicht erfasst, werden aber oft freiwillig jährlich geprüft.
| Anlage | Neuanlage, TN-C-S, 230/400 V, Vorsicherung NH00 63 A gG, UV EG, 2 RCD Typ A 30 mA, SPD Typ 1+2 am Zählerplatz, Fundamenterder nach DIN 18014; Normen -410 bis -540 und -701 (Bad) |
| Besichtigen | a) bis r) ohne Beanstandung („✓ alle offenen i. O.“) |
| Gesamtanlage | RPE max. 0,42 Ω · RPA 0,04 Ω · RA 8,2 Ω · RISO > 999 MΩ bei 500 V · Drehfeld rechts · ΔU 1,8 % |
| 1 Steckdosen Küche | NYM-J 3×2,5 24 m, B16, RCD F1 · RPE 0,24 Ω (Erwartung 0,18 Ω) · RISO > 999 MΩ · Zi 0,62 Ω → Ik 371 A, ZS,max 1,92 Ω ✓ |
| 7 Wärmepumpe | NYY-J 5×6 18 m, gG 25, ohne RCD · RPE 0,12 Ω · ZS 0,35 Ω → Ik 657 A, ZS,max 0,85 Ω ✓ |
| 8 Steckdosen Garage | NYM-J 3×1,5 28 m, C16, RCD F2 · RPE 0,42 Ω · Zi 1,10 Ω → Ik 209 A, ZS,max 0,96 Ω ✗ |
| RCD F1 | Typ A, 30 mA · IΔ 22 mA · ta 24 ms · 5 · IΔn 12 ms · UB 0,3 V · Prüftaste löst aus ✓ |
| RCD F2 | Typ A, 30 mA · IΔ 19 mA · ta 340 ms · 5 · IΔn 28 ms · UB 0,3 V · Prüftaste löst aus ✗ |
| Mängelliste | S UV EG · 8 Steckdosen Garage: Zs 1,1 Ω > 0,96 Ω (C16) M UV EG · F2: ta 340 ms > 300 ms (Gerätenorm), innerhalb 0,4 s (Tab. 41.1) – RCD zeitnah tauschen |
| Ergebnis | Vorschlag „Erhebliche Mängel“, Sperrvermerk „Inbetriebnahme nicht freigegeben“, keine Frist |
Die Erstprüfung ist die Prüfung einer neu errichteten, erweiterten oder geänderten elektrischen Anlage vor der Inbetriebnahme. DIN VDE 0100-600:2017-06 schreibt dafür drei Schritte vor: Besichtigen (Abschnitt 6.4.2), Erproben und Messen (6.4.3) und den Bericht (6.4.4). Sie weist nach, dass die Anlage den Errichtungsnormen der Reihe DIN VDE 0100 entspricht und die Schutzmaßnahmen wirksam sind. Ohne dokumentierte Erstprüfung kann der Errichter nicht belegen, dass die Anlage bei der Übergabe sicher war.
Das Prüfprotokoll dokumentiert Besichtigen, Erproben und Messen mit den Messwerten und ihrer Bewertung – nach DIN VDE 0100-600 bei der Erstprüfung, nach DIN VDE 0105-100 bei der wiederkehrenden Prüfung. Der Übergabebericht (etwa als ZVEH-Vordruck) bestätigt dem Auftraggeber bei der Übergabe, dass die Anlage errichtet, geprüft und mit ihren Unterlagen übergeben wurde. E-CHECK ist das Prüfangebot der Elektro-Innungsbetriebe (ZVEH) für die regelmäßige Prüfung; fachlich ist er eine wiederkehrende Prüfung nach DIN VDE 0105-100, dokumentiert auf E-CHECK-Formularen mit Prüfplakette. Dieses Formular deckt den Inhalt des Prüfprotokolls ab; einen Übergabebericht oder das E-CHECK-Siegel ersetzt es nicht.
Die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 findet einmal vor der Inbetriebnahme statt und prüft die komplette Anlage gegen die Errichtungsnormen. Die wiederkehrende Prüfung nach DIN VDE 0105-100/A1:2017-06, Abschnitt 5.3.3.101, stellt in Fristen fest, ob die Anlage noch in ordnungsgemäßem Zustand ist. Sie darf mit geringem oder teilweisem Abbau erfolgen, Stichproben sind zulässig, die Erdungswiderstandsmessung entfällt zugunsten der Sichtprüfung, und die Isolationsmessung wird spannungsbezogen bewertet (über 1000 Ω/V ohne, über 300 Ω/V mit angeschlossenen Verbrauchern). Die Drehfeldprüfung an Drehstromsteckdosen bleibt Pflicht.
Abschnitt 6.4.3.1 empfiehlt die Reihenfolge: Durchgängigkeit der Schutz- und Potentialausgleichsleiter (6.4.3.2), Isolationswiderstand (6.4.3.3), Nachweis von SELV, PELV und Schutztrennung (6.4.3.4), Isolationswiderstand von Fußböden und Wänden (6.4.3.5), Polarität (6.4.3.6), Schutz durch automatische Abschaltung mit Erdungswiderstand und Fehlerschleifenimpedanz (6.4.3.7), zusätzlicher Schutz durch RCD (6.4.3.8), Drehfeld (6.4.3.9), Funktionsprüfung (6.4.3.10) und Spannungsfall (6.4.3.11). Fällt eine Prüfung durch, sind sie und alle vorangegangenen Prüfungen, die vom Fehler beeinflusst sein können, nach der Mängelbeseitigung zu wiederholen.
Bei der Erstprüfung ja: Schutzleiter, Isolationswiderstand und Abschaltbedingung werden je Stromkreis nachgewiesen, die Schleifenimpedanz am entferntesten Punkt des Stromkreises, jeder RCD einzeln. Hinter einem RCD genügt die Prüfung der Abschaltbedingung an einer Stelle, für die übrigen Steckdosen reicht die niederohmige Schutzleiterverbindung. Ob jeder Einzelwert im Bericht stehen muss, ist nach der DKE-Klarstellung von 2019 nicht gefordert – ein bewertetes Gesamtergebnis genügt; der Entwurf E DIN VDE 0100-600:2025-12 will Einzelwerte je Stromkreis. Bei der wiederkehrenden Prüfung nach DIN VDE 0105-100 sind Stichproben zulässig.
Tabelle 6.1: Bei Stromkreisen bis 500 V wird mit 500 V Gleichspannung gemessen, der Isolationswiderstand muss mindestens 1,0 MΩ betragen. SELV- und PELV-Stromkreise werden mit 250 V DC gemessen und brauchen mindestens 0,5 MΩ, Stromkreise über 500 V mit 1000 V DC mindestens 1,0 MΩ. Überspannungs-Schutzeinrichtungen sind vorher abzutrennen; ist das nicht möglich, darf mit 250 V DC gemessen werden, der Wert muss aber trotzdem mindestens 1 MΩ erreichen. Bei der wiederkehrenden Prüfung genügen über 1000 Ω/V ohne Verbraucher, bei 230 V also 0,23 MΩ.
Grundbedingung nach DIN VDE 0100-410: ZS ≤ U0 / Ia, mit U0 = 230 V und Ia als dem Strom, der die Abschaltung in der geforderten Zeit bewirkt (B-Automat 5 × In, C 10 × In, D 20 × In). Weil der Installationstester bis zu 30 Prozent Betriebsmessabweichung haben darf und sich der Leiter im Fehlerfall erwärmt, empfiehlt Anhang D der Norm die 2/3-Methode: ZS ≤ ⅔ · U0 / Ia. Für einen B16 heißt das: theoretisch 2,88 Ω, nach der 2/3-Methode 1,92 Ω. Dieses Protokoll rechnet den Grenzwert aus dem eingetragenen Schutzorgan und trägt eine Überschreitung als erheblichen Mangel (S) in die Mängelliste ein.
Im TN-System bei 230 V: 0,4 s für Endstromkreise, 5 s für Verteilerstromkreise. Im TT-System: 0,2 s für Endstromkreise, 1 s für Verteilerstromkreise. Endstromkreise im Sinne der Tabelle sind Stromkreise bis 63 A mit Steckdosen und bis 32 A mit ausschließlich fest angeschlossenen Verbrauchsmitteln. Die 63 A der Ausgabe 2018-10 betreffen nur die Abschaltzeiten; die Pflicht zum RCD mit 30 mA nach 411.3.3 gilt weiterhin für Steckdosen bis 32 A.
Nach DIN VDE 0100-410:2018-10, Abschnitt 411.3.3, für Steckdosen in Wechselstrom-Endstromkreisen bis 32 A, die für Laien und zur allgemeinen Verwendung bestimmt sind, und für Endstromkreise mit ortsveränderlichen Betriebsmitteln im Außenbereich bis 32 A. Seit 2018 (411.3.4) in Wohnungen auch für Endstromkreise mit Leuchten. Dazu kommen die Sonderbereiche der Gruppe 700: Bäder, Schwimmbäder, Saunen, Baustellen, landwirtschaftliche Betriebsstätten, Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge. Für Bestandsanlagen gibt es keine Nachrüstpflicht, bei Änderungen ist der Stand der Norm einzuhalten.
Mit dem Installationstester werden Auslösestrom (Rampe), Auslösezeit bei IΔn und bei 5 · IΔn sowie die Berührungsspannung gemessen, dazu die Prüftaste. Die Gerätenorm erlaubt bei IΔn höchstens 300 ms und bei 5 · IΔn höchstens 40 ms, selektive RCD (Typ S) lösen bei IΔn zwischen 130 und 500 ms aus. Der Auslösestrom liegt bei Sinus-Prüfstrom zwischen 50 und 100 Prozent von IΔn (Typ A pulsierend 35–140 %, Typ B glatt 50–200 %), UB darf 50 V nicht überschreiten. Maßstab der Anlage ist Tabelle 41.1: Dieses Protokoll wertet 300 ms bis 0,4 s im TN-System als Mangel M („zeitnah tauschen“), im TT-System, darüber oder ohne Auslösung als erheblichen Mangel S.
DIN 18014:2023-06 legt für den Erder keinen festen Widerstandswert fest. Im TT-System gilt die Bedingung RA · IΔn ≤ 50 V, also bei 30 mA höchstens 1666 Ω, bei 300 mA 166 Ω (Tabelle NB.3). Für den Blitzschutz nennt DIN EN 62305-3 einen Richtwert von 10 Ω. In der Praxis sollte der Wert deutlich unter den Grenzwerten liegen, weil er zwischen trockenem und feuchtem Boden stark schwanken kann. Für den Potentialausgleich gilt als Erfahrungswert unter 0,1 Ω, für das Schutzleitersystem unter 1 Ω.
DIN VDE 0100-520, Anhang G (informativ): 3 Prozent für Beleuchtung und 5 Prozent für andere Verbraucher, gerechnet vom Übergabepunkt des Verteilungsnetzes bis zum Verbrauchsmittel. Zusätzlich fordert DIN 18015-1 höchstens 3 Prozent zwischen Zähler und Verbrauchsmittel, und die VDE-AR-N 4100 höchstens 0,5 Prozent zwischen Hausanschlusskasten und Zähler. Der Spannungsfall ist zugleich Besichtigungspunkt (6.4.2.3 c) und letzter Messschritt (6.4.3.11); er darf gemessen oder aus Leitungslänge, Querschnitt und Strom berechnet werden.
Die Netzform bestimmt, wonach die Abschaltung bewertet wird. Im TN-System – in Deutschland meist TN-C-S mit PEN bis zum Hausanschluss und getrenntem N und PE dahinter – gilt ZS ≤ ⅔ · U0 / Ia. Im TT-System gilt für Stromkreise mit RCD RA · IΔn ≤ 50 V, im IT-System die Isolationsüberwachung und für den zweiten Fehler ZS ≤ ⅔ · U0 / (2 · Ia). Im Zweifel nennt der Netzbetreiber die Netzform. Ohne angekreuzte Netzform bleiben in diesem Protokoll einzelne Bewertungen offen, etwa eine RCD-Auslösezeit zwischen 300 ms und 0,4 s.
Der nationale Anhang NA verlangt: Grund der Prüfung (Neuanlage, Erweiterung, Änderung), Auftraggeber und Auftragnehmer, Bezeichnung des Objekts mit Gebäude, Verteiler und Stromkreisen, Netzform, prüfende Elektrofachkraft und Prüfzeitraum, verwendete Mess- und Prüfgeräte mit Fabrikat und Typ, Ergebnisse von Besichtigen, Erproben und Messen mit Bewertung gegen die Grenzwerte, Prüfdatum und Unterschrift. Nach der DKE-Klarstellung von 2019 muss nicht jeder einzelne Messwert dokumentiert werden; der Normentwurf E DIN VDE 0100-600:2025-12 will Einzelmesswerte je Stromkreis, RCD-Auslösewerte und den Kalibrierstatus des Prüfgeräts fordern. Dieses Protokoll erfasst die Einzelwerte schon jetzt.
Nein – normkonform ist nicht der Vordruck, sondern die Prüfung. Ein amtliches Musterformular gibt es nicht; DIN VDE 0100-600 nennt im nationalen Anhang nur die Mindestinhalte des Berichts. Eine Vorlage taugt, wenn sie diese Inhalte vollständig abfragt, die Messwerte gegen Grenzwerte bewertet und das Prüfgerät nennt. Dieses Protokoll fragt alle Mindestinhalte ab, rechnet die Grenzwerte nach DIN VDE 0100-410 und Tabelle 6.1 selbst und zeigt in der Statusleiste, welche Angabe noch fehlt. Die Verantwortung für die Bewertung bleibt bei der prüfenden Elektrofachkraft.
Nach § 14 Abs. 7 BetrSichV mindestens bis zur nächsten Prüfung. Fachquellen empfehlen mindestens zehn Jahre; für das Protokoll der Erstprüfung lohnt sich die gesamte Lebensdauer der Anlage, weil jede Folgeprüfung darauf aufbaut. Der Betreiber bekommt das Protokoll mit Schaltplan und Stromkreisverzeichnis, der Prüfer behält eine Ausfertigung. Im Archiv dieses Protokolls bleiben alle Prüfungen einer Anlage im Browser; PDF und JSON-Sicherung gehören zusätzlich in die Auftragsablage.
In Betrieben nennt DGUV Vorschrift 3, Tabelle 1A als Richtwert 4 Jahre für elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel und 1 Jahr für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art (DIN VDE 0100 Gruppe 700). RCD in stationären Anlagen betätigt der Benutzer alle 6 Monate mit der Prüftaste, in nichtstationären Anlagen arbeitstäglich. Verbindlich legt der Unternehmer die Frist in der Gefährdungsbeurteilung fest. Für Privatwohnungen gibt es keine gesetzliche Frist; der ZVEH empfiehlt den E-CHECK, üblich alle 4 Jahre. Dieses Protokoll schlägt 1 Jahr automatisch nur bei Baustellen (-704), Landwirtschaft (-705) und medizinisch genutzten Bereichen (-710) vor, sonst 4 Jahre mit Hinweis.
Eine Elektrofachkraft, die nach TRBS 1203 zur Prüfung befähigte Person ist: elektrotechnische Berufsausbildung, mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung und zeitnahe Prüftätigkeit. Für die Erstprüfung ist in der Regel der Errichter zuständig, für die wiederkehrende Prüfung eine vom Betreiber beauftragte Elektrofachkraft. Die Prüfung erfordert Installationstester nach DIN EN 61557 (VDE 0413); andere Messgeräte machen die Ergebnisse anfechtbar.
Ja. Blatt 1 fasst Anlage, Besichtigung, Gesamtanlage, Prüfgerät und Ergebnis zusammen und listet alle Verteiler mit ihren Blattnummern; je Verteiler folgt ein eigenes Messblatt mit Stromkreisen und RCD. Mit „⏭ Nächster Verteiler“ legst du im selben Protokoll ein neues Messblatt an, „⧉ Verteiler kopieren“ übernimmt die Stromkreise eines gleich aufgebauten Verteilers ohne Messwerte. Die Zählung „Blatt x von y“ läuft im Druck über alle Blätter.
Nur in deinem Browser auf deinem Gerät. Das offene Protokoll speichert der Browser laufend, das Archiv mit Fotos und Unterschriften liegt in seiner IndexedDB. Es gibt kein Konto, und kein Server bekommt Messwerte oder Kundendaten. Einzige Ausnahme ist „Diktieren“: Dabei geht die Sprachaufnahme an die Spracherkennung des Browsers (Google bzw. Apple). Weil Browserdaten beim Aufräumen verloren gehen können, sicherst du Protokolle als JSON-Datei und das Archiv über „⬇ Sicherung (JSON)“.
Richtwerte 2026: E-CHECK Wohnung 100 bis 200 Euro, Einfamilienhaus 150 bis 350 Euro, gewerbliche Anlagen pauschal 200 bis 600 Euro, DGUV-V3-Prüfung ortsfester Anlagen 50 bis 200 Euro je Anlage, Stundensatz 55 bis 80 Euro netto, regional plus minus 20 Prozent. Für die Erstprüfung einer Neuanlage gibt es keine Marktpreise, sie ist Teil der Elektroinstallation. Einige Versicherer gewähren für den E-CHECK einen Nachlass auf Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung.
Stand 27.09.2026. Diese Anleitung fasst das Regelwerk zusammen und ersetzt weder die Normen noch die Fachkunde der Elektrofachkraft. Maßgeblich ist der Wortlaut der DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 0100-410 in der jeweils gültigen Fassung.
Messen, bewerten, unterschreiben – Prüfprotokolle von Fachwerte: digital statt Zettelwirtschaft.