Stand 29.08.2026 · Rechtslage: Solarpaket I (800 VA / 2.000 Wp), DIN VDE V 0126-95:2025-12, VDE-AR-N 4105:2026-03 · Preise: Marktdaten 08/2026, Haushaltsstrom BDEW 37 ct · Ertragsmodell PVGIS-kalibriert · kostenlos, ohne Anmeldung
In 3 Schritten zu Amortisationszeit, Jahresertrag, Eigenverbrauch, CO₂-Einsparung und Stromgestehungskosten – individuell für deine Postleitzahl, Ausrichtung und deinen Strompreis. Die Live-Ansicht unten zeigt deine Anlage sofort.
Stand 29.08.2026 · Rechtslage: Solarpaket I (800 VA / 2.000 Wp), DIN VDE V 0126-95:2025-12, VDE-AR-N 4105:2026-03 · Preise: Marktdaten 08/2026, Haushaltsstrom BDEW 37 ct · Ertragsmodell PVGIS-kalibriert · kostenlos, ohne Anmeldung
Mit dem Balkonkraftwerk Rechner erfährst du in drei Schritten, ob sich eine Stecker-Solaranlage für dich lohnt. Auf Basis deiner individuellen Angaben zu Standort, Ausrichtung und Stromverbrauch berechnet der Rechner Amortisationszeit, Jahresertrag, Eigenverbrauchsquote, CO₂-Einsparung und Stromgestehungskosten (LCOE) – kostenlos, ohne Anmeldung, direkt im Browser.
Anschaffungspreis, Modulleistung in Wp und optional Speicherkapazität angeben. Der Experten-Modus bietet Degradation und Instandhaltungsrücklage.
Postleitzahl, Ausrichtung, Montageort und Anstellwinkel angeben. Die Globalstrahlung wird automatisch aus der PLZ-Region abgeleitet.
Amortisation, ROI, kWh-Ertrag, CO₂-Bilanz und Monatsverteilung auf einen Blick. Plus: Montagearten- und Speicher-Vergleich.
Globalstrahlung nach Postleitzahl statt nach Bundesland – rund 100 PLZ-Regionen hinterlegt, Ausrichtung × Neigung nach PVGIS kalibriert. Im Experten-Modus eigene kWh/m²-Werte und Azimut möglich.
Pay-back-Zeit, Rendite und kumulative Ersparnis über 15 Jahre – Eigenverbrauch stündlich simuliert, Einspeisung auf die Wechselrichterleistung gekappt, Kappungsverlust ausgewiesen.
Lohnt sich ein Speicher? Vergleiche Kapazitäten von 0,5 bis 5 kWh inkl. DoD und Round-Trip-Effizienz.
Balkon, Fassade, Schrägdach, Garten oder Solar-Tracker – alle Varianten im direkten Vergleich.
CO₂-Einsparung pro Jahr und energetische Amortisation – wie schnell gleicht dein Panel die Herstellungsenergie aus?
Stromgestehungskosten in ct/kWh: vergleiche deinen Solarstrom direkt mit dem Netzstrompreis.
Ein Balkonkraftwerk (amtlich „Steckersolargerät“, auch Stecker-Solaranlage oder Mini-PV) besteht aus zwei bis vier Solarmodulen mit heute typisch 800–2.000 Wp, einem Wechselrichter mit 800 VA Einspeiseleistung und einem Stecker, über den der Strom direkt ins Hausnetz fließt. Seit dem Solarpaket I (16.05.2024) reicht die kostenlose Registrierung im Marktstammdatenregister; die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 (12/2025) hat den Schuko-Stecker bis 960 Wp normkonform gemacht. Über 1,3 Millionen Geräte sind in Deutschland in Betrieb. Der erzeugte Strom senkt die Stromrechnung nur, soweit er im Haushalt verbraucht wird – Überschuss fließt praktisch unvergütet ins Netz. Genau deshalb rechnet dieser Rechner den Eigenverbrauch stündlich aus deiner Lastkurve, statt ihn pauschal zu schätzen.
Kilowattstunden pro Jahr für ein 800-Wp-Set bei 1.080 kWh/m² Globalstrahlung (deutsches Mittel). Für 2.000 Wp mal 2,5 rechnen – und den Kappungsverlust am 800-W-Wechselrichter abziehen (≈ 16 % bei Süd/30°). Norddeutschland liegt etwa 9 % darunter, das Alpenvorland etwa 10 % darüber.
| Ausrichtung | 0° (flach) | 15° | 30° | 45° | 60° | 75° (Balkon schräg) | 90° (senkrecht) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Süd | 680 | 738 | 796 | 783 | 756 | 678 | 563 |
| Südwest / Südost | 680 | 718 | 756 | 741 | 712 | 631 | 526 |
| West / Ost | 680 | 666 | 652 | 609 | 563 | 489 | 402 |
| Nord | 680 | 574 | 467 | 373 | 271 | 206 | 154 |
Modellwerte dieses Rechners: Geometrie-Tabelle aus PVGIS v5.2 (SARAH2 2005–2020, Mitte Deutschlands, 14 % Systemverluste), normiert auf 35° Süd = 100 %. Prozentwerte gegenüber dem Optimum: Süd senkrecht 70 %, West/Ost senkrecht 50 %, Nord 30° 58 %, Nord senkrecht 19 %. Ausführlich mit Regionalwerten: Ertrag nach Ausrichtung – die Tabellen und Senkrecht am Geländer: was es kostet.
| 800 Wp, Süd 35° | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| kWh im Monat | 24 | 40 | 64 | 88 | 104 | 112 | 104 | 96 | 72 | 48 | 24 | 24 |
| kWh pro Tag | 0,8 | 1,4 | 2,1 | 2,9 | 3,4 | 3,7 | 3,4 | 3,1 | 2,4 | 1,5 | 0,8 | 0,8 |
Summe 800 kWh. November bis Februar liefern zusammen ≈ 14 % des Jahres – ein Speicher wird in diesen Monaten praktisch nie voll. Mehr dazu: Balkonkraftwerk im Winter.
Jahre bis zur Amortisation für ein 800-Wp-Set (Süd, 35°, deutsches Mittel) in einem 3.000-kWh-Haushalt mit 175 W Grundlast – 519 kWh Eigenverbrauch, 2 % Strompreissteigerung, 1 % Instandhaltungsrücklage. Ersparnis im ersten Jahr: 130 € bei 25 ct, 156 € bei 30 ct, 182 € bei 35 ct, 208 € bei 40 ct.
| Set-Preis (800 Wp) | 25 ct/kWh (Neukunde) | 30 ct/kWh | 35 ct/kWh | 40 ct/kWh (Grundversorgung) |
|---|---|---|---|---|
| 300 € | 2,3 Jahre | 1,9 Jahre | 1,6 Jahre | 1,4 Jahre |
| 400 € | 3,1 Jahre | 2,6 Jahre | 2,2 Jahre | 1,9 Jahre |
| 500 € | 3,8 Jahre | 3,2 Jahre | 2,7 Jahre | 2,4 Jahre |
| 700 € | 5,4 Jahre | 4,5 Jahre | 3,8 Jahre | 3,4 Jahre |
Wer tagsüber nicht zu Hause ist oder eine kleinere Grundlast hat, nutzt weniger selbst und braucht länger; Verschattung wirkt genauso (25 % Schatten: ≈ 2,8 Jahre). Die ehrliche Rechnung mit allen Fallstricken: Balkonkraftwerk-Amortisation.
| Position | Preis 08/2026 | Hinweis |
|---|---|---|
| Set mit 2 Modulen (800–1.000 Wp) und 800-W-Wechselrichter | 250–500 € | Halterung oft nicht enthalten; 0 % Mehrwertsteuer |
| Set mit 4 Modulen (1.600–2.000 Wp) und 800-W-Wechselrichter | 400–800 € | ab 960 Wp Energiesteckvorrichtung statt Schuko nötig |
| Halterung Balkongeländer (2 Module) | 50–150 € | auf Windlast-Angabe des Herstellers achten |
| Aufständerung Garten / Flachdach | 60–150 € | zuzüglich Ballast (Gehwegplatten) |
| Speicher 1–3 kWh | 290–450 € je kWh | 2 kWh ≈ 600–900 €; an 800 Wp meist unwirtschaftlich |
| Energiesteckvorrichtung durch Elektrofachkraft | typisch 150–300 € | nur bei mehr als 960 Wp Modulleistung |
| Anmeldung im Marktstammdatenregister, Zählertausch | 0 € | Zählertausch durch den Messstellenbetreiber kostenlos |
Marktpreise nach Preisvergleichen und Marktübersichten 08/2026; einzelne Aktionsangebote liegen darunter. Ein komplettes 800-Wp-Set mit Geländerhalterung kostet damit typisch 350–600 €, ein 2.000-Wp-Set 500–950 €. Die Preise sind seit 2023 um mehr als die Hälfte gefallen – ältere Amortisationsangaben von „6–10 Jahren" stammen aus dieser Zeit.
Strom, den der Haushalt nicht sofort verbraucht, fließt ins öffentliche Netz. Eine Einspeisevergütung gibt es dafür grundsätzlich – 7,70 ct/kWh nach EEG (Stand 01.08.2026) –, sie setzt aber die Anmeldung als Einspeiser und einen Zweirichtungszähler voraus. Für ein Steckersolargerät lohnt der Aufwand praktisch nie: Von 800 kWh Jahresertrag bleiben im 3.000-kWh-Haushalt rund 281 kWh Überschuss, das wären ≈ 22 € im Jahr – gegenüber ≈ 182 € aus den 519 kWh Eigenverbrauch bei 35 ct. Deshalb bewertet dieser Rechner den Überschuss mit 0 ct und rechnet die Ersparnis ausschließlich über den Eigenverbrauch.
Nulleinspeisung geht den umgekehrten Weg: Ein Messgerät am Zähler regelt den Wechselrichter so herunter, dass nichts ins Netz gelangt. Ohne Speicher bringt das wirtschaftlich nichts – die abgeregelte Energie ist schlicht verloren, die Ersparnis bleibt bei den 519 kWh. Sinnvoll wird die Regelung erst mit einem Speicher, der den Mittagsüberschuss aufnimmt – bei 2.000 Wp sind das die ≈ 16 % gekappte Energie, die den Speicher überhaupt rentabel machen (siehe Speicher-Tabelle unten).
Der Speicher lohnt sich nicht über den Eigenverbrauch allein, sondern über die Energie, die der 800-W-Wechselrichter sonst kappt. Deshalb kippt das Ergebnis mit der Modulleistung (3.000-kWh-Haushalt, Smart-Meter-Regelung, 8 W Standby, 90 % Wirkungsgrad, Austausch nach 10 Jahren):
| Anlage + Speicher | Eigenverbrauch ohne → mit | Mehr-Ersparnis | Speicher-Amortisation bei 250 / 350 / 450 €/kWh |
|---|---|---|---|
| 800 Wp + 1 kWh | 67 % → 87 % | ≈ 34 €/Jahr | 7 / 10 / 13 Jahre |
| 800 Wp + 2 kWh | 67 % → 93 % | ≈ 51 €/Jahr | 10 / 14 / 18 Jahre |
| 2.000 Wp + 1 kWh | 46 % → 65 % | ≈ 115 €/Jahr | 2,2 / 3,0 / 3,9 Jahre |
| 2.000 Wp + 2 kWh | 46 % → 72 % | ≈ 172 €/Jahr | 2,9 / 4,1 / 5,2 Jahre |
| 2.000 Wp + 3 kWh | 46 % → 75 % | ≈ 202 €/Jahr | 3,7 / 5,2 / 6,7 Jahre |
Mehr-Ersparnis als Mittel über 15 Jahre bei 35 ct/kWh und 2 % Preissteigerung, abzüglich Standby-Verbrauch. Ohne Smart Meter (feste Entladeleistung) sinkt der Nutzen deutlich – 2.000 Wp + 2 kWh dann 3,6 statt 3,3 Jahre Gesamtamortisation. Marktpreise 08/2026: 290–450 €/kWh. Ausführlich: Balkonkraftwerk mit Speicher – wann sich die Batterie rechnet.
Die Eigenverbrauchsquote sagt, welcher Anteil des Solarstroms im Haushalt bleibt: im Beispielhaushalt 519 von 800 kWh, also 65 %. Der Autarkiegrad (Selbstversorgungsanteil) sagt, welcher Anteil des Haushaltsverbrauchs aus eigener Erzeugung stammt: 519 von 3.000 kWh, also 17 %. Beide bewegen sich gegenläufig: Mehr Modulleistung hebt den Autarkiegrad und senkt die Quote – bei 2.000 Wp mit 1.680 nutzbaren kWh fällt die Quote auf 46 %, der Autarkiegrad steigt auf ≈ 26 %. Für die Wirtschaftlichkeit zählt allein der absolute Eigenverbrauch in Kilowattstunden.
Der Jahresverbrauch steht auf der letzten Stromrechnung. Wer ihn nicht zur Hand hat, kann mit den Richtwerten arbeiten, die der Rechner aus Wohnform und Personenzahl vorbelegt – ohne Wärmepumpe, E-Auto und elektrische Warmwasserbereitung (Durchlauferhitzer: grob +500 kWh je Person). Wichtiger als die Jahressumme ist die Grundlast – Kühlschrank, Router, Standby –, denn sie nimmt den Solarstrom tagsüber ab:
| Personen | Wohnung: Verbrauch | Wohnung: Grundlast | Einfamilienhaus: Verbrauch | Einfamilienhaus: Grundlast |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1.300 kWh | 60–110 W | 2.300 kWh | 100–180 W |
| 2 | 2.000 kWh | 90–150 W | 3.000 kWh | 130–220 W |
| 3 | 2.600 kWh | 110–170 W | 3.800 kWh | 160–260 W |
| 4 | 3.000 kWh | 130–200 W | 4.300 kWh | 180–300 W |
| 5 | 3.500 kWh | 150–230 W | 5.000 kWh | 200–340 W |
Richtwerte des Rechners (Voreinstellung: 4 Personen, Wohnung). Die Grundlast bestimmt den Eigenverbrauch stärker als das Nutzungsprofil: Mit 175 W nutzt der Beispielhaushalt 519 kWh von 800 kWh selbst, mit 100 W deutlich weniger. Ein Messstecker am Zähler oder ein Blick auf die Zählerscheibe nachts liefert den eigenen Wert.
| Region (PLZ) | Globalstrahlung | Süd 30°, kWh/kWp | Süd senkrecht, kWh/kWp | 800 Wp Süd 30° |
|---|---|---|---|---|
| Hamburg, Kiel, Bremen (2x) | 985–990 kWh/m² | 907 | 641 | ≈ 726 kWh |
| Hannover (30) | 1.010 kWh/m² | 930 | 658 | ≈ 744 kWh |
| Dresden, Leipzig (01, 04) | 1.050 kWh/m² | 967 | 684 | ≈ 774 kWh |
| Berlin, Köln (10, 50) | 1.080 kWh/m² | 995 | 703 | ≈ 796 kWh |
| Frankfurt (60) | 1.110 kWh/m² | 1.022 | 723 | ≈ 818 kWh |
| Nürnberg (90) | 1.140 kWh/m² | 1.050 | 742 | ≈ 840 kWh |
| Stuttgart (70) | 1.150 kWh/m² | 1.059 | 749 | ≈ 847 kWh |
| Freiburg (79) | 1.160 kWh/m² | 1.068 | 755 | ≈ 854 kWh |
| München (80) | 1.190 kWh/m² | 1.096 | 775 | ≈ 877 kWh |
| Allgäu (87) | 1.210 kWh/m² | 1.114 | 788 | ≈ 891 kWh |
Der Rechner arbeitet nicht mit Bundesländern, sondern mit der Globalstrahlung von rund 100 zweistelligen PLZ-Regionen (DWD-/PVGIS-Mittel 2010–2024). Zwischen Nordseeküste und Alpenvorland liegen etwa 20 % – weniger als der Unterschied zwischen 30° und senkrechter Montage am selben Standort. In Geld: bei 65 % Eigenverbrauch und 35 ct ≈ 165 € im Norden gegenüber ≈ 200 € im Süden. Nur Kilowattstunden, ohne Verbrauchsangaben: Balkonkraftwerk-Ertragsrechner.
800-Wp-Set mit 800-W-Wechselrichter für 400 €, Süd, 35° Neigung, unverschattet, deutsches Strahlungsmittel (1.080 kWh/m²), Haushalt mit 3.000 kWh Jahresverbrauch, 175 W Grundlast, Homeoffice-Profil, 35 ct/kWh, 2 % Preissteigerung: Jahresertrag 800 kWh, davon 519 kWh selbst verbraucht (65 %) → Ersparnis im ersten Jahr ≈ 182 € (im Mittel über 15 Jahre ≈ 209 €), Amortisation nach 2,2 Jahren, Stromgestehungskosten 4,8 ct/kWh, CO₂-Einsparung ≈ 275 kg im Jahr. Mit 25 ct Neukundentarif werden es 3,1 Jahre; senkrecht am Nordgeländer 7,6 Jahre – genau dafür gibt es oben den Rechner mit deinen eigenen Werten.
Eine Versicherungspflicht gibt es nicht. Fest am Geländer montierte Steckersolargeräte gelten in der Regel als Hausrat und sind nach kurzer Meldung meist ohne Zuschlag mitversichert (Sturm, Hagel, Diebstahl); Schäden, die ein herabstürzendes Modul bei Dritten verursacht, deckt die Privathaftpflicht – vorausgesetzt, die Anlage war ordnungsgemäß befestigt und im Marktstammdatenregister gemeldet. Genau an der Befestigung hakt es: Im Windlast-Test der Stiftung Warentest (05/2025) versagten die Halterungen der meisten Sets. Der Nachweis der Standsicherheit ist daher der Punkt, den Vermieter, Verwaltungen und Versicherer abfragen – die Größenordnungen je Windzone stehen im Beitrag Windlast und Befestigung am Geländer.
Drei Punkte begrenzen den Nutzen. Erstens zählt nur der Eigenverbrauch: Von 800 kWh bleiben im 3.000-kWh-Haushalt 519 kWh, der Rest geht praktisch unvergütet ins Netz – Werbeversprechen von „400 € im Jahr" unterstellen 100 % Eigenverbrauch, den ohne Speicher kein Haushalt erreicht. Zweitens bricht der Ertrag bei ungünstiger Montage ein: senkrecht am Nordgeländer bleiben rund 150 kWh, 19 % des Optimums. Drittens ist ein Speicher an 800 Wp unwirtschaftlich – ein 2-kWh-Gerät für 700 € braucht dort etwa 14 Jahre und damit länger als seine Lebensdauer. Wer diese drei Punkte kennt, trifft mit dem Rechner oben eine belastbare Entscheidung – in den allermeisten Konstellationen fällt sie trotzdem für die Anlage aus.
Ein 800-Wp-Set mit Südausrichtung und 30–35° Neigung liefert in Deutschland rund 800 kWh im Jahr – in Hamburg etwa 730, im Alpenvorland etwa 880 kWh. Senkrecht am Balkongeländer sind es rund 30 % weniger (Süd ≈ 560 kWh), West oder Ost senkrecht ≈ 400 kWh, ein Nordbalkon senkrecht nur ≈ 150 kWh. Die Tabelle oben zeigt alle Kombinationen; der Rechner verfeinert das mit der Globalstrahlung deiner Postleitzahl.
Nur der selbst verbrauchte Strom spart Geld – Überschuss geht praktisch unvergütet ins Netz. Ein 3.000-kWh-Haushalt nutzt von 800 kWh Ertrag etwa 520 kWh selbst (65 %): bei 35 ct/kWh sind das ≈ 180 € im ersten Jahr. Wer tagsüber nie zu Hause ist oder eine sehr kleine Grundlast hat, liegt darunter; ein Haushalt mit 4.000 kWh und Homeoffice darüber. Werbeversprechen von „400 € pro Jahr“ setzen meist 100 % Eigenverbrauch voraus – das erreicht kein Haushalt ohne Speicher.
Bei den Set-Preisen von 2026 kurz: Ein 800-Wp-Set für 400 € hat sich bei 35 ct/kWh nach ≈ 2,2 Jahren bezahlt, bei 25 ct Neukundentarif nach ≈ 3 Jahren, ein Set für 700 € nach ≈ 3,8 Jahren. Ein 2.000-Wp-Set für 700 € liegt trotz 16 % Kappungsverlust am 800-W-Wechselrichter bei ≈ 2,7 Jahren. Danach liefern die Module noch 20 Jahre und mehr praktisch kostenlosen Strom – der Wechselrichter muss nach 10–15 Jahren meist einmal ersetzt werden.
An einem 800-Wp-Set meist nicht: Der Haushalt nutzt ohnehin ~65 % direkt, ein 2-kWh-Speicher für 700 € holt nur ≈ 50 € pro Jahr zusätzlich heraus (8 W Standby fressen davon schon einen Teil) – das sind rund 14 Jahre, länger als seine Lebensdauer. An einem 2.000-Wp-Set sieht es anders aus: Dort fängt der Speicher die Energie auf, die der 800-W-Wechselrichter sonst kappt, und bringt ≈ 170 € pro Jahr – bei 700 € Speicherpreis ≈ 4 Jahre. Faustregel 2026: Speicher lohnt ab etwa 1.600 Wp Modulleistung und unter 350 €/kWh.
Ein Speicher kann nur das abgeben, was er auch als Bedarf erkennt. Ohne Messung speist er eine fest eingestellte Leistung ein und deckt damit praktisch nur deine Grundlast – die Abendspitze mit Herd, Waschmaschine und Licht geht am Speicher vorbei. Smart Plugs erfassen nur einzelne Geräte. Ein Smart Meter mit CT-Klemmen am Zähler misst den echten Netzbezug aller Phasen und regelt die Entladung bedarfsgerecht nach. Die Rückspeisung ins Hausnetz bleibt aber auf 800 W begrenzt. Im Rechner wählst du das unter „Regelung der Entladung“.
Seit dem Solarpaket I (16.05.2024) gelten 800 VA Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Wp Modulleistung im vereinfachten Verfahren. Mehr Module lohnen sich, weil sie morgens, abends und im Winter mehr liefern – an sonnigen Mittagsstunden kappt der Wechselrichter aber: Bei 2.000 Wp an 800 W gehen ohne Speicher rund 16 % des Modulertrags verloren, bei 1.600 Wp etwa 10 %. Der Rechner weist diesen Verlust unter dem Jahresertrag aus.
Ja, aber nur noch an einer Stelle: im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, kostenlos, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die frühere Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit dem Solarpaket I entfallen – er wird automatisch informiert. Ein Speicher wird dort als eigene Einheit mit eingetragen. Vermieter und Eigentümergemeinschaft müssen seit dem 17.10.2024 grundsätzlich zustimmen (§ 554 BGB, § 20 WEG – Steckersolar ist „privilegierte Maßnahme“); sie dürfen nur bei Unzumutbarkeit ablehnen und Bedingungen zur Ausführung stellen, etwa zur Befestigung. Das AG Hamburg-Wandsbek hat im Dezember 2025 sogar den Anschluss über eine normale Schuko-Steckdose ausdrücklich zugelassen. Was Vermieter und WEG verlangen dürfen und was nicht, mit Antragsmuster: Darf der Vermieter das Balkonkraftwerk verbieten?
Seit der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 (in Kraft 01.12.2025) ist der Schuko-Stecker normkonform, sofern das Gerät die Steckerkontakte binnen einer Sekunde spannungsfrei schaltet – und zwar bis 960 Wp Modulleistung. Darüber (bis 2.000 Wp) verlangt die Norm eine Energiesteckvorrichtung nach DIN VDE V 0628-1 („Wieland“). Die Netzanschlussregel VDE-AR-N 4105:2026-03 bestätigt: bis 800 VA keine Elektrofachkraft nötig, erstmals auch mit AC-gekoppeltem Speicher. Was der Netzbetreiber nicht mehr verlangen darf: eine Wieland-Dose unter 960 Wp.
Süd mit 30–35° Neigung bringt das Maximum. Bei flacher Aufständerung (15°) kostet West oder Ost nur ~10 %, Nord ~20 %. Je steiler, desto stärker trennt sich die Spreu vom Weizen: senkrecht am Geländer liefert Süd noch 70 % des Optimums, West/Ost 50 %, Nord nur 19 %. Ein Nordbalkon lohnt daher nur mit Aufständerung nach Süden – oder gar nicht. Ost-West-Aufteilung von vier Modulen verteilt den Ertrag über den Tag und erhöht den Eigenverbrauch.
Wenig: Ein 800-Wp-Set (Süd, 35°) liefert im Dezember rund 24 kWh, also 0,8 kWh am Tag – im Juni sind es 112 kWh (3,7 kWh/Tag). November bis Februar zusammen bringen etwa 14 % des Jahresertrags. Senkrechte Montage schneidet im Winter relativ besser ab (tiefe Sonne, Schnee rutscht ab), holt den Sommerverlust aber nicht auf. Ein Speicher wird im Winter praktisch nie voll.
Übergangsweise ja: Seit dem Solarpaket I darf ein Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre weiterlaufen, bis der Messstellenbetreiber ihn kostenlos gegen einen Zweirichtungszähler oder ein Smart Meter tauscht. Eine gesetzlich fixierte Frist für den Tausch gibt es nicht – die oft genannten „vier Monate“ stehen nicht im Gesetz. Voraussetzung ist die Registrierung im Marktstammdatenregister; ein bewusst nicht angemeldeter Rücklauf ist keine Grauzone, sondern Betrug.
Vom Bund nur indirekt: 0 % Mehrwertsteuer auf Module, Wechselrichter, Speicher und Halterung (§ 12 Abs. 3 UStG, unbefristet). Landesprogramme gibt es 2026 fast keine mehr: Sachsen ist zum 01.07.2026 ausgelaufen, Berlins SolarPLUS-Zuschuss wurde zum 08.01.2026 eingestellt – viele Ratgeber führen beide noch. Aktiv sind Mecklenburg-Vorpommern (bis 500 €, Mieterhaushalte, Mittel oft erschöpft) und Hamburg (bis 500 € für einkommensschwache Haushalte, Programm der Umweltbehörde mit der Caritas, bis 31.07.2027). Kommunal zahlen u. a. Düsseldorf (bis 600 €), Potsdam (250 €, neu seit 03/2026), Köln (150 €), Kassel, München und Darmstadt; Bonn ist für 2026 ausgeschöpft. Alle Programme mit Quelle, Stand und Status: Förderung 2026 – Bund, Länder, Kommunen. Bei 400 € Set-Preis ändert ein Zuschuss die Amortisation ohnehin nur um Monate.
Nicht selbstverständlich: Im Windlast-Test der Stiftung Warentest (05/2025) verbogen oder brachen die Halterungen der meisten Sets bei 5.400 Pa Druck und 2.400 Pa Sog. Auf ein 2-m²-Modul wirken bei Windzone 3 und 15 m Höhe leicht 1.500 N und mehr – das Vierfache seines Gewichts, und zwar abhebend. Genau das fragen Vermieter und Verwaltungen inzwischen ab. Die Kräfte je Windzone und Montagehöhe nach DIN EN 1991-1-4 erklärt der Beitrag Windlast und Befestigung am Geländer.
Der Ertrag folgt aus der Globalstrahlung deiner PLZ-Region (DWD-/PVGIS-Mittel 2010–2024, rund 100 Regionen) mal einer Geometrie-Tabelle für Ausrichtung × Neigung aus PVGIS v5.2, mal 15 % Systemverlusten und dem Verschattungsabschlag. Den Eigenverbrauch schätzt der Rechner nicht pauschal, sondern simuliert ihn stündlich: 12 Monate × drei Tagestypen (sonnig, teils bewölkt, bewölkt) gegen eine Lastkurve aus Grundlast, Jahresverbrauch und Nutzungsprofil, in der Großverbraucher als 1,8-kW-Schübe auftreten. Die Einspeisung ist auf die Wechselrichterleistung gekappt; ein Speicher wird DC-seitig angenommen und darf die gekappte Energie aufnehmen – mit Wirkungsgrad, Entladetiefe, Standby und Austausch nach Lebensdauer. Wirtschaftlichkeit über 15 Jahre mit Degradation, Strompreispfad und 3 % Kalkulationszins für die LCOE. Grenzen: keine Minutenauflösung, keine echten Wetterjahre, keine gemessenen Lastprofile – Ergebnisse sind Erwartungswerte, einzelne Jahre schwanken um ±10 %.
Nein. Sämtliche Berechnungen finden lokal in deinem Browser statt – deine Eingaben verlassen dein Gerät nicht und werden nicht an einen Server übertragen. Der „Ergebnis-Link“ kodiert die Eingaben nur in der Adresszeile, damit du sie teilen kannst.
Im Jahresmittel rund 2,2 kWh. Die Spanne ist groß: Ein 800-Wp-Set in Südausrichtung mit 35° Neigung liefert im Dezember 0,8 kWh am Tag, im Juni 3,7 kWh. Aus 800 kWh im Jahr werden im Haushalt etwa 519 kWh tatsächlich genutzt – im Schnitt also 1,4 kWh täglich.
In der Praxis nein. Von 800 kWh Ertrag bleiben im 3.000-kWh-Haushalt 281 kWh Überschuss. Zum EEG-Satz von 7,70 ct/kWh (Stand 01.08.2026) wären das rund 22 € im Jahr – gegenüber 182 € aus dem Eigenverbrauch. Anmeldung als Einspeiser und Zweirichtungszähler lohnen den Aufwand deshalb kaum; der Rechner bewertet den Überschuss mit 0 ct.
Ein Messgerät am Zähler regelt den Wechselrichter so, dass nichts ins Netz fließt. Wirtschaftlich bringt das ohne Speicher nichts, weil der Überschuss ohnehin praktisch unvergütet ist: Die Ersparnis bleibt bei ≈ 182 €, die abgeregelte Energie ist verloren. Sinnvoll wird die Regelung erst mit einem Speicher, der bei 2.000 Wp die ≈ 16 % gekappte Mittagsenergie auffängt.
Module verlieren rund 0,5 % Leistung pro Jahr und laufen 25 Jahre und länger; Hersteller garantieren meist 80–85 % Leistung nach 25 Jahren. Der Wechselrichter ist das kürzere Glied und wird nach 10 bis 15 Jahren getauscht (≈ 100 €), ein Speicher nach etwa 10 Jahren. Bei 2,2 Jahren Amortisation folgen danach über 20 Jahre nahezu kostenloser Strom.
Er beschreibt, welcher Anteil des Haushaltsverbrauchs aus eigener Erzeugung stammt. Im Beispielhaushalt decken 519 von 3.000 kWh rund 17 %; ein 2.000-Wp-Set mit 1.680 nutzbaren kWh kommt auf etwa 26 %. Nicht zu verwechseln mit der Eigenverbrauchsquote (65 % bzw. 46 %), die den Anteil des Solarstroms beschreibt, der im Haus bleibt.
Eine Pflicht besteht nicht. Fest montierte Geräte gelten meist als Hausrat und sind nach Meldung oft ohne Zuschlag mitversichert; Schäden an Dritten deckt die Privathaftpflicht bei ordnungsgemäßer Befestigung. Im Windlast-Test 05/2025 versagten viele Halterungen bereits bei 2.400 Pa Sog – der Befestigungsnachweis ist der kritische Punkt, nicht die Police.
Ein 800-Wp-Set mit 800-W-Wechselrichter kostet 08/2026 rund 250–500 €, ein 2.000-Wp-Set etwa 400–800 €. Halterungen schlagen mit 50–150 € zu Buche, Speicher mit 290–450 € je Kilowattstunde. Mehrwertsteuer fällt nach § 12 Abs. 3 UStG nicht an, Anmeldung und Zählertausch sind kostenlos.
Der Rechner belegt aus Wohnform und Personenzahl vor: Wohnung 1.300 / 2.000 / 2.600 / 3.000 kWh für 1–4 Personen, Einfamilienhaus 2.300 / 3.000 / 3.800 / 4.300 kWh – jeweils ohne Wärmepumpe, E-Auto und Durchlauferhitzer. Wichtiger als die Summe ist die Grundlast: Mit den voreingestellten 175 W nutzt der Beispielhaushalt 519 kWh von 800 kWh selbst, mit 100 W deutlich weniger.
Bei 519 kWh Eigenverbrauch, 35 ct/kWh, 2 % Preissteigerung und 0,5 % Degradation summiert sich die Ersparnis über 20 Jahre auf rund 4.400 €. Abzüglich 400 € Kaufpreis und 1 % Rücklage pro Jahr (deckt den Wechselrichtertausch) bleiben ≈ 3.900 € netto – fast das Zehnfache der Anschaffung. Ein 2.000-Wp-Set für 700 € kommt auf ≈ 5.500 €. Der Rechner zeigt den 20-Jahres-Wert für die eigenen Eingaben.
Drei: Nur Eigenverbrauch spart Geld – von 800 kWh sind das 519 kWh, der Rest ist praktisch unvergütet. Ungünstige Montage kostet massiv: senkrecht am Nordgeländer bleiben rund 150 kWh, 19 % des Optimums. Und ein 2-kWh-Speicher für 700 € rechnet sich an 800 Wp erst nach etwa 14 Jahren, also nicht innerhalb seiner Lebensdauer.
Für Energieberater, Verbraucherzentralen, Kommunen, Vereine und Blogs gibt es den Schnellcheck als einbettbares Widget – ohne Tracking, ohne Datenübertragung an fachwerte.de, mit Postleitzahl, Ausrichtung, Neigung und Wechselrichter-Kappung. Einfach diesen Code einfügen:
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Über einen sichtbaren Link auf den vollständigen Rechner freuen wir uns – Pflicht ist er nicht. Alle Annahmen stehen offen in der Parameterdatei (JSON); Nutzung der Daten mit Quellenangabe ist erwünscht. Wünsche (eigene Voreinstellungen, Farben): martin@fachwerte.de
Ich baue und pflege die Rechner auf Fachwerte selbst – mit offengelegter Methodik und jeder Annahme mit Quelle und Stand-Datum. Der Eigenverbrauch wird hier nicht pauschal geschätzt, sondern stündlich aus deiner Lastkurve simuliert; Preise und Rechtslage halte ich mit sichtbarem Stand-Datum aktuell. Fragen oder Fehler gefunden? Über Fachwerte
Alle Berechnungen basieren auf typischen Durchschnittswerten und stellen keine Garantie dar. Die tatsächlichen Erträge können je nach Wetter, exakter Ausrichtung und lokalen Bedingungen abweichen. Für eine Detailplanung wende dich an einen Fachbetrieb.