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Elektroinstallation

Elektro-Symbole im Installationsplan: Schaltzeichen für Steckdose, Schalter und Leuchte erklärt

Das Wichtigste in Kürze

Wer zum ersten Mal einen Elektroplan in der Hand hält, sieht Halbkreise an den Wänden, Kreuze an der Decke und Kreise mit Strichen neben den Türen. Das ist keine Geheimschrift, sondern ein kleines, seit Jahrzehnten stabiles Vokabular: die Schaltzeichen für Installationspläne. Dieser Beitrag erklärt, was ein Installationsplan überhaupt ist, zeigt die gebräuchlichen Zeichen in einer Tabelle mit Kürzel und üblicher Einbauhöhe und erklärt, wie man einen fertigen Plan liest – Schaltmarken, Stromkreisnummern, Legende. Wer den Plan für das eigene Haus selbst anlegen will, findet die Anleitung dazu im Beitrag Elektroplan selbst zeichnen.

1 · Was ein Installationsplan ist

Der Installationsplan ist die Dokumentenart, mit der in der Gebäudetechnik die Lage der Betriebsmittel dargestellt wird: Steckdosen, Schalter, Leuchtenauslässe, Anschlussdosen, Verteiler und – je nach Planungstiefe – auch die Leitungswege. Grundlage ist der Grundriss des Architekten; darin werden die Betriebsmittel annähernd lagerichtig eingetragen, also dort, wo sie an Wand, Decke oder Boden sitzen sollen. „Annähernd“ heißt: Die Zeichen sind nicht maßstäblich. Ein Schalterkreis von acht Millimetern auf dem Papier ist im Maßstab 1:50 vierzig Zentimeter breit; er zeigt die Stelle, nicht die Abmessung.

Üblich ist der Maßstab 1:50. Darin lässt sich ein Raum mit einem Dutzend Symbolen noch lesbar darstellen, und die Elektrofachkraft kann Abstände zur Tür oder zur Raumecke direkt abgreifen. Entwurfs- und Genehmigungspläne in 1:100 sind dafür zu klein; sie reichen für eine erste Vorplanung, nicht für die Ausführung. Höhen über Fertigfußboden stehen nicht im Plan selbst, sondern als Zahl am Symbol, in der Legende oder – wenn sie den Vorzugshöhen entsprechen – gar nicht, weil die Installationszonen nach DIN 18015-3 sie vorgeben.

Zwei Normen ordnen das Ganze. DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1) regelt, wie Dokumente der Elektrotechnik aufgebaut sind, und unterscheidet Dokumentenarten wie Übersichtsschaltplan, Stromlaufplan, Anordnungs- und Installationsplan. Die Zeichen selbst kommen aus der Reihe DIN EN 60617 „Graphische Symbole für Schaltpläne“; der Teil 11 (DIN EN 60617-11:1997-08, deutsche Fassung von IEC 60617-11:1996) enthält die Zeichen für „gebäudebezogene und topographische Installationspläne“ und hat die ältere DIN 40900-11 abgelöst. Auf internationaler Ebene pflegt die IEC die Zeichen inzwischen nicht mehr in Papierteilen, sondern in der IEC-60617-Datenbank mit rund 1.900 Symbolen; in Deutschland wird der Teil 11 bei DIN Media weiterhin als gültig geführt. Für den Alltag heißt das: Die Grundformen sind genormt, die feinen Varianten – Bewegungsmelder, Rauchwarnmelder, Datendosen – sind es nur zum Teil, und genau dafür gibt es die Legende (Abschnitt 4).

2 · Symboltabelle: die wichtigsten Schaltzeichen

Die Tabelle zeigt die Zeichen so, wie sie in Installationsplänen für Wohngebäude gebräuchlich sind. Bei wandmontierten Betriebsmitteln ist die Wand als dünne Linie unten angedeutet: Der Halbkreis der Steckdose öffnet sich zur Wand, der Strich am Scheitel ragt in den Raum. Die Kürzel entsprechen denen im Steckdosenplaner, die Höhen sind die Vorzugshöhen der Installationszonen nach DIN 18015-3 (Steckdosen 30 cm, Schalter 105 cm, über Arbeitsplatten 115 cm) und darüber hinaus Erfahrungswerte – der Beitrag Steckdosenhöhe geht darauf im Einzelnen ein. Alle Höhen beziehen sich auf die Mitte des Betriebsmittels über Fertigfußboden (OKFF).

SymbolBezeichnungKürzelÜbliche HöheBemerkung
Steckdosen
Schutzkontaktsteckdose (Schuko), einfachSD30 cmHalbkreis mit offener Seite zur Wand; der Strich am Scheitel steht für den Anschluss, der Querstrich für den Schutzkontakt. Ohne Querstrich: Steckdose ohne Schutzkontakt – im Wohnbau nicht mehr üblich.
2 Doppel- oder DreifachsteckdoseSD ×2 / ×330 cmDie Zahl neben dem Zeichen nennt die Anzahl der Steckplätze; alternativ werden zwei oder drei Striche am Scheitel gezeichnet. Im Steckdosenplaner entsteht die Doppeldose aus zwei SD in einem Rahmen.
Steckdose über ArbeitsplatteSD-A115 cmGleiches Zeichen, andere Höhe: mittlere Installationszone in Küche, Hobbyraum und Büro. Die Höhe wird als Zahl ans Symbol geschrieben oder in der Legende geführt.
Steckdose außen / Feuchtraum (Klappdeckel, IP44)IP4430–60 cmDer Querstrich am Ende deutet den Klappdeckel an; die Schutzart steht als Text daneben. Außen sind 60 cm üblich, damit Schnee und Laub nicht anliegen.
Steckdose, schaltbarSD-S30 cmDer Schalterarm mit Fahne am Steckdosenzeichen zeigt: wird über einen Schalter geschaltet, etwa für Stehleuchten. Trägt dieselbe Schaltmarke wie der zugehörige Schalter.
FI Steckdose mit eingebautem Fehlerstromschutz (RCD-Steckdose)30 cmKein eigenes Grundzeichen: Zusatz „FI“ oder „RCD“ am Symbol. Im Neubau selten, weil der Fehlerstromschutz im Verteiler sitzt; als Nachrüstlösung im Altbau verbreitet.
Schalter und Taster
Ausschalter (einpolig)AUS105 cmKreis mit einem Strich: der Strich ist der Schalterarm, die kurze Fahne am Ende kennzeichnet den Ausschalter. Zwei Fahnen wären ein zweipoliger Ausschalter.
WechselschalterWS105 cmZwei gegenüberliegende Striche. Immer paarweise: zwei Wechselschalter schalten dieselbe Leuchte von zwei Stellen (Flur, Schlafzimmer). Beide tragen dieselbe Schaltmarke.
KreuzschalterKS105 cmVier Striche über Kreuz. Sitzt zwischen zwei Wechselschaltern, wenn eine Leuchte von drei oder mehr Stellen geschaltet wird (langer Flur, Treppenhaus).
SerienschalterSS105 cmZwei Striche als V aus einem Kreis: ein Gerät mit zwei Wippen, das zwei Leuchten unabhängig schaltet (Deckenleuchte und Spots). Trägt zwei Schaltmarken.
TasterTA105 cmKreis im Kreis. Schaltet nicht selbst, sondern gibt einen Impuls an Stromstoßschalter, Treppenlichtautomat oder Smart-Home-Aktor. Typisch für Flure mit mehr als drei Bedienstellen.
DimmerDIM105 cmSchalter mit Keil: Der Keil steht in der Schaltzeichennorm für „veränderbar“. Ob Dreh- oder Tastdimmer, steht in der Legende – wichtig für die Leuchtmittelwahl.
Jalousieschalter / -tasterJAL105 cmKein eigenes Normzeichen für die Hausinstallation; verbreitet ist das Schalterzeichen mit Doppelpfeil oder – wie hier – ein Pfeilpaar. Meist neben dem Fenster, gern in einer Kombination mit dem Lichtschalter.
Beleuchtung und Melder
Leuchtenauslass DeckeLADeckeDas Kreuz ist das Grundzeichen für Leuchte und Leuchtenauslass. Es sagt nichts über die Leuchte selbst; die Schaltmarke daneben sagt, welcher Schalter ihn bedient.
Leuchtenauslass WandLA-W170–210 cmKreuz mit Strich zur Wand. Höhe je nach Zweck: über dem Spiegel 170–180 cm, als Wandleuchte im Flur oder Schlafzimmer meist 180–210 cm; die Zahl gehört ans Symbol.
Einbauleuchte / SpotSPOTDeckeKreuz im Kreis. Wird meist als Reihe oder Raster gesetzt; Abstand und Anzahl stehen als Maß im Plan, der Ausschnitt in der abgehängten Decke im Trockenbauplan.
Bewegungs- / PräsenzmelderBWMDecke oder 110–220 cmNicht einheitlich gezeichnet: verbreitet sind Bögen für das Erfassungsfeld oder ein Schalterzeichen mit „BWM“/„PIR“. Präsenzmelder sitzen an der Decke, Bewegungsmelder außen meist 220 cm hoch.
RauchwarnmelderRWMDecke, RaummitteKreis mit Punkt und Beschriftung „RWM“; in Brandschutzplänen gelten andere Zeichen. Pflicht in Schlaf-, Kinderzimmern und Fluren nach den Landesbauordnungen; im Plan zeigen, ob vernetzt oder 230-V-versorgt.
Kommunikation
LAN Netzwerkdose (RJ45, Cat. 6A/7)LAN30 cmDer Bügel ist das Grundzeichen für Anschlussdosen der Kommunikationstechnik; die Art steht als Text darin. Anzahl der Ports als Zahl daneben, Leitungsweg zum Netzwerkverteiler sternförmig.
Antennendose TV / SAT / KabelTV30 cmBügel mit innerem Bügel. Ob Kabelanschluss, SAT-Durchgangs- oder Enddose, steht in der Legende – die Verkabelung unterscheidet sich.
Telefon- / MultimediadoseTEL30 cmDer reine Bügel. Heute meist die Glasfaser- oder DSL-Abschlussdose am Hausanschluss (APL) und die Multimediadose am Router-Standort.
KlingeltasterKLI105–140 cmDie Glocke ist das Normzeichen für Klingel und Wecker; der Taster außen wird meist mit demselben Zeichen oder als Taster mit „KLI“ dargestellt. Höhe an der Haustür an den Briefkasten anpassen.
Türsprechstelle innen / Video-InnenstationTSS145 cmRechteck mit Lautsprecher; kein festes Normzeichen für Wohnhäuser. Braucht Busleitung oder LAN zur Außenstation und oft 230 V oder PoE – in der Legende vermerken.
Festanschlüsse und Großgeräte
Herdanschlussdose (Kochfeld)HERD60 cmQuadrat mit drei Punkten für die Kochstellen. Drehstrom (5 × 2,5 mm²), eigener Stromkreis; Höhe so, dass die Dose hinter dem Unterschrank neben dem Kochfeld erreichbar bleibt.
Backofen-AnschlussBO60 cmBei getrennt eingebautem Backofen: eigene Steckdose oder Anschlussdose im Nachbarschrank, 230 V, je nach Leistung eigener Stromkreis.
DunstabzugDA190–220 cmSteckdose oder Anschluss über der Haube, hinter dem Oberschrank. Bei Abluft die Fensterkontaktschaltung für raumluftabhängige Feuerstätten mitdenken.
WaschmaschineWM115 cmQuadrat mit Trommel. Eigener Stromkreis empfohlen; Steckdose über dem Gerät, damit sie beim Verschieben erreichbar bleibt.
TrocknerTR115 cmWie Waschmaschine, eigener Stromkreis. Bei Wärmepumpentrocknern reicht die Leistung für einen gemeinsamen Kreis mit der Waschmaschine oft nicht – im Zweifel trennen.
GeschirrspülerGS60 cmSteckdose im Nachbarschrank (Spülenschrank), nicht hinter dem Gerät. Eigener Stromkreis, weil Heizphase und Kochfeld sonst zusammenfallen.
DurchlauferhitzerDLEje nach GerätFestanschluss, kein Stecker: 18–27 kW Drehstrom, eigener Stromkreis, Anmeldung beim Netzbetreiber ab 12 kW. Die Anschlussdose sitzt hinter dem Gerät; Höhe nach Montageanleitung.
Verteilung und Zuleitung
Abzweig- / VerbindungsdoseADDecke oder obere ZoneGefüllter Kreis oder kleiner Kreis mit Punkt. In Vorplanungen fehlen Abzweigdosen meist; in Ausführungsplänen zeigen sie, wo Leitungen geklemmt werden – wichtig, wenn später jemand sucht.
Leerrohr / ReserveLRGestrichelte Linie, oft mit Durchmesserangabe (M20, M25). Wird gezeichnet, wo später Leitungen nachgezogen werden sollen: TV-Wand, Router, Außenbereich, PV-Wechselrichter.
Unterverteilung (Stromkreisverteiler)UVOberkante ≈ 180 cmRechteck, gebräuchlich mit Diagonale. Ein Verteiler je Etage spart Leitungslänge; Anzahl der Reihen und Reserveplätze in der Legende nennen.
kWh Zählerplatz / HauptverteilungHVOberkante ≈ 180 cmRechteck mit „kWh“ oder „Z“. Lage und Bedienhöhe folgen den Technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers (VDE-AR-N 4100); meist im Hausanschlussraum oder Flur.
HAK HausanschlusskastenHAKEigentum des Netzbetreibers, Lage durch die Hauseinführung vorgegeben. Im Plan des Bauherrn nur als Hinweis, wo die Zuleitung ankommt.
Potentialausgleichsschiene (Haupterdungsschiene)PAS≈ 30 cm, nahe HAKErdungszeichen. Verbindet Fundamenterder, Wasser-, Heizungs- und Gasleitung, Antennenanlage. Im Plan neben dem Zählerplatz; der Anschluss an den Fundamenterder ist Pflicht.

Die Zeichen sind nach der gebräuchlichen Darstellung in Installationsplänen gezeichnet und an DIN EN 60617-11 angelehnt, nicht als normkonforme Reproduktion zu verstehen. Wo die Norm kein eindeutiges Zeichen vorgibt (Bewegungsmelder, Rauchwarnmelder, Jalousie, Türsprechstelle), steht das in der Bemerkung.

Passendes Werkzeug Steckdosenplaner Grundriss laden, Maßstab festlegen, Steckdosen, Schalter und Leuchten setzen und verknüpfen. Der Ausdruck enthält den Plan, die Legende mit allen Symbolen im Klartext und eine Stückliste – läuft im Browser, der Grundriss bleibt auf dem Gerät.

3 · Wie man die Zeichen liest: Striche, Zahlen, Schaltmarken

Die Zeichen folgen einer Logik, die man nach einer Viertelstunde nicht mehr vergisst. Die Grundform sagt, was es ist: Halbkreis an der Wand – Steckdose; Kreis mit Strich – Schalter; Kreuz – Leuchte; Bügel – Kommunikation; Quadrat – Gerät; Rechteck – Verteiler. Die Zusätze sagen, welche Ausführung: Bei Schaltern zählt man die Striche. Ein Strich mit Fahne ist der Ausschalter, zwei gegenüberliegende der Wechselschalter, vier der Kreuzschalter, ein V der Serienschalter. Bei Steckdosen nennt die Zahl neben dem Zeichen die Anzahl der Steckplätze, ein Schalterarm am Halbkreis macht sie schaltbar, ein Querstrich am Ende steht für den Klappdeckel.

Schaltmarken sind die kleinen Buchstaben a, b, c neben Schaltern und Leuchten. Alles mit derselben Marke gehört zu einer Schaltung: Der Wechselschalter mit „a“ an der Flurtür und der Wechselschalter mit „a“ an der Haustür schalten gemeinsam den Deckenauslass mit „a“. Ein Serienschalter trägt zwei Marken, etwa „b c“, weil seine beiden Wippen zwei Leuchten bedienen. Wer einen Plan prüft, geht die Marken durch: Zu jeder Marke muss mindestens ein Schalter und mindestens ein Verbraucher gehören, und bei einer Wechselschaltung müssen es zwei Schalter sein. Marken ohne Gegenstück sind der häufigste Fehler in selbst gezeichneten Plänen.

Stromkreisnummern stehen als Zahl oder Kennzeichen wie „F3“ oder „3“ an Steckdosen, Auslässen und Geräten. Sie verweisen auf den Verteilerplan, in dem steht, welcher Leitungsschutzschalter, welcher Fehlerstromschutzschalter und welcher Leitungsquerschnitt dazu gehören. In der Vorplanung des Bauherrn fehlen sie meist – sie sind Sache der Elektrofachkraft, ebenso wie die Wahl des Querschnitts (Kabelquerschnitt richtig bestimmen). Höhenangaben wie „h = 115“ stehen nur dort, wo die Höhe von der Vorzugshöhe abweicht. Laufende Nummern an den Symbolen verweisen auf Legende und Stückliste; so lässt sich am Telefon über „Steckdose 14“ reden statt über „die zweite links vom Fenster“.

4 · Legende: warum sie Pflicht ist

Ein Installationsplan ohne Legende ist eine Zumutung, und zwar aus drei Gründen. Erstens sind die Zeichen nicht überall identisch: Ältere Pläne folgen DIN 40900-11, Hersteller von Planungssoftware haben eigene Bibliotheken, und für Bewegungsmelder, Rauchwarnmelder, Bus-Taster oder Datendosen gibt es mehrere gebräuchliche Darstellungen. Zweitens transportiert das Zeichen nur die Art des Betriebsmittels, nicht die Ausführung: Ob die Netzwerkdose einen oder zwei Ports hat, ob der Dimmer für LED geeignet sein muss, ob die Außensteckdose abschaltbar sein soll, steht in der Legende oder in der Bemerkung. Drittens verlangen die Dokumentationsregeln der DIN EN 61082-1, dass Symbole, die nicht der Norm entnommen oder ergänzt worden sind, im Dokument erklärt werden.

Eine brauchbare Legende enthält je Zeichen: Symbol, Bezeichnung im Klartext, Kürzel, Höhe über Fertigfußboden, Anzahl im Plan und – wenn nötig – eine Bemerkung. Dazu gehören der Maßstab, die Etage, das Datum und der Stand („Vorplanung Bauherr“ oder „Ausführungsplanung“). Wer den Plan auf Papier zeichnet, legt die Legende als Tabelle daneben; der Steckdosenplaner druckt sie automatisch mit.

5 · Installationsplan, Übersichtsschaltplan, Stromlaufplan, Verteilerplan

Der Installationsplan ist nur eines von mehreren Dokumenten, die zu einer Elektroinstallation gehören. Die anderen sehen anders aus und beantworten andere Fragen:

PlanartWas er zeigtDarstellungWer ihn braucht
InstallationsplanLage der Betriebsmittel im Grundriss, Schaltmarken, ggf. Leitungswege und StromkreisnummernGrundriss 1:50 mit SchaltzeichenBauherr, Architekt, Elektrofachkraft auf der Baustelle; Grundlage für Angebot und Ausführung
ÜbersichtsschaltplanStruktur der Anlage: Hausanschluss, Zähler, Verteiler, Unterverteiler, HauptstromkreiseEinpolig, ohne Grundriss, meist als Baum von oben nach untenElektrofachkraft, Netzbetreiber (Anmeldung), Prüfer
StromlaufplanFunktion einer Schaltung mit allen Leitern und Klemmen – etwa eine Wechselschaltung oder die Steuerung einer WärmepumpeAufgelöst nach Strompfaden, allpoligElektrofachkraft für Verdrahtung und Fehlersuche; im Wohnbau nur für Sonderschaltungen
Verteilerplan / StromkreisverzeichnisBelegung des Verteilers: Stromkreis, Schutzeinrichtung, Querschnitt, Raum, VerbraucherTabelle oder Aufbauzeichnung des VerteilersElektrofachkraft; die Beschriftung im Verteiler ist nach DIN VDE 0100-510 Teil der Anlagendokumentation

Für den Bauherrn ist der Installationsplan das Dokument, mit dem er mitreden kann: Er beschreibt, was wohin soll. Übersichtsschaltplan, Stromlaufplan und Verteilerplan beschreiben, wie es dazu verdrahtet wird – das ist Ausführungsplanung und Aufgabe der Elektrofachkraft. Wer beides auseinanderhält, spart sich am ersten Termin viel Erklärung.

6 · Die Symbole im Steckdosenplaner

Der Steckdosenplaner arbeitet mit einem bewusst schlichten Satz von Zeichen: Für Steckdosen, Schalter, Leuchtenauslässe, Spots, Kommunikationsdosen und die Küchengeräte verwendet er die oben gezeigten Darstellungen; alles Weitere – Melder, Verteiler, Gebäudetechnik – zeichnet er als Grundform mit Kürzel (Dreieck, Doppelrechteck, Rechteck). Das ist Absicht: Ein Vorplanungsplan muss von Bauherr und Elektrofachkraft gleichermaßen verstanden werden, und dafür ist ein eindeutiges Kürzel wertvoller als ein feiner Unterschied im Strich. Die Legende schreibt jedes verwendete Zeichen im Klartext aus, mit Höhe, Raum, Stromkreis und Bemerkung, und die Schaltmarken werden beim Verknüpfen von Schalter und Leuchte automatisch vergeben. Wer normgerechte Zeichen braucht, etwa für eine Ausschreibung, lässt den Plan von der Elektrofachkraft in ihre Software übertragen – die Symbole stimmen in der Bedeutung überein, so dass nichts verloren geht.

7 · Häufige Fragen

Sind die Elektro-Symbole im Installationsplan genormt?

Ja, im Grundsatz. Die Schaltzeichen für Installationspläne stehen in DIN EN 60617-11 (IEC 60617-11), die Regeln für die Dokumente selbst in DIN EN 61082-1. IEC pflegt die Zeichen heute in einer Datenbank mit rund 1.900 Symbolen. In der Praxis weichen Hersteller-Legenden, Planungssoftware und ältere Pläne nach DIN 40900-11 in Details voneinander ab, vor allem bei Bewegungsmeldern, Rauchwarnmeldern und Datendosen. Deshalb gehört zu jedem Installationsplan eine Legende, die jedes verwendete Zeichen ausschreibt.

Wo bekomme ich Elektro-Symbole als PDF?

Die Normtexte DIN EN 60617-11 und DIN EN 61082-1 sind kostenpflichtig bei DIN Media (früher Beuth) und im VDE-Verlag erhältlich; die IEC-60617-Datenbank wird über den VDE-Verlag lizenziert. Für die eigene Planung reicht eine Legende mit den gebräuchlichen Zeichen: Der Steckdosenplaner druckt zu jedem Plan einen Symbolschlüssel mit allen verwendeten Zeichen, Kürzeln und Klartext-Bezeichnungen mit aus, der sich als PDF speichern lässt.

Was bedeutet das Kreuz im Grundriss?

Ein Kreuz aus zwei diagonalen Strichen ist der Leuchtenauslass, also die Stelle an der Decke, an der eine Leuchte angeschlossen wird. Hat das Kreuz einen kurzen Strich zur Wand, ist ein Wandauslass gemeint. Ein Kreuz im Kreis steht meist für eine Einbauleuchte oder einen Spot. Der Buchstabe daneben ist die Schaltmarke: Sie sagt, welcher Schalter diesen Auslass schaltet.

Was bedeuten die kleinen Buchstaben a, b, c neben Schaltern und Leuchten?

Das sind Schaltmarken. Alle Betriebsmittel mit derselben Marke gehören zu einer Schaltung: Der Schalter mit „a“ schaltet den Leuchtenauslass mit „a“. Bei Wechsel- und Kreuzschaltungen tragen zwei oder drei Schalter dieselbe Marke wie die gemeinsame Leuchte. Ein Serienschalter trägt zwei Marken, weil er zwei Schaltungen bedient. Zahlen oder Kennzeichen wie „F3“ verweisen dagegen auf den Stromkreis im Verteilerplan.

Woran erkenne ich Wechselschalter und Kreuzschalter im Plan?

An der Zahl der Striche am Schalterkreis. Ein Strich mit Fahne ist der Ausschalter, zwei gegenüberliegende Striche der Wechselschalter, vier Striche über Kreuz der Kreuzschalter. Zwei Striche, die als V aus einem Kreis laufen, sind der Serienschalter mit zwei Wippen. Ein Kreis im Kreis ist ein Taster, ein Schalter mit Keil ein Dimmer.

Welchen Maßstab hat ein Installationsplan?

Üblich ist 1:50, weil sich darin ein Raum mit allen Symbolen noch lesbar darstellen lässt; Entwurfs- und Genehmigungspläne liegen meist in 1:100 vor und sind für die Elektroplanung zu klein. Die Schaltzeichen selbst sind nicht maßstäblich: Sie zeigen, wo ein Betriebsmittel sitzt, nicht wie groß es ist. Der Steckdosenplaner arbeitet deshalb mit einer festen Symbolgröße und legt den Maßstab über eine bekannte Strecke im Grundriss fest.

Stand: 29.08.2026. Schaltzeichen nach der gebräuchlichen Darstellung in Installationsplänen, angelehnt an DIN EN 60617-11:1997-08 (IEC 60617-11:1996) und die IEC-60617-Datenbank; Dokumentenarten nach DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1):2015-10; Vorzugshöhen nach den Installationszonen der DIN 18015-3. Abweichende Darstellungen in Hersteller- und Software-Legenden sind möglich; maßgeblich ist die Legende des jeweiligen Plans. Weiterlesen: Elektroplan selbst zeichnen · Wie viele Steckdosen pro Raum? · Steckdosenhöhe: Installationszonen nach DIN 18015-3 · Kabelquerschnitt richtig bestimmen