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Elektroinstallation

Elektroplan selbst zeichnen: Schritt für Schritt vom Grundriss zum Installationsplan

Das Wichtigste in Kürze

Die Elektroinstallation ist das Gewerk, das nach dem Einzug am häufigsten bereut wird – nicht, weil etwas falsch gemacht wurde, sondern weil niemand vorher gefragt hat, wo der Fernseher steht, wo das Bett hinkommt und ob der Schalter auf der Klinkenseite sitzt. Ein selbst gezeichneter Elektroplan beantwortet diese Fragen, bevor die erste Leitung liegt. Dieser Beitrag zeigt, wie er entsteht: Schritt für Schritt vom Grundriss zum fertigen Installationsplan, mit Checkliste je Raum und den Fehlern, die sich in fast jedem ersten Entwurf finden. Die Bedeutung der einzelnen Zeichen steht im Beitrag Elektro-Symbole im Installationsplan.

1 · Warum ein eigener Plan

Der erste Termin mit dem Elektrobetrieb beginnt mit derselben Frage: „Wo soll alles hin?“ Wer darauf mit einem Plan antwortet, statt mit dem Elektriker durch den Rohbau zu gehen und Kreuze an die Wand zu malen, hat drei Vorteile. Das Angebot wird genauer, weil Stückzahlen und Leitungswege feststehen; die Ausführung wird ruhiger, weil der Monteur nicht raten muss; und Änderungen werden billiger, weil sie auf dem Papier passieren. Eine Steckdose im Rohbau kostet mit Leitung und Anschluss ein paar Dutzend Euro; dieselbe Steckdose nach dem Verputzen kostet ein Vielfaches, weil Schlitz, Putz und Malerarbeit dazukommen – und nach dem Tapezieren wird sie oft gar nicht mehr gesetzt.

Ein eigener Plan ersetzt nicht die Fachplanung, er macht sie besser: Die Elektrofachkraft bekommt die Nutzung des Hauses erklärt, ohne sie erfragen zu müssen, und kann ihre Zeit auf das verwenden, was nur sie kann – Stromkreise, Schutzmaßnahmen, Querschnitte, Verteileraufbau. Das gilt für den Neubau ebenso wie für die Sanierung einer Wohnung, bei der neben dem Neuen auch der Bestand aufgenommen werden muss.

2 · Was der Plan leisten muss – und was nicht

Die Elektroplanung hat zwei Stufen. Die Vorplanung beschreibt, was wohin soll; die Ausführungsplanung beschreibt, wie es dazu verdrahtet wird. Der selbst gezeichnete Plan ist eine Vorplanung, und er ist gut, wenn er die folgenden Dinge enthält und die anderen bewusst offen lässt:

Gehört in den eigenen PlanMacht die Elektrofachkraft
Lage aller Steckdosen, Schalter, Taster, Leuchtenauslässe, Kommunikationsdosen und Geräteanschlüsse im GrundrissStromkreisaufteilung, Zahl und Art der Schutzeinrichtungen (LS, RCD, AFDD), Verteileraufbau
Welcher Schalter was schaltet (Schaltmarken oder Verknüpfung), Wechsel- und Kreuzschaltungen, DimmerLeitungsquerschnitte, Verlegeart, Häufung, Spannungsfall (Kabelquerschnitt richtig bestimmen)
Höhen, wo sie von den Vorzugshöhen abweichen; Wandabstände an Bett, Sofa, KüchenzeileLeitungsführung in den Installationszonen nach DIN 18015-3, Abzweigdosen, Steigleitungen
Großgeräte mit Leistung: Herd, Durchlauferhitzer, Wärmepumpe, Wallbox, SaunaLeistungsbilanz, Anmeldung beim Netzbetreiber, Steuerbarkeit nach § 14a EnWG, Zählerplatz nach VDE-AR-N 4100
Wünsche, die Leitungen brauchen: Rollladenmotoren, Smart Home, PV-Anlage, Netzwerk, LeerrohreSystemwahl (konventionell, Bus, Funk), Potentialausgleich, Überspannungsschutz, Prüfung und Dokumentation
Legende, Stückliste, offene FragenVerteilerplan, Stromkreisverzeichnis, Prüfprotokoll

Wer die rechte Spalte selbst füllen will, macht sich Arbeit, die der Fachbetrieb ohnehin neu machen muss. Wer die linke Spalte nicht füllt, bekommt ein Angebot nach Ausstattungsstufe – funktioniert, passt aber selten zum eigenen Leben.

3 · In zehn Schritten zum Installationsplan

Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Licht und Schalter vor den Steckdosen, weil sie an Türen und Decken gebunden sind; Steckdosen nach den Möbeln, weil sie sonst hinter dem Schrank landen. Für ein Einfamilienhaus mit zwei Etagen sind zwei bis drei Abende realistisch.

  1. Grundriss beschaffen. Je Etage ein Grundriss im Maßstab 1:50, in dem Türanschläge, Fenster und Wandstärken erkennbar sind. Der Architekt liefert ihn als PDF; aus den Bauunterlagen lässt er sich kopieren; für Bestandswohnungen reicht ein gerade fotografiertes Blatt mit einer bekannten Bemaßung, aus der sich der Maßstab ableiten lässt. Genehmigungspläne in 1:100 werden auf 200 % vergrößert. Je Etage ein Blatt, Keller und Dachgeschoss nicht vergessen – dort sitzen Technik und Verteiler.
  2. Möblierung einzeichnen. Bett mit Nachttischen, Sofa und Sessel, TV-Wand, Schreibtisch, Esstisch, Küchenzeile mit Geräten, Kleiderschrank, Waschmaschine. Maßstäblich, nicht als Skizze: Ein 1,80 m breites Bett ist bei 1:50 dreieinhalb Zentimeter. Ohne Möbel werden Steckdosen gleichmäßig an leeren Wänden verteilt, und genau das führt zu Mehrfachsteckern hinter dem Sofa.
  3. Beleuchtung planen. Zuerst das Grundlicht: ein Deckenauslass in der Raummitte oder – bei abgehängter Decke – eine Spotreihe. Dann die Zonen: Arbeitslicht über Arbeitsplatte und Schreibtisch, Licht über dem Esstisch, Spiegelleuchte im Bad, Wandauslässe im Flur und am Bett, Leseleuchte am Sofa als schaltbare Steckdose. Jede Zone wird später eine eigene Schaltung; wer dimmen will, vermerkt das jetzt, weil es Dimmer und Leuchtmittel bestimmt.
  4. Schalter an die Türen. Der Schalter sitzt innen neben der Tür auf der Klinkenseite – dort, wo die Hand beim Öffnen ist – in 105 cm Höhe, etwa 15 cm neben der Zarge. Räume mit zwei Zugängen bekommen eine Wechselschaltung, das Schlafzimmer eine zwischen Tür und Bett, der Flur bei drei Bedienstellen eine Kreuzschaltung oder Taster mit Stromstoßrelais. Mehrere Schalter an einer Stelle werden zur Kombination; die Rollladenbedienung kommt neben das Fenster oder in dieselbe Kombination.
  5. Steckdosen je Raum. Anzahl nach Ausstattungsstufe festlegen – die Richtwerte stehen im Beitrag Wie viele Steckdosen pro Raum? – und an den Möbeln verteilen: je Nachttisch eine Doppeldose, an der TV-Wand eine Dreifachdose mit Antennen- und Netzwerkdose, am Schreibtisch vier Steckplätze plus LAN, in der Küche je laufendem Meter Arbeitsplatte eine Doppeldose. Höhen nach dem Beitrag Steckdosenhöhe: 30 cm Standard, 115 cm über Arbeitsplatten, abweichende Höhen an TV-Wand (hinter dem Gerät) und Schreibtisch als Zahl ans Symbol.
  6. Kommunikation und Smart-Home-Vorbereitung. Netzwerkdosen überall, wo ein Gerät fest steht: TV, Arbeitsplatz, Konsole, Drucker, Wärmepumpe und Wechselrichter, dazu Access-Point-Positionen an der Decke je Etage. Der Router braucht Steckdose, Glasfaser- oder DSL-Anschluss und Platz für einen kleinen Netzwerkverteiler – im Technikraum oder Flurschrank, nicht im Wohnzimmer. Leerrohre M25 zu jeder Stelle, an der später etwas nachgezogen werden könnte: TV-Wand, Rollläden, Garten, PV-Dach. Wer Smart Home will, entscheidet spätestens jetzt mit dem Fachbetrieb zwischen konventioneller Installation, Bus (KNX) und Funk; ein Bus braucht eigene Leitungen zu jedem Taster.
  7. Festanschlüsse und Großgeräte. Herd und Kochfeld (Drehstrom), Backofen, Spülmaschine, Dunstabzug, Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, Durchlauferhitzer, Wärmepumpe mit Außeneinheit, Wallbox, Sauna, Heizungsumwälzpumpe, Lüftungsanlage. Jedes Gerät als eigenes Symbol mit Leistung aus dem Datenblatt; jedes wird ein eigener Stromkreis. Wallbox und Wärmepumpe sind ab 4,2 kW steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG – im Plan vermerken, der Fachbetrieb übernimmt die Anmeldung.
  8. Außenbereich. Außensteckdosen mit Klappdeckel (IP44) an Terrasse, Hauseingang und Garage, abschaltbar von innen; Außenleuchten mit Bewegungsmelder an Eingang und Garage; Klingeltaster und Türsprechstelle; Leerrohr in den Garten für Teich, Bewässerung oder Gartenhaus, Leerrohr zum Carport für eine spätere Wallbox. Erdkabel und Leerrohre müssen liegen, bevor der Garten angelegt wird.
  9. Stromkreise grob zuordnen. Nicht die Absicherung, nur die Gruppierung: Licht je Etage ein Kreis, Steckdosen je Raum oder Raumgruppe, Küche mit mindestens zwei Steckdosenkreisen, Bad eigener Kreis, jedes Großgerät einzeln, Außen eigener Kreis. Im Steckdosenplaner bekommt jeder Kreis eine Farbe, auf Papier eine Nummer am Symbol. Die endgültige Aufteilung, Schutzeinrichtungen und Querschnitte legt die Elektrofachkraft fest.
  10. Legende, Stückliste und offene Fragen. Jedes verwendete Zeichen in einer Legende ausschreiben – Symbol, Bezeichnung, Kürzel, Höhe, Anzahl – und die Stückzahlen je Raum und Etage zusammenrechnen: So viele Steckdosen, so viele Schalter, so viele Auslässe. Dazu die Liste der offenen Punkte: „Reicht der Hausanschluss für Wärmepumpe und Wallbox?“, „Brauchen wir eine Unterverteilung im Obergeschoss?“, „Welche Rollladensteuerung?“ Mit Plan, Legende, Stückliste und Fragenliste ist der Termin vorbereitet.

4 · Checkliste je Raum

Die Steckdosenzahlen sind Orientierungswerte für Räume bis 20 m², angelehnt an die Ausstattungsstufen 1 / 2 / 3 für Wohngebäude nach DIN 18015-2 und RAL-RG 678 – dieselben Werte, mit denen der Steckdosenplaner den Ausstattungsabgleich rechnet. Größere Räume bekommen mehr; die Einzelheiten stehen im Beitrag Wie viele Steckdosen pro Raum?.

RaumLichtSchalterSteckdosen (Stufe 1 / 2 / 3)KommunikationNicht vergessen
WohnzimmerDeckenauslass oder Spots, Wandauslass, schaltbare Steckdose für StehleuchteWechselschaltung bei zwei Türen, Dimmer4 / 6 / 8TV: Antenne + 2 × LAN; Access PointSteckdosen an Fensterbank für Weihnachtsbeleuchtung; Rollladentaster
KücheDeckenauslass, Arbeitsplattenlicht (Unterschrank)Serienschalter Decke / Arbeitsplatte5 / 6 / 8, davon Doppeldosen über Arbeitsplatte1 × LAN oder WLANHerd, Backofen, Spülmaschine, Dunstabzug, Kühlschrank je eigener Anschluss; Steckdosen im Nachbarschrank, nicht hinter dem Gerät
Esszimmer / EssbereichAuslass über Tischmitte, dimmbarAusschalter, ggf. Wechsel zum Wohnbereich3 / 4 / 6Tischposition festlegen, bevor der Auslass sitzt
SchlafzimmerDeckenauslass, Wandauslässe oder Steckdosen am BettWechselschaltung Tür – Bett3 / 4 / 5, je Nachttisch eine Doppeldose1 × LAN (TV)Rauchwarnmelder; Rollladentaster am Bett; Steckdose am Kleiderschrank für Staubsauger und Bügeleisen
KinderzimmerDeckenauslass, Wandauslass am BettAusschalter, ggf. Wechsel3 / 4 / 51–2 × LANRauchwarnmelder; später Schreibtisch – Steckdosen an zwei Wänden vorsehen
BadDeckenleuchte, SpiegelleuchteSerienschalter außen oder innen neben der Tür2 / 2 / 3, neben dem Spiegel 115–130 cmSchutzbereiche nach DIN VDE 0100-701 beachten; Waschmaschine hier oder im HWR; Durchlauferhitzer; Lüfter
Flur / DieleDeckenauslass, ggf. WandauslässeWechsel- oder Kreuzschaltung, Taster bei mehr als drei Stellen2 / 3 / 4Router-Standort mit Steckdose und LANTürsprechstelle 145 cm; Rauchwarnmelder; Steckdose für Staubsauger in Flurmitte
Arbeitszimmer / Home-OfficeDeckenauslass, ArbeitslichtAusschalter4 / 6 / 8, am Schreibtisch gebündelt2–4 × LANSteckdosen in 30 cm und in Tischhöhe; Leerrohr zur TV-Wand oder zum Technikraum
Hauswirtschaftsraum / TechnikDeckenleuchteAusschalter4 / 5 / 71 × LAN (Wärmepumpe, Wechselrichter)Waschmaschine, Trockner, Gefrierschrank je eigener Kreis; Verteiler mit Reserveplätzen; Platz für Netzwerkverteiler und Batteriespeicher
Terrasse / Balkon / AußenAußenleuchte, BewegungsmelderSchalter innen an der Terrassentür1 / 2 / 3, IP44, abschaltbarLeerrohr Garten, Wallbox-Vorbereitung, Klingel, Außensteckdose an der Garage

5 · Mit Papier oder im Steckdosenplaner

Auf Papier braucht es den Grundriss in 1:50, einen weichen Bleistift, ein Lineal und ein zweites Blatt für die Legende. Die Symbole werden mit den gebräuchlichen Schaltzeichen gezeichnet – Halbkreis, Kreis mit Strich, Kreuz, Bügel – und Schalter und Leuchten mit denselben Schaltmarken a, b, c beschriftet. Höhen, die abweichen, stehen als Zahl am Symbol. Am Ende werden die Symbole je Raum gezählt und in die Stückliste übertragen. Das funktioniert seit Jahrzehnten und wird von jedem Elektrobetrieb verstanden; der Nachteil ist die Änderung: Wandert das Sofa, wandern drei Steckdosen, und der Radiergummi arbeitet.

Im Steckdosenplaner läuft derselbe Ablauf im Browser, ohne Anmeldung, und der Grundriss bleibt auf dem eigenen Gerät:

  1. Grundriss laden – ein Foto oder ein Bildausschnitt der Architektenzeichnung, am besten mit einer Bemaßung im Bild. Je Etage ein eigener Grundriss.
  2. Maßstab festlegen an einer bekannten Strecke: zwei Punkte anklicken, Maß eintragen. Ab dann sind Abstände, Raumflächen und Bemaßungen echt.
  3. Räume aufziehen – ein Rechteck grob über jeden Raum. Symbole legen sich danach von selbst an die Wand, Räume bekommen Name und Fläche.
  4. Symbole setzen aus der Palette; zu jedem lassen sich Raum, Höhe, Wandabstand, Stromkreis und Bemerkung hinterlegen. Doppeldosen und Schalterkombinationen entstehen durch Ineinanderziehen, Spotreihen mit dem Häkchen „Als Reihe“.
  5. Verknüpfen – erst den Schalter anklicken, dann die Leuchte oder die schaltbare Steckdose. Die Schaltmarke wird vergeben, die Schaltung erscheint in der Übersicht.
  6. Ausstattung prüfen – die gesetzten Symbole je Raum gegen die Richtwerte der Ausstattungsstufen halten; fehlende Steckdosen fallen sofort auf.
  7. Drucken – Plan auf A4 quer mit Übersicht, dahinter Legende, Schaltungen und Stückliste für das ganze Projekt. Als PDF gespeichert ist das die Anfrage an den Fachbetrieb.
Beispiel-Elektroplan eines Erdgeschosses im Steckdosenplaner: Steckdosen, Schalter, Leuchtenauslässe und Schaltmarken im Grundriss
Beispielplan eines Erdgeschosses aus dem Steckdosenplaner: Doppeldosen an den Wänden, eine Dreifachdose mit Antennen- und Netzwerkdose an der Fernsehwand, Steckdosen über der Arbeitsplatte, Herd, Backofen und Spülmaschine als Festanschlüsse, eine Schalterkombination in der Diele und Spotreihen im Wohnbereich. Die Schaltmarken neben Schaltern und Leuchten zeigen, was zusammengehört; die Farben stehen für die vier Stromkreise.
Passendes Werkzeug Steckdosenplaner Grundriss laden, Maßstab festlegen, Steckdosen, Schalter und Leuchten setzen, Schaltungen verknüpfen, Ausstattung je Raum prüfen und Plan, Legende und Stückliste drucken. Kostenlos, ohne Anmeldung, der Grundriss bleibt auf dem Gerät.

Beide Wege liefern dasselbe Dokument: einen Installationsplan als Vorplanung. Der Fachbetrieb überträgt ihn in seine Software, ergänzt Stromkreise, Schutzeinrichtungen und Querschnitte und macht daraus die Ausführungsplanung. Wer den Plan als PDF schickt, bekommt in der Regel ein Angebot mit Stückzahlen zurück, das sich Position für Position mit der eigenen Stückliste vergleichen lässt.

6 · Typische Fehler und wie man sie vermeidet

FehlerFolgeVermeidung
Ohne Möbel geplantSteckdosen hinter Schrank und Sofa, Mehrfachstecker an der TV-WandSchritt 2 vor Schritt 5: erst Möbel maßstäblich einzeichnen, dann Steckdosen an die Möbel setzen
Schalter auf der Bandseite der TürMan greift beim Betreten hinter das TürblattTüranschlag im Grundriss prüfen; Schalter auf der Klinkenseite, 15 cm neben der Zarge
Keine Wechselschaltung im SchlafzimmerAufstehen zum LichtausschaltenZweiter Wechselschalter am Bett oder Taster mit Stromstoßrelais; im Plan beide mit derselben Schaltmarke
Schaltmarken ohne GegenstückDer Monteur weiß nicht, was der Schalter schaltet, und entscheidet selbstJede Marke prüfen: mindestens ein Schalter und ein Verbraucher; im Steckdosenplaner verknüpfen statt beschriften
Küche nach Standard statt nach KüchenplanSteckdose hinter dem Geschirrspüler, Herdanschluss unter der SpüleKüchenplanung des Herstellers mit Gerätepositionen als Grundlage; Geräteanschlüsse im Nachbarschrank
Netzwerk vergessen, „WLAN reicht“TV, Konsole und Home-Office am Repeater; Nachrüsten nur als AufputzJe Etage ein Access Point an der Decke, LAN an jedem festen Geräteplatz, Leerrohre zu den übrigen
Keine Leerrohre nach außenWallbox, Gartenbeleuchtung und Bewässerung erfordern später ErdarbeitenLeerrohre zu Carport, Garten und Terrasse einplanen, bevor die Außenanlage entsteht
Wärmepumpe, Wallbox, PV nicht im PlanHausanschluss und Zählerplatz zu klein, Nachrüstung des VerteilersAlle Großverbraucher mit Leistung eintragen, auch geplante; Leistungsbilanz und Anmeldung durch den Fachbetrieb
Höhen nicht angegebenAlles in 30 cm – auch die Steckdose für den WandfernseherAbweichende Höhen als Zahl ans Symbol oder in die Legende; Vorzugshöhen nach DIN 18015-3 als Standard
Keine Legende, keine StücklisteAngebot nach Pauschale, Rückfragen, Missverständnisse am TelefonLegende mit Symbol, Klartext, Höhe und Anzahl; nummerierte Symbole, damit sich über „Steckdose 14“ reden lässt

7 · Häufige Fragen

Darf ich den Elektroplan selbst zeichnen?

Ja. Der Installationsplan als Vorplanung – was wohin soll – ist keine geschützte Leistung; jeder Bauherr darf ihn zeichnen und dem Elektrobetrieb als Grundlage geben. Nicht selbst machen darf man die Ausführung: Planung der Schutzmaßnahmen, Querschnitte, Stromkreisaufteilung, Installation und Prüfung sind nach den Niederspannungsanschlussverordnungen und DIN VDE 0100 der Elektrofachkraft vorbehalten; Arbeiten an der Anlage hinter dem Zähler dürfen nur eingetragene Installateurbetriebe ausführen.

Welchen Maßstab sollte der Elektroplan haben?

1:50. Ein Raum von vier mal fünf Metern ist darin acht mal zehn Zentimeter groß, und ein Dutzend Symbole bleibt lesbar. Genehmigungspläne in 1:100 sind zu klein; sie lassen sich am Kopierer auf 200 % vergrößern. Im Steckdosenplaner wird der Maßstab über eine bekannte Strecke im Grundriss festgelegt, der Plan selbst ist nicht an einen Maßstab gebunden.

Brauche ich ein Programm, um einen Elektroplan zu zeichnen?

Nein. Ein Grundriss auf Papier, Bleistift und eine Legende reichen; Elektrobetriebe arbeiten täglich mit solchen Plänen. Ein Werkzeug wie der Steckdosenplaner nimmt Fleißarbeit ab: Symbole lassen sich verschieben, Schaltungen werden verknüpft statt mit Marken beschriftet, Legende und Stückliste entstehen automatisch, und der Plan bleibt auf dem eigenen Gerät. Beide Wege führen zum selben Ergebnis.

Was kostet ein Elektroplan vom Elektriker?

Wird der ausführende Elektrobetrieb beauftragt, ist die Planung häufig im Angebot enthalten oder wird als Pauschale von einigen hundert Euro berechnet – ein Erfahrungswert, kein Tarif. Eine eigenständige Ausführungsplanung mit Beleuchtungs- und Kommunikationsgrundriss, Leistungsverzeichnis und Verteilerplan geben Baukostenportale für ein Einfamilienhaus mit etwa 500 bis 2.000 Euro an (Stand 2025). Eine Fachplanung nach HOAI bei größeren Vorhaben liegt darüber. Ein eigener Vorplan senkt den Aufwand in jedem Fall.

Wie zeichne ich den Elektroplan für eine Wohnung oder einen Altbau?

Genauso, mit zwei Besonderheiten. Es gibt oft keinen Plan: dann Räume mit Laser oder Maßband aufmessen, auf Karopapier im Maßstab 1:50 zeichnen oder ein Foto der Wohnungsskizze im Steckdosenplaner mit dem Maßstab versehen. Und es gibt Bestand: vorhandene Steckdosen, Schalter, Abzweigdosen und den Verteiler aufnehmen und kennzeichnen, was bleibt, was versetzt und was neu wird – das entscheidet über Schlitze, Leerrohre und Kosten. Im Mehrfamilienhaus gehören Zählerplatz und Steigleitung dem Gebäude; hier ist mit Verwaltung und Netzbetreiber zu klären, ob mehr Leistung möglich ist.

Welche Symbole soll ich im Elektroplan verwenden?

Die gebräuchlichen Schaltzeichen nach DIN EN 60617-11: Halbkreis für Steckdosen, Kreis mit Strichen für Schalter, Kreuz für Leuchtenauslässe, Bügel für Kommunikationsdosen, Rechteck für Verteiler. Wichtiger als die exakte Form ist die Legende, die jedes verwendete Zeichen im Klartext erklärt. Die Zeichen mit Kürzel, Höhe und Bemerkung stehen im Beitrag Elektro-Symbole im Installationsplan.

Stand: 29.08.2026. Ausstattungswerte als Orientierung, angelehnt an DIN 18015-2 und RAL-RG 678; Vorzugshöhen nach den Installationszonen der DIN 18015-3; Schaltzeichen nach DIN EN 60617-11; Schutzbereiche im Bad nach DIN VDE 0100-701; steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Kostenangaben sind Größenordnungen von Baukostenportalen (Stand 2025) und Erfahrungswerte, keine Preisliste. Die Ausführungsplanung, Installation und Prüfung bleiben der Elektrofachkraft vorbehalten. Weiterlesen: Elektro-Symbole im Installationsplan · Wie viele Steckdosen pro Raum? · Steckdosenhöhe: Installationszonen nach DIN 18015-3 · Kabelquerschnitt richtig bestimmen